So wirst du zum Sozialphobiker! (#achtungironie)

  1. Die Meinung anderer Menschen ist das wichtigste überhaupt! Verhalte dich möglichst immer so, wie es die Leute von dir erwarten!
  2. Sobald du das Haus verlässt spanne deinen kompletten Körper an, so als müsstest du gleich um dein Leben kämpfen!
  3. Wenn es dir irgendwie möglich ist besorge dir den Unsichtbarkeitsmantel von Harry Potter! Denn dein höchstes Ziel ist es in der Masse zu verschwinden.
  4. Verlasse das ganze Wochenende nur die Wohnung, wenn so mieses Wetter draußen ist, dass du bestimmt niemanden begegnest (frühmorgens oder spätabends ist auch immer ein guter Tipp)
  5. Trage am besten nur schwarze und graue Kleidung! Das macht dich unsichtbarer (siehe Punkt 3).
  6. Richte deine Augen so oft es geht auf den Boden, um Augenkontakt zu vermeiden!
  7. Leg dir immer ein paar gute Ausreden zurecht, warum du am Samstag nicht mit zur Party kommen kannst!
  8. Tue alles um keinen Vortrag halten zu müssen! (Nicht erlaubt: Tod vortäuschen!)
  9. Behalte deine Meinung für dich und gebe immer den anderen Recht oder nicke zumindest zustimmend!
  10. Wenn du etwas sagst, leg dir die Worte in deinem Kopf vorher so genau zurecht, dass du dich auch morgen noch daran erinnerst! So verhindert du peinliche Versprecher!
  11. Gehe nicht ran, wenn du angerufen wirst, sondern antworte fünf Minuten später mit einer Nachricht, was denn los war!
  12. Ergreife nie das Wort, wenn du in einer Gruppe von drei oder mehr Leuten bist! Wir wollen doch nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, oder?
  13. Freue dich jedes Mal mega, wenn eine Verabredung abgesagt wird! Yeah, heute muss ich nicht mehr unter Menschen! YES!
  14. Beziehe jede Kleinigkeit auf dich! Die zwei Mädels hinter dir im Bus, kichern ständig. Natürlich lachen sie über dich!
  15. Am Abend, wenn du dann allein bist, vermisst du trotz allem das Gefühl von Menschen geliebt und geschätzt zu werden! Gleichzeitig denkst du aber auch schon wieder daran wie du den morgigen Tag möglichst unsichtbar überstehst!


 

WICHTIG: Sollte jemand noch nicht verstanden haben, dass dieser Beitrag nicht ernst gemeint ist, sag ich es noch einmal: Ich wollte nur von meinen Erfahrungen mit sozialer Phobie erzählen und das auf eine humorvolle Art und Weise! Denn Humor hilft mir manchmal eine andere Sicht auf die Dinge zu werfen. Ich will damit niemanden angreifen oder mich gar über psychische Krankheiten lustig machen. Eine soziale Phobie ist ernst zu nehmen und kann zu erheblichen Leiden führen! Ich spreche da aus eigener Erfahrung!

Autor: Lebenswelt

Herzlich willkommen in meiner Lebenswelt! Ich bin Julia (21) und in meinem Leben habe ich schon die Diagnosen Magersucht, Binge Eating, Depression und soziale Phobie bekommen. Momentan lebe ich nur noch mit „Restsymptomen“ dieser Krankheiten und beginne das Leben wieder zu genießen. Auf meinem Blog schreibe ich über meine Erfahrungen mit psychischen Krankheiten, versuche mit Vorurteilen aufzuräumen, Wege zu einem gesünderen Leben zu finden und ich berichte über alles, was sich in meiner Lebenswelt so abspielt. Werdet inspiriert und motiviert ebenfalls euren Weg zu finden und euch selbst zu akzeptieren! Denn eure Lebenswelt ist lebenswert!

3 Kommentare zu „So wirst du zum Sozialphobiker! (#achtungironie)“

  1. Hallo Julia,
    genau so sieht es aus. Ironie hin, Ironie her … Von dieser Sorte Mensch gibt es unsagbar viele, auch wenn es die meisten lachend wegwischen. Gesellschaftskritisch zu sein gleicht fast schon einem Verbrechen, welches man legal in unser Gesellschaft – mit strafender Ablehnung und scheuklappenartige Ignoranz als Konzequenz – umsetzen darf.
    Ist das nicht kontrovers? Wir leben in einem Rechtsstaat mit einem Recht (deshalb Rechtsstaat) auf freie Meinungsäußerung. Gebrauch machen die wenigsten davon, aus Angst – ja wo vor denn eigentlich? Die Masse ist immer das Sicherste, aber wehe es passiert etwas, was von der Massennorm abweicht … Geschrei …
    Viele Grüße
    Michaela

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, vollkommen richtig. Ich finde es selber immer wieder schwierig einen solchen Text zu schreiben ohne, dass sich jemand angegriffen fühlt. Gleichzeitig denke ich, dass immer zu erzählen wie gefährlich Psychische Krankheiten sind oft zur Abschreckung führt sich tatsächlich mit dem Thema auseinanderzusetzen, wenn man nicht betroffen ist (obwohl sie natürlich zweifellos gefährlich im Sinne von (meist selbst)gefährdend sind.) Ich denke, wenn man über solch ein schwieriges Thema spricht muss man auch mit Gegenwind rechnen und akzeptieren, dass jeder eine andere Meinung hat. Alles Liebe, Julia

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