Nach Hause kommen und erst mal essen

Seit ich in der Schule bin, sah mein Tagesablauf so aus: nach Hause kommen und dann essen, egal, ob Mittagessen, Abendessen oder (großen) Snack.

Im Gymnasium hatte ich oft den ganzen Tag nichts gegessen (und das war VOR meiner Magersucht). Als ich dann am Abend nach Hause kam, habe ich mich sofort daran gemacht etwas zu essen. Oft hatte meine Mutter etwas liebevoll zubereitet oder ich habe mich mit Müsli vollgestopft. Wobei es KEIN Binge Eating war! Ich hab dieses Verhalten nicht versteckt und auch großteils akzeptiert.

Dieses Verhalten wiederholte sich und die Spur in meinem Hirn wurde immer stärker. Dies  in der Psychologie als Konditionierung bekannte Phänomen ist nicht selten. Es macht einen großen Teil unseres Lernens aus.Diese Konditionierung kann aber nicht nur, wie in meinem Fall, zu negativem Verhalten führen. Genauso kann ich mir antrainieren langsam und bewusst zu essen. Das Problem daran ist, dass ich dafür sehr viel Geduld brauche. Und die habe ich nicht!

Die Vernetzung in meinem Hirn zu verändern erfordert viele Wiederholungen und alte Pfade zu verwischen, braucht viel Ignoranz diesen Verhaltensdrängen gegenüber. Stellt sich zum Beispiel wieder einmal der Drang zum Essen sein, müsste ich stark genug sein diesem Drang zu wiederstehen um die Konditionierung schwächer zu machen.

Das gelingt mir manchmal, aber leider noch zu selten. Aber ich bleib dran und es hat sich schon um einiges gebessert. 🙂

Ein Gedanke zu “Nach Hause kommen und erst mal essen

  1. Pingback: Studieren mit Essstörung – Lebenswelt

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