Achtsam essen – (1) Augenhunger

In meinem Post Achtsamandala-1699166_1920.jpgm essen – Was ist das? erwähne ich bereits, dass es 7 verschiedene Arten von Hunger gibt: (1) Augenhunger, (2) Nasenhunger, (3) Mundhunger, (4) Magenhunger, (5) Zellhunger, (6) geistiger Hunger und (7) Herzhunger.

Heute wenden wir uns dem Augenhunger zu.

„Das Auge ist mit!“ An dieser Redewendung ist viel Wahres dran. Wir sind Wesen, die auf unsere Augen angewiesen sind. Viele würden so weit gehen und behaupten, dass unsere Augen unser wichtigster Sinn sind. Doch wie beeinflussen die Augen unser Essverhalten?

Lebensmittel haben für uns prinzipiell ein attraktives Aussehen: der frische rote Apfel, der Keks in Herzform und erfrischend gelber Orangensaft sind nur einige Beispiele. Dieser Tatsache sind sich auch Lebensmittelkonzerne bewusst und machen das Erdbeerjoghurt künstlich noch rosafarbener oder „photoshoppen“ ihre Werbeplakate bis zur Perfektion des angepriesenen Burgers.

Unsere Augen sehen gerne Schönes. Und so ist es nicht verwunderlich, dass wir oft nur durch das Sehen appetitlicher Lebensmittel „Hunger“ bekommen. Unsere Augen wollen genährt werden, strömen doch täglich Abertausende von Reizen auf sie ein. Wir essen ohne physisch hungrig zu sein. Die Verfügbarkeit von Essen an jeder Straßenecke, macht es für uns umso schwieriger unserem Augenhunger zu widerstehen.

Trotzdem müssen wir unseren Augenhunger stillen. Am besten funktioniert dies mit Achtsamkeit. Eine einfache Übung lässt sich schnell und unauffällig vor einer Mahlzeit erledigen: Betrachte das Essen, was vor dir auf dem Teller liegt. Versuche die Lebensmittel in ihrer Farbe, Form und Konsistenz zu beschreiben. Wichtig ist hier das Essen nicht als gut oder schlecht zu beschreiben. Der Vorgang soll möglichst wertfrei passieren.

Ein zusätzlicher Aspekt, um den Augenhunger zu stillen, ist das ästhetische Anrichten der Speisen auf den Tellern. Auch die gemütliche Gestaltung des Essplatzes durch Tischdecken, Blumen oder bunten Servietten nähren den Augenhunger.

Literaturempfehlung:

Grundlage dieses Posts, war das sehr empfehlenswerte Buch Achtsam essen von Jan Chozen Bays.

 

Autor: Lebenswelt

Herzlich willkommen in meiner Lebenswelt! Ich bin Julia (21) und in meinem Leben habe ich schon die Diagnosen Magersucht, Binge Eating, Depression und soziale Phobie bekommen. Momentan lebe ich nur noch mit „Restsymptomen“ dieser Krankheiten und beginne das Leben wieder zu genießen. Auf meinem Blog schreibe ich über meine Erfahrungen mit psychischen Krankheiten, versuche mit Vorurteilen aufzuräumen, Wege zu einem gesünderen Leben zu finden und ich berichte über alles, was sich in meiner Lebenswelt so abspielt. Werdet inspiriert und motiviert ebenfalls euren Weg zu finden und euch selbst zu akzeptieren! Denn eure Lebenswelt ist lebenswert!

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