Achtsam essen – (2) Nasenhunger

In meinem Post Achtsam essen – Was ist das? erwähne ich bereits, dass es 7 verschiedene Arten von Hunger gibt: (1) Augenhunger, (2) Nasenhunger, (3) Mundhunger, (4) Magenhunger, (5) Zellhunger, (6) geistiger Hunger und (7) Herzhunger.

Heute wenden wir uns dem Nasenhunger zu.mandala-2093725_1920.png

„Den kann ich nicht riechen!“ Diese Redensart führt uns schon in die Richtung in der uns im Alltag unser Geruchssinn am häufigsten bewusst wird, nämlich wenn wir Unangenehmes oder Schlechtes riechen. Außerdem ist unsere Nase nicht so fein wie z.B. die eines Hundes und braucht dementsprechend stärkere Reize, um getriggert zu werden.

Jedes Lebensmittel hat einen bestimmten Geruch. Diesen Geruch haben wir im Kindesalter im Zusammenhang mit Geschmack und Aussehen in unserem Gedächtnis abgespeichert. Eine Erdbeere ist beispielsweise für uns dann eine Erdbeere, wenn sie den Kriterien rot, fruchtig und süßlich riechend entspricht.

Unsere Nase arbeitet eng mit unserem Geschmackssinn zusammen. Daher wird der Geruchssinn auch oft übersehen. Wenn der Duft von Lebensmitteln unsere Nase entzückt, haben heutzutage häufig künstliche Aromen die Finger im Spiel.

Mit dem Nasenhunger achtsam umzugehen, hängt jedoch nicht zwangsläufig mit dem Essensvorgang zusammen. Der erste Schritt ist, wie immer, sich dem Nasenhunger erst einmal bewusst zu werden. Wir können hier experimentieren und unserer Nase verschiedenste Lebensmittel zum „erschnuppern“ darbieten. Oft merken wir erst so, dass manche Speisen, die wir täglich essen, einfach abscheulich riechen oder in unserer Vorstellung anders gerochen haben.

Vor jeder Mahlzeit einmal bewusst an ihr zu riechen (zugegeben in der Öffentlichkeit ist diese Übung nur bis zu einem gewissen Grad angebracht) kann den Auftakt zu einem gelungenen Essen liefern.

Literaturempfehlung:

Grundlage dieses Posts, war das sehr empfehlenswerte Buch Achtsam essen von Jan Chozen Bays.

Autor: Lebenswelt

Herzlich willkommen in meiner Lebenswelt! Ich bin Julia (21) und in meinem Leben habe ich schon die Diagnosen Magersucht, Binge Eating, Depression und soziale Phobie bekommen. Momentan lebe ich nur noch mit „Restsymptomen“ dieser Krankheiten und beginne das Leben wieder zu genießen. Auf meinem Blog schreibe ich über meine Erfahrungen mit psychischen Krankheiten, versuche mit Vorurteilen aufzuräumen, Wege zu einem gesünderen Leben zu finden und ich berichte über alles, was sich in meiner Lebenswelt so abspielt. Werdet inspiriert und motiviert ebenfalls euren Weg zu finden und euch selbst zu akzeptieren! Denn eure Lebenswelt ist lebenswert!

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