Durch gute Taten zum Glück! – Positive Psychologie

Glückliche Menschen sind hilfsbereiter und freundlicher im Umgang mit ihren Mitmenschen. Diese Erkenntnis dürfte niemanden großartig überraschen. Jedoch hat nun die amerikanische Wissenschaftlerin Sonja Lyubomirsky herausgefunden, dass es auch umgekehrt geht. Das heißt: Gutes tun, macht uns glücklich!

Jetzt sagst du vielleicht: „Aber ich bin doch gut zu meinen Mitmenschen, meistens jedenfalls! Trotzdem bin ich nicht glücklich! Die Studie ist sicher fake!“ Ob die Studie gefälscht ist oder nicht, kann ich nicht sagen, aber ich kann euch zeigen, wie die Forscher ihre Ergebnisse interpretiert haben.

Ich stehe solchen Studien selber sehr kritisch gegenüber. Wie heißt es so schön: „Vertraue keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast!“. Und jeder, der einmal im wissenschaftlichen Kontext zu tun hatte weiß, dass da mehr dran ist als einem lieb ist. Trotzdem möchte ich euch die Ergebnisse vorstellen, weil ich denke, dass gerade der Versuch sein Glück zu maximieren niemandem schaden kann. Wenn es funktioniert, sehr gut; wenn nicht, hat es auch keine schlimmen Folgen.

Also wie können uns gute Taten nun glücklich machen?

  1. Die Art und Weise der guten Tat ist ausschlaggebend

Einem verwirrten Passanten den Weg erklären, dem Mann mit Gipsbein in der U-Bahn den Platz anbieten – beides gute glückssteigernde Taten, oder? Das kommt drauf an! Wenn es für dich alltäglich ist, dass du Leuten deinen Sitz anbietest, dann trägt diese Tat nur bedingt zu deinem Glück bei. Wichtig ist, dass wir regelmäßig unsere Komfortzone verlassen und z.B. Hilfe in einer Form anbieten, die wir noch nie gemacht haben.

  1. Abwechslung bringt´s

In einer Folgestudie waren die Teilnehmer im Durchschnitt glücklicher, wenn sich die Art der guten Tat immer wieder verändert hat. Das heißt, helfen wir immer wieder einer alten Oma über die Straße, macht uns das irgendwann nicht mehr glücklich. Vielleicht sollten wir es zur Abwechslung mal mit einem alten Opa probieren! (Kleiner Scherz am Rande) 😉

  1. Gute Taten lösen im Menschen positive Gefühle aus

Verrichten wir immer wieder neue gute Taten, die für uns auch eine gewisse Herausforderung darstellen, dann empfinden wir Kontrolle über unser Leben und unsere Fähigkeiten werden uns wieder bewusster.

Und jetzt seid ihr dran! – Glücksübung:

Versucht eine gute Tat umzusetzen. Dabei geht es nicht um die Größe, das kann bereits eine kleine Aufmerksamkeit sein, eine nette Mail, eine kleine Spende oder das Anbieten eines Kaugummis. Ganz egal. Wichtig ist nur, dass es etwas Neues und Besonderes ist. Am besten macht ihr es jetzt sofort!


Schreibt mir doch gerne eure Meinungen zu der Studie in die Kommentare! Und falls ihr die Übung ausprobiert, erzählt mir auf jeden Fall wie ihr euch danach gefühlt habt! Ich freue mich schon jetzt von euch zu lesen! ❤

 

Quelle: Holle, M. (2013). Warum wird man selbst glücklicher, wenn man anderen etwas Gutes tut?. In T. Johann & T. Möller (Hrg.), Positive Psychologie im Beruf (pp 59 – 64). Wiesbaden: Springer.

Autor: Lebenswelt

Herzlich willkommen in meiner Lebenswelt! Ich bin Julia (21) und in meinem Leben habe ich schon die Diagnosen Magersucht, Binge Eating, Depression und soziale Phobie bekommen. Momentan lebe ich nur noch mit „Restsymptomen“ dieser Krankheiten und beginne das Leben wieder zu genießen. Auf meinem Blog schreibe ich über meine Erfahrungen mit psychischen Krankheiten, versuche mit Vorurteilen aufzuräumen, Wege zu einem gesünderen Leben zu finden und ich berichte über alles, was sich in meiner Lebenswelt so abspielt. Werdet inspiriert und motiviert ebenfalls euren Weg zu finden und euch selbst zu akzeptieren! Denn eure Lebenswelt ist lebenswert!

8 Kommentare zu „Durch gute Taten zum Glück! – Positive Psychologie“

    1. Vielen Dank für deine Rückmeldung Simon!

      In der Wissenschaft gibt es verschiedene Möglichkeiten Glücksempfinden von Menschen zu erfassen. In der Studie wurde es laut Lehrbuch auf eine solche Art gemacht: Die Leute mussten einen Fragebogen, der das momentane Glückserleben erfasst, ausfüllen. Dann gibst du ihnen eine Aufgabe zb dass sie jeden Tag drei Menschen helfen sollen. Nachdem sie das 14 Tage gemacht haben, wird ihnen erneut der Fragebogen vorgelegt und mit dem vor der Intervention verglichen.

      Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten zur Glückserhebung zb dass die Teilnehmer mehrmals täglich per Handy daran erinnert werden ein paar Fragen zu ihrem momentanen Glücksempfinden zu beantworten.

      Liebe Grüße, Julia ❤

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      1. Ich denke das ist ein Prozess, an dem ich auch noch arbeite! Vielleicht hilft es dir ja, wenn du dich mehrmals am Tag auf einer Skala von 1-10 fragst wie glücklich du im Moment bist und dann ein bisschen explorierst, was denn grade so war. Dann bekommst du vielleicht ein Gefühl dafür, welche Dinge dein Glück ansteigen lassen.
        Herzlichst, Julia ❤

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  1. Mich macht es schon auch glücklich, wenn ich z.B. andere Menschen anlächle und ein Lachen zurück bekomme. Oder wenn ich einer Mama in der Straba meinen Platz anbiete und sie sich darüber so sehr freut, weil es leider keine Selbstverständlichkeit mehr ist heutzutage.

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