Ich bin langweilig

Ich drinke weder Alkohol, noch Kaffee, ich rauche nicht, ich gehe nicht auf Partys, ich war noch nie in einer Disco, ich esse kein Fleisch und der ideale Abend findet für mich zu Hause mit Tee und Buch statt – kurz um: Ich bin langweilig.

Langeweile bedeutet für mich etwas Negatives. Ein Zustand der als faul und unproduktiv gilt. Langeweile ist passiv und wer passiv ist, leistet nichts. Diese Ansicht ist in meinem Kopf festgebrannt.

Ein Teil meines Kopfes weiß, dass Langeweile auch positive Seiten hat. Zum Beispiel, langweilt mich eine Vorlesung, dann weiß ich, dass mich das behandelte Thema nicht sonderlich interessiert. Habe ich in meiner Freizeit Langeweile, wird mir klar, dass ich meine Zeit aktiver gestalten und mir vielleicht ein neues Hobby suchen sollte.

Jeder erlebt Langeweile. Den Unterschied macht der Umgang damit. Erlebe ich Langeweile, endet das oft in ungesunden Verhaltensweisen. Ich esse dann oft. Dieses Verhalten ist aus Gewohnheit entstanden. Wenn ich esse, bin ich zumindest produktiv. Ich mache etwas. Ob es mir schadet ist mir in dem Moment egal. Das große Problem daran? Exzessives Essen dauert bei mir maximal eine halbe Stunde. Nach dieser Zeit ist mir erneut langweilig und zusätzlich quält mich das schlechte Gewissen zu viel gegessen zu haben.

Eine gesunde Art mit Langeweile, ist sie zu akzeptieren. Diese Emotion zu ertragen und passiv zu bleiben. Ich versuche dann mich ruhig hinzusetzen und zu spüren wie sich Langeweile für mich anfühlt. Auch das Bewusstsein, dass diese Emotion nicht ewig anhalten wird beruhigt.

Eine andere Möglichkeit ist die Langeweile durch positives Verhalten zu beenden. Klingt einfacher als es ist. Wer kennt das nicht? Während man in Arbeit, Uni oder Schule viel Stress hat, fallen einem tausend Sachen ein, die man machen könnte, hätte man nur Zeit dafür. Hat man die Zeit dann ist der Kopf leer und die Ideen weg.

Eine Lösung wäre vorab eine Liste zu schreiben mit Dingen, die man tun kann, sollte einem langweilig werden. Meine würde im Moment so aussehen:

  • Lesen
  • Häkeln
  • Blogpost schreiben
  • Spazieren gehen
  • Singen
  • Aufräumen

Fazit: Langeweile ist eine alltägliche Emotion, die wie jede andere wichtig ist und mit der richtigen Reaktion können wir Langeweile sogar zu unserem Vorteil nutzen.

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Wie oft erlebt ihr Langeweile und wie geht ihr damit um? Wie würde eure „Anti-Langeweile-Liste“ aussehen?

Autor: Lebenswelt

Herzlich willkommen in meiner Lebenswelt! Ich bin Julia (21) und in meinem Leben habe ich schon die Diagnosen Magersucht, Binge Eating, Depression und soziale Phobie bekommen. Momentan lebe ich nur noch mit „Restsymptomen“ dieser Krankheiten und beginne das Leben wieder zu genießen. Auf meinem Blog schreibe ich über meine Erfahrungen mit psychischen Krankheiten, versuche mit Vorurteilen aufzuräumen, Wege zu einem gesünderen Leben zu finden und ich berichte über alles, was sich in meiner Lebenswelt so abspielt. Werdet inspiriert und motiviert ebenfalls euren Weg zu finden und euch selbst zu akzeptieren! Denn eure Lebenswelt ist lebenswert!

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