Keine Macht dem Widerstand?

Ich führe einen täglichen Kampf! Einen Kampf gegen etwas, dass immer größer zu werden scheint, umso mehr ich ankämpfe. Wie eine dunkle Wand steht es zwischen allem, was ich erreichen will, hält mich von meinen Zielen ab. Es versucht mich zu absorbieren und die Macht über mich zu gewinnen! Darf ich vorstellen: Mein „Freund“ der Widerstand!

freedom-1886402_1920.jpgIch glaube, dass diese Beziehung mit meinem inneren Widerstand schon früh aus der Balance geraten ist. Schon als Kind musste ich gegen dieses mir damals noch unbekannte ankämpfen, um meine Hobbys durchzuziehen und meine Ziele zu erreichen. Besonders in der Pubertät wurde das schlimmer und es hält bis heute an.

Dieser Widerstand hält mich von vielen Dingen ab. Zum Beispiel hat er mich lange davon abgehalten mit diesem Blog zu starten. Und vor jedem Beitrag, den ich schreibe meldet er sich kurz und erschwert mir das Schreiben.

Bisher habe ich diesen Widerstand als Feind gesehen, wollte ihn nicht haben und verdrängen, ähnlich wie meine unangenehmen Gefühle. Doch meine letzte Therapiesitzung hat meinen Blick etwas verändert.

Mir wurde bewusst, dass mein Widerstand tatsächlich hilfreich sein kann. Wenn ich lerne mit ihm zusammenarbeiten, dann kann sogar eine förderliche Beziehung entstehen. Nehme ich meinen Widerstand als Alarmanlage war, meldet er sich immer, wenn er denkt auf mich aufpassen zu müssen, mich warnen zu müssen vor den negativen Konsequenzen, die meine Handlungen haben können.

Ihn nicht zu ignorieren, sondern zu hören bedeutet mich selbst und meine Ängste wahrzunehmen. Denn bisher konnte ich nie sehen, dass mich mein Widerstand immer nur beschützen wollte. Ich habe gegen ihn angekämpft und dadurch unseren Kampf noch verschärft.

Ich werde in Zukunft versuchen, ihm ein offenes Ohr zu schenken und jedes Mal, wenn er sich meldet zu sagen: „ Danke für deine Warnung! Ich habe dich gehört und solltest du noch mal etwas sagen wollen, dann nur zu!“

Autor: Lebenswelt

Herzlich willkommen in meiner Lebenswelt! Ich bin Julia (21) und in meinem Leben habe ich schon die Diagnosen Magersucht, Binge Eating, Depression und soziale Phobie bekommen. Momentan lebe ich nur noch mit „Restsymptomen“ dieser Krankheiten und beginne das Leben wieder zu genießen. Auf meinem Blog schreibe ich über meine Erfahrungen mit psychischen Krankheiten, versuche mit Vorurteilen aufzuräumen, Wege zu einem gesünderen Leben zu finden und ich berichte über alles, was sich in meiner Lebenswelt so abspielt. Werdet inspiriert und motiviert ebenfalls euren Weg zu finden und euch selbst zu akzeptieren! Denn eure Lebenswelt ist lebenswert!

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