Warum essen wir?

fruits-82524_1920Warum essen wir überhaupt? Für die meisten Menschen gibt es dazu eine klare Antwort: Essen ermöglicht das Überleben.

So simpel ist es im Prinzip. Zumindest war es das früher so, als wir noch in keiner Überflussgesellschaft lebten und weder Wissenschaft noch Medien uns beeinflussten.

In Fernsehen, Internet und auf sozialen Plattformen kämpfen immer wieder neue Themen aus dem Bereich Ernährung und Gesundheit um unsere Aufmerksamkeit. Jede Woche prangt auf den Titelseiten von Frauenmagazinen eine neue Diät: Low Carb, High Carb, Erdbeerdiät, Eiweißshake-Diät, vegan oder „Essen wie in der Urzeit“.

Diese Diäten werden nicht oder von verfälschten Wissenschaften gestützt. Oder auch anders formuliert: Klar nehme ich ab, esse ich die Mengen eines Kleinkindes und dann ist es egal, ob ich 100g Rindfleisch oder 100g reine Butter pro Tag verspeise. Kalorienmäßig ist beides zu wenig. (Nährstofftechnisch existiert natürlich ein Unterschied und ich bin auch kein Verfechter des Ansatzes „Calories in vs. Calories out“).

So werden wir täglich mit neuer Information gefüttert, die sich nicht nur wiederspricht, sondern viele Menschen in ein gestörtes Essverhalten treibt. Und ich meine damit noch gar nicht explizit Essstörungen, sondern den „Wahn ums Essen“, dem gefühlt bereits jeder in einer gewissen Form verfallen ist.

Der eine isst kein Obst mehr, weil es dick macht; Schokolade ist ok, solange sie dunkel ist; Milch ist wichtig für gesunde Knochen. Beim anderen muss alles fair gehandelt und bio sein. Kauft man kein Bio-Obst kann man gleich anstatt Obst, Chips kaufen, ist ja sowieso alles mit Pestiziden vergiftet. Produkte aus Übersee sind per se schlecht und das teurere Produkt ist immer das bessere.

Schon klar, jeder hat seine Vorlieben, man muss sich nur fragen, wer diese Vorlieben steuert. Man selbst oder die Lebensmittel- und Medienwirtschaft?

 

Autor: Lebenswelt

Herzlich willkommen in meiner Lebenswelt! Ich bin Julia (21) und in meinem Leben habe ich schon die Diagnosen Magersucht, Binge Eating, Depression und soziale Phobie bekommen. Momentan lebe ich nur noch mit „Restsymptomen“ dieser Krankheiten und beginne das Leben wieder zu genießen. Auf meinem Blog schreibe ich über meine Erfahrungen mit psychischen Krankheiten, versuche mit Vorurteilen aufzuräumen, Wege zu einem gesünderen Leben zu finden und ich berichte über alles, was sich in meiner Lebenswelt so abspielt. Werdet inspiriert und motiviert ebenfalls euren Weg zu finden und euch selbst zu akzeptieren! Denn eure Lebenswelt ist lebenswert!

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