Ich hasse den Sommer!

Jedes Jahr im Frühling, wünsche ich mir den Winter zurück! Im Sommer verlasse ich aufgrund der Hitze das Haus nur notwendigerweise. Im Herbst hebt sich meine Stimmung, mit der Aussicht auf kalte, nasse und neblige Tage!

Das klingt eigenartig? Ist es auch! Ich hasse die Sonne und alles, was mit warmem Wetter zu tun hat. Bevor ihr jetzt denkt ich komme von einem andern Stern, möchte ich hier ein paar Gründe für meinen „Sommerhass“ aufführen:

  • Heißes Wetter = kurze Klamotten. Dass ich mit meinem Körper unzufrieden bin, ist ein offenes Geheimnis. Im Winter erlaubt es mir die Gesellschaft meinen Körper in weiten Pullis und Jacken zu verstecken. Klettert das Thermometer nach oben, schrumpft auch unsere Kleidung systematisch. Ihr glaubt gar nicht wie viel Stress ich jedes Jahr habe, T-Shirts zu finden, die mich verstecken.  Jeden Sommer höre ich: „Ist dir mit der langen Hose nicht heiß?“ Ja, natürlich schwitze ich wie ein Affe (nichts gegen Affen ;)), aber meine fetten Waden bleiben auf jeden Fall gut verborgen. Den Höhepunkt dieses „Verstecken-Spielens“ stellt das Schwimmbad da. Ich hatte schon Jahre keine Badekleidung mehr an. Ich besitze nicht mal einen passenden Bikini…
  • Der Sommer bringt Erinnerungen. In meiner Kindheit war der Sommer immer die Zeit, wo wir mit der Familie weggefahren sind. Diese unbeschwerten Erinnerungen tun weh, wenn ich daran denke, dass ich nie wieder einen solch unbeschwerten Sommer haben werde wie damals.
  • Bei Sonne sind viele Leute draußen. Der Alptraum eines jeden Sozialphobikers. Vermutlich auch der Grund dafür, weshalb ich es liebe bei Regen rauszugehen.
  • Ich hasse es zu schwitzen. Und da mir sehr schnell heiß wird, weil mein Stoffwechsel grundsätzlich immer total im Arsch ist und ich die Kondition eines Steins habe, verdamme ich alle Temperaturen über 15 Grad.

 

 

 

17 Gedanken zu “Ich hasse den Sommer!

  1. Früher war der Sommer auch total schlimm für mich, vor allem wegen den SVV-Narben, die ich immer verstecken musste. Inzwischen nehme ich es etwas lockerer. Kurze Hosen trage ich keine mehr, aber ein T-Shirt kann ich inzwischen tragen. Aber ich weiss, wie es ist, wenn man schwitzt und immer lange Kleider tragen muss.

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  2. Deine Gründe kann ich sehr gut nachvollziehen. Allerdings gehöre ich zu den Menschen, die beständig frieren und denen es einfach nicht heiß genug sein kann, unter zu dicker Kleidung fühle ich mich in meiner Bewegungsfreiheit aber extrem eingeschränkt. So richtig wache ich aus meiner Winterstarre erst ab 27 Grad im Schatten auf und habe spätestens ab Mitte/Ende Juli Angst, dass das Frieren bald wieder losgeht. Ich habe zum Glück aber keine Narben, die ich verstecken will und habe daher weniger Sorgen mit meiner Bekleidung.
    Gerade versuche ich, durch Achtsamkeit und genaue Beobachtung der Natur, an jedem Wetter und jeder Jahreszeit Gefallen zu finden. Bedingt klappt es.
    Alles Gute für Dich!

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  3. Tatjana

    Hach, ich fühle mich wunderbar verstanden 🙂 Ich war auch schon immer das Windermädel, die Komische^^ Aber ich bin nun mal hitzeempfindlich. Und Schwitzen ist furchtbar nervig! Dann kann man den ganzen Tag bloß auf dem Sofa liegen und vor sich hindunsten. Toll. Ich frage mich auch, wie diese Menschen das machen, die bei 350 Grad im Schatten mit Jeans und 3/4-Ärmeln unterwegs sind und aussehen, als kämen sie frisch aus der Dusche! Ich liege da meist schon halbnackt in meiner eigenen Schweißpfütze…

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  4. Bei mir sind 27 Grad das Limit. Das wäre ein feiner Sommer. Seit ich in dem Hitzesommer 2015 depressiv wurde von all der Sonne und Hitze habe ich auch eine enorme Ablehnung entwickelt. Hitze mochte ich nie. Ich mag mich selbst nicht wenig bekleidet und auch andere fremde Menschen so nicht sehen. Vom Geruch in der Stadt und öffentlichen Verkehrsmitteln ganz zu schweigen. Danke, dass ich nicht alleine bin damit.
    Liebe Grüße
    „Benita“

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    1. Danke Benita, für dein Kommentar! 🙂

      Ich verstehe dich gut! Auch bei mir hat es, neben körperlichen, auch viele psychische Gründe, dass ich Hitze nicht mag. Am Sonntag war ich wieder den ganzen Tag in der Wohnung, weil ich nicht raus in die Sonne wollte…

      Alles Liebe, Julia

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  5. Pingback: Das Leben überfordert mich – Lebenswelt

  6. Anonymous

    Der Bericht könnte 1:1 von mir stammen!!! Genauso fühle ich mich jeden „tollen“ Tag in diesem „Jahr hundertsommer“, bin froh wenn ich mein Kalenderblatt auf Oktober schlagen darf!!!!

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  7. sven

    Danke für diesen Beitrag. Es tut so gut, zu hören, dass nicht alle der Mainstream-Ideologie vom sogenannten schönen Wetter zustimmen. Während sich Herbst und Frühjahr sang- und klanglos aus den Jahreszeiten verabschieden, feiern deutsche Meteorologen den Endlossommer, der sich von April bis September hinzieht und schwärmen von Badeseen, Grillen und Gradzahlen. Bei den immensen gesundheitlichen Problemen, die mir die quasi ungebremste Sonne von März bis September in alljährlich steigendem Form bereitet, bin ich auf all dies nicht scharf. Während im Winter jeder übers Wetter jammern darf, obwohl der richtige Winter ohnehin ausbleibt, werden Personen, die unter dem aktuellen Sommer leiden, als Jammerlappen abgetan. Nun ja. Der nächste November naht bestimmt. Freuen wir uns drauf.

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    1. Ich finde es auch immer schön zu hören, dass nicht alle Menschen den Sommer feiern. Denn, wie du sagst, man darf ja gar nicht sagen, dass man diese heißen Temperaturen leid ist. Man wird da selten verstanden. Dabei hab ich auch regelmäßig mit Kreislaufproblemen zu kämpfen, wenn es so warm ist. Das trau ich mich dann noch weniger sagen, weil ich das in meinem Alter ja noch nicht haben sollte. Aber du hast vollkommen recht: Freuen wir uns darauf, wenn die Temperaturen wieder runter gehen! Liebe Grüße, Julia

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