Ich bin nicht gut zu mir…

Ich gebe gerne. Ich freue mich, wenn es anderen gut geht. Ich freue mich, wenn ich dazu beitragen kann, dass es anderen gut geht. Ich bin eine gute Freundin für andere. Problematisch? Vielleicht.

Andere sind mir oft wichtiger als ich selbst. Ich würde fast alles tun, damit es meiner Familie gut geht. Wenn ich andere leiden sehen, möchte ich dieses Leid so schnell wie möglich beenden. Dabei gibt es nur eine einzige Person mit der man sein ganzes Leben teilt.

Ich ignoriere meine Bedürfnisse, zerstöre mich selbst. Ich rede mit mir wie mit keinem anderen Menschen. Und das leider nicht im Positiven Sinn.

Ich starte immer wieder Versuche, um mich besser zu behandeln. Wie aber fast alles bei mir verläuft sich dieses Vorhaben nach nur wenigen Tagen im Sand. Ein Problem ist wahrscheinlich, dass ich mich selber nicht mag. Denn ich helfe doch auch bevorzugt anderen Menschen, die ich mag.

Sei dein bester Freund! Diesen Tipp habe ich schon in vielen Selbsthilfebüchern oder im Internet gelesen und finde den Ansatz sehr schön. Auf sich selber so zu achten wie ich es bei anderen mir wichtigen Menschen tue, scheint mir sinnvoll. Wie so oft klaffen Theorie und Praxis oft weit auseinander.

Ich bemühe mich immer wieder gut zu mir zu sein, aber momentan behandle ich mich eher wie einen entfernten Bekannten als wie einen guten Freund…

Autor: Lebenswelt

Herzlich willkommen in meiner Lebenswelt! Ich bin Julia (21) und in meinem Leben habe ich schon die Diagnosen Magersucht, Binge Eating, Depression und soziale Phobie bekommen. Momentan lebe ich nur noch mit „Restsymptomen“ dieser Krankheiten und beginne das Leben wieder zu genießen. Auf meinem Blog schreibe ich über meine Erfahrungen mit psychischen Krankheiten, versuche mit Vorurteilen aufzuräumen, Wege zu einem gesünderen Leben zu finden und ich berichte über alles, was sich in meiner Lebenswelt so abspielt. Werdet inspiriert und motiviert ebenfalls euren Weg zu finden und euch selbst zu akzeptieren! Denn eure Lebenswelt ist lebenswert!

6 Kommentare zu „Ich bin nicht gut zu mir…“

  1. Genau das kenne ich auch und auch ich versuche nach und nach, mich selbst besser wertzuschätzen. Ein hartes Stück Arbeit. Es gibt ja dieses Bibelgebot: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst. Wir sollten das genau umgekehrt handhaben: nämlich uns selbst genau so zu lieben und überhaupt zu beurteilen wie wir es mit anderen auch tun. Da wäre schon sehr viel gewonnen.

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  2. Es sind bloß die Zweifel, die dich zerfressen. Du zweifelst an dir selbst. ,,Glaub an dich!“ Ich klinge vermutlich wie die letzte halbtags Psychologin nach ihrem Mittagskaffe, aber so oft man es auch hört, die drei Worte sollte man sich wirklich einprägen und zu Herzen nehmen. ❤

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  3. Hallo liebe Julia, wie geht es dir? Wie sind deine Prüfungen verlaufen? Liebe Julia, ich kenne das Gefühl der Selbstablehnung sehr gut. An manchen Tagen gelingt es mir besser, mich so wie ich bin, wertzuschätzen, mich anzunehmen, akzeptieren. So wie ich bin, mit meinen Stärken und Schwächen. Aber es gibt auch Tage, wo das nicht möglich ist. Ich bin dann u.a. auch auf das Feedback meiner lieben Mitmenschen angewiesen.
    Liebe Julia, dieses Thema ist mein Schwachpunkt!!!! Liebe Julia, ich wünsche dir ein schönes Wochenende. Viele liebe Grüße und eine liebevolle Umarmung, Bo

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    1. Hallo liebe Bo! 🙂 Die Prüfungen waren insgesamt ok, nur brauch ich jetzt echt mal eine Pause. Ich kann gut nachvollziehen, was du schreibst. Besonders das mit dem auf das Feedback anderer angewiesen zu sein trifft bei mir sehr stark zu.
      Hab ein schönes Wochenende! Alles Liebe und eine Umarmung, Julia ❤

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