Ich hasse den Sommer!

Jedes Jahr im Frühling, wünsche ich mir den Winter zurück! Im Sommer verlasse ich aufgrund der Hitze das Haus nur notwendigerweise. Im Herbst hebt sich meine Stimmung, mit der Aussicht auf kalte, nasse und neblige Tage!

Das klingt eigenartig? Ist es auch! Ich hasse die Sonne und alles, was mit warmem Wetter zu tun hat. Bevor ihr jetzt denkt ich komme von einem andern Stern, möchte ich hier ein paar Gründe für meinen „Sommerhass“ aufführen:

  • Heißes Wetter = kurze Klamotten. Dass ich mit meinem Körper unzufrieden bin, ist ein offenes Geheimnis. Im Winter erlaubt es mir die Gesellschaft meinen Körper in weiten Pullis und Jacken zu verstecken. Klettert das Thermometer nach oben, schrumpft auch unsere Kleidung systematisch. Ihr glaubt gar nicht wie viel Stress ich jedes Jahr habe, T-Shirts zu finden, die mich verstecken.  Jeden Sommer höre ich: „Ist dir mit der langen Hose nicht heiß?“ Ja, natürlich schwitze ich wie ein Affe (nichts gegen Affen ;)), aber meine fetten Waden bleiben auf jeden Fall gut verborgen. Den Höhepunkt dieses „Verstecken-Spielens“ stellt das Schwimmbad da. Ich hatte schon Jahre keine Badekleidung mehr an. Ich besitze nicht mal einen passenden Bikini…
  • Der Sommer bringt Erinnerungen. In meiner Kindheit war der Sommer immer die Zeit, wo wir mit der Familie weggefahren sind. Diese unbeschwerten Erinnerungen tun weh, wenn ich daran denke, dass ich nie wieder einen solch unbeschwerten Sommer haben werde wie damals.
  • Bei Sonne sind viele Leute draußen. Der Alptraum eines jeden Sozialphobikers. Vermutlich auch der Grund dafür, weshalb ich es liebe bei Regen rauszugehen.
  • Ich hasse es zu schwitzen. Und da mir sehr schnell heiß wird, weil mein Stoffwechsel grundsätzlich immer total im Arsch ist und ich die Kondition eines Steins habe, verdamme ich alle Temperaturen über 15 Grad.

 

 

 

23 Gedanken zu “Ich hasse den Sommer!

  1. Ich kann es verstehen. Ich mag den Sommer auch nicht. Alles, was über 20 Grad ist, ist mir zu warm, zu heiß, zu unerträglich. Wenn ich es jemand erzähle, ernte ich auch nur Unverständnis. Aber so isses nun mal.

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  2. Früher war der Sommer auch total schlimm für mich, vor allem wegen den SVV-Narben, die ich immer verstecken musste. Inzwischen nehme ich es etwas lockerer. Kurze Hosen trage ich keine mehr, aber ein T-Shirt kann ich inzwischen tragen. Aber ich weiss, wie es ist, wenn man schwitzt und immer lange Kleider tragen muss.

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  3. Deine Gründe kann ich sehr gut nachvollziehen. Allerdings gehöre ich zu den Menschen, die beständig frieren und denen es einfach nicht heiß genug sein kann, unter zu dicker Kleidung fühle ich mich in meiner Bewegungsfreiheit aber extrem eingeschränkt. So richtig wache ich aus meiner Winterstarre erst ab 27 Grad im Schatten auf und habe spätestens ab Mitte/Ende Juli Angst, dass das Frieren bald wieder losgeht. Ich habe zum Glück aber keine Narben, die ich verstecken will und habe daher weniger Sorgen mit meiner Bekleidung.
    Gerade versuche ich, durch Achtsamkeit und genaue Beobachtung der Natur, an jedem Wetter und jeder Jahreszeit Gefallen zu finden. Bedingt klappt es.
    Alles Gute für Dich!

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  4. Tatjana

    Hach, ich fühle mich wunderbar verstanden 🙂 Ich war auch schon immer das Windermädel, die Komische^^ Aber ich bin nun mal hitzeempfindlich. Und Schwitzen ist furchtbar nervig! Dann kann man den ganzen Tag bloß auf dem Sofa liegen und vor sich hindunsten. Toll. Ich frage mich auch, wie diese Menschen das machen, die bei 350 Grad im Schatten mit Jeans und 3/4-Ärmeln unterwegs sind und aussehen, als kämen sie frisch aus der Dusche! Ich liege da meist schon halbnackt in meiner eigenen Schweißpfütze…

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  5. Bei mir sind 27 Grad das Limit. Das wäre ein feiner Sommer. Seit ich in dem Hitzesommer 2015 depressiv wurde von all der Sonne und Hitze habe ich auch eine enorme Ablehnung entwickelt. Hitze mochte ich nie. Ich mag mich selbst nicht wenig bekleidet und auch andere fremde Menschen so nicht sehen. Vom Geruch in der Stadt und öffentlichen Verkehrsmitteln ganz zu schweigen. Danke, dass ich nicht alleine bin damit.
    Liebe Grüße
    „Benita“

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    1. Danke Benita, für dein Kommentar! 🙂

      Ich verstehe dich gut! Auch bei mir hat es, neben körperlichen, auch viele psychische Gründe, dass ich Hitze nicht mag. Am Sonntag war ich wieder den ganzen Tag in der Wohnung, weil ich nicht raus in die Sonne wollte…

      Alles Liebe, Julia

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  6. Pingback: Das Leben überfordert mich – Lebenswelt

  7. Anonymous

    Der Bericht könnte 1:1 von mir stammen!!! Genauso fühle ich mich jeden „tollen“ Tag in diesem „Jahr hundertsommer“, bin froh wenn ich mein Kalenderblatt auf Oktober schlagen darf!!!!

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      1. Christine Hanack

        Hallo, wir haben zwar inzw.2019.Der Sommer steht vor der Tür und ich habe jetzt schon Angst davor.Kann ihn nicht ausstehen, hasse ihn mit seiner Hitze, Schwüle, den Schweissausbrüchen, dem Gestank nach Schweiss und diesen ekelhaften Grillgerüchen.

        Ich kann und mag nicht jeden Tag die Sonne sehen. Ich verstehe diese Sommereuphorie nicht, schon dieses Frühlingsgetue geht mir total auf die Nerven. Ich hasse es zu schwitzen. Zwar friere ich auch leicht, aber beim Frieren kann man sich erwärmen. Wenn man schwitzt, hilft doch nichts, gar nichts.Jede Bewegung ist zuviel.Im Sommer ist alles laut, grell, aggressiv!!!

        Mein Gott, viell.bin ich bekloppt, aber im Herbst fühle ich mich wohler.Mag auch keine Sommerkleidung, hasse es, zuviel Haut zu zeigen, obwohl ich keine unmögliche Figur habe.Ich bevorzuge dennoch bedeckte Kleidung.

        Allerdings habe ich Lipödeme, die machen mir im Sommer total zu schaffen.Habe dann das Gefühl, meine Beine platzen auf! Und dann soll ich auch noch Kompressionsstrumpfhosen tragen. Also, da würde ich auf der Stelle tot umfallen bei der Hitze, Schwüle.

        Am liebsten würde ich in den Norden entfliehen, geht aber nicht.

        Doch ich bin immer erleichtert, wenn dieser verdammt Sommer vorüber ist und bereits Ende Dezember graut es mich schon wieder davor.

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      2. Ich kann jedes Wort, das du schreibst so gut nachempfinden. Ich habe das Gefühl, dass mein Hass gegen den Sommer immer schlimmer wird. Leute sagen mir dann, dass ich es mir nur einrede diese Jahreszeit nicht zu mögen. So wenig können sie es nachvollziehen. Da habe ich dann auch schon mal oft das Gefühl irgendwie nicht ganz normal zu sein.

        Ich habe schon jetzt immer die Vorhänge zugezogen, wenn draußen die Sonne scheint, weil es mir zu grell ist. Es sind immer so viele Menschen draußen und wie du schreibst, es ist alles zu viel! Und schwitzen ist für mich das schlimmste. Und weil ich knappe Kleidung hasse und immer zu viel an habe, schwitze ich noch mehr. Es ist ein Teufelskreislauf.

        Ich wünsche uns beiden, dass der Sommer schnell vorüber geht!

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  8. sven

    Danke für diesen Beitrag. Es tut so gut, zu hören, dass nicht alle der Mainstream-Ideologie vom sogenannten schönen Wetter zustimmen. Während sich Herbst und Frühjahr sang- und klanglos aus den Jahreszeiten verabschieden, feiern deutsche Meteorologen den Endlossommer, der sich von April bis September hinzieht und schwärmen von Badeseen, Grillen und Gradzahlen. Bei den immensen gesundheitlichen Problemen, die mir die quasi ungebremste Sonne von März bis September in alljährlich steigendem Form bereitet, bin ich auf all dies nicht scharf. Während im Winter jeder übers Wetter jammern darf, obwohl der richtige Winter ohnehin ausbleibt, werden Personen, die unter dem aktuellen Sommer leiden, als Jammerlappen abgetan. Nun ja. Der nächste November naht bestimmt. Freuen wir uns drauf.

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    1. Ich finde es auch immer schön zu hören, dass nicht alle Menschen den Sommer feiern. Denn, wie du sagst, man darf ja gar nicht sagen, dass man diese heißen Temperaturen leid ist. Man wird da selten verstanden. Dabei hab ich auch regelmäßig mit Kreislaufproblemen zu kämpfen, wenn es so warm ist. Das trau ich mich dann noch weniger sagen, weil ich das in meinem Alter ja noch nicht haben sollte. Aber du hast vollkommen recht: Freuen wir uns darauf, wenn die Temperaturen wieder runter gehen! Liebe Grüße, Julia

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  9. Stephan

    Julia, vielen, vielen Dank für deinen Betrag. Ich dachte schon, ich bin alleine auf der ganzen Welt mit meinem Sommerhass. Insbesondere nach den Sommern von 2015 und dem Höllensommer 2018 hat sich meine eh schon vorhandene Abneigung in einen richtig ausgewachsenen Hass gesteigert. Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, was an ständiger Sonne und Hitze so toll sein soll. Aber, wenn man nicht in das allgemeine fast debile Gejubel über unerträgliches Wetter mit einstimmt, wird man ja für verrückt erklärt. Was ist denn an Temperaturen über 30°C so schön? Bei mir ist bei 20°C Schluss. Alles darüber ist mir einfach zu warm. Ab 25°C finde ich es dann einfach nur noch unerträglich und ich bekomme Kreislaufprobleme. Und kann mir mal jemand verraten, wie man im Sommer vernünftig schlafen soll? Was ist an lauen Sommernächten so schön? Man schwitzt sich halbtot und kann nicht schlafen. Richtig dunkel wird es erst erst sehr spät oder gar nicht und dann geht der grelle gelbe Fusionsball auch schon gleich wieder auf. Und jetzt geht es schon wieder mit dieser Höllenzeit los. Ich bin froh, wenn endlich wieder richtig Herbst und Winter ist. Wenn es kalt ist, kann man sich was anziehen und wenn es dunkel ist, macht man einfach das Licht an.

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    1. Schön, dass ich dir mit meinem Beitrag ein bisschen das Gefühl geben konnte nicht allein zu sein mit dem Sommerhass. Ich glaube tatsächlich, dass es so einige Menschen gibt, die Temperaturen jenseits der 20° C nicht so toll finden. Aber leider ist es genauso wie du schreibst: wenn man das laut ausspricht, wird man von den Sonnenanbetern gleich schief angeschaut. Lass uns hoffen, dass dieser Sommer nicht ganz so heiß wird wie der letzte und dass der Herbst wieder schnell vor der Tür steht!

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  10. Sophie

    Ich mag den Sommer auch nicht (mehr). Früher mochte ich Sommer sehr gerne, aber damals waren auch Temperaturen jenseits der 35°C unvorstellbar. Ich bin zwar gerne draußen und immer noch durchaus vorzeigbar, aber diese Hitzewellen der vergangenen Sommer bereiten mir sowohl körperlich als auch psychisch Schwierigkeiten. Bei Hitze kann man mit mir eigentlich so gut wie nix mehr anfangen, ich hänge irgendwo völlig antriebslos und total schlapp in einer Ecke und schmore in meiner eigenen Schweißpfütze. Igitt! Milde und gemäßigte Sommer mag ich zwar nach wie vor, aber so heiße Sommer wie wir sie während den letzten Jahren hatten, hasse ich wie die Pest!

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    1. Ich finde die Sommertemperaturen, die wir mittlerweile haben, auch extrem anstrengend. Ich bin dann auch zu nichts motiviert und fühle mich die ganze Zeit eklig und klebrig vom ganzen Schweiß. Außerdem macht dann mein Kreilauf auch oft schlapp, sodass ich immer Angst habe umzukippen, wenn ich irgendwo etwas länger stehen muss. Leider werden die Sommer vermutlich auch in den nächsten Jahren nicht abkühlen und wir müssen diese Hitzehölle irgendwie überstehen.

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