Mein Hund als sicherer Anker – Liebes Tagebuch #2

Heute gibt es mal wieder einen Tagebucheintrag für euch, der ungefähr vor einem Jahr entstanden ist:

Donnerstag, 06.10.2016

Als ich heute mit meinem Hund unterwegs war, habe ich gemerkt, dass ich mich mit einem Hund an meiner Seite total verändere. Ich fühle mich sicherer, habe weniger Scheu und traue mich auch einfacher auf die Straße zu gehen, wo viele Leute unterwegs sind.

Nicht, dass es mir Panik macht Menschen auf der Straße zu sehen. In der Stadt bin ich umzingelt von Menschen. Aber es macht mich schon nervös. Ich habe das Gefühl, dass ich als Landmädchen die Leute mehr wahrnehme und sie genauer unter die Lupe nehme. Vielleicht verschwindet das, wenn man lang genug in der Stadt unterwegs ist. (Anmerkung von Julia aus der Zukunft: Dass das Ganze auch mit Sensibilität zu tun haben könnte, wusste ich damals noch nicht.)

Auf jeden Fall ist ein Hund für mich wie ein sicherer Begleiter. Ist er ja eigentlich von mir abhängig, gibt er mir das Gefühl nicht alleine zu sein und mich ohne Worte und Bewertungen unterstützt. Es ist wie als Kind, als die Eltern mir Sicherheit gegeben haben. Mit meiner Mama in der Nähe fühlte ich mich immer sicher. Sie wusste immer, was zu tun war und ich konnte einfach nur sein. Ein Hund ist die abgeschwächte Form davon.

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„Du hältst dich für was Besseres!“ – Dialog im Kopf #14

Mein Innerer Kritiker scheint einfach keine Ruhe zu geben:

  1. „Du bewegst dich steif und unsicher!“
  2. „Du solltest dich mehr mit anderen Leuten treffen!“
  3. „Du solltest mehr für dich kochen!“
  4. „Du solltest fair, vegan und bio kaufen!“
  5. „Gib kein Geld für unnötige Dinge aus!“
  6. „Schätze, was du hast! In Afrika verhungern Kinder!“
  7. „Du bist nichts wert!“
  8. „Du liest zu wenig!“
  9. „Du bist nicht intelligent genug!“
  10. „Du hältst dich für was Besseres!“
  11. „Du hast deinem Körper schon so viel geschadet, jetzt ist schon alles egal!“

Was mein „lieber“ Kritiker mir sonst noch so alles an den Kopf wirft könnt ihr hier lesen.

Auch wenn ich mich hier über diese fiesen Sätze aufrege, bin ich fest davon überzeugt, dass man mit seinem Inneren Kritiker nur dann Frieden schließen kann, wenn man aufhört ihn zu bekämpfen und versucht zu akzeptieren. Er ist schließlich ein Anteil von einem selbst und auch wenn es helfen kann diese Stimme mal separat zu seinem Ich zu betrachten, sollte man niemals vergessen, dass sie ein Teil meiner Person ist. Wenn ich also versuche gegen den Anteil von mir zu kämpfen, versuche ich mich sozusagen selbst zu besiegen…

Motivation am Montag – #18…Handlettering

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Fräulein Katze wünscht euch einen guten Wochenstart! 😉

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Weltverbesserer vs. meine Einstellung zu mir

Ich versuche der perfekte Mensch zu sein. Das beginnt bei meiner Ernährung und hört bei meinem Konsumverhalten auf. Ich töte keine Spinnen, nicht mal Mücken kann ich erschlagen. Kurz um: Ich versuche meiner Umwelt möglichst wenig mit meiner Existenz zur Last zu fallen.

Das klingt jetzt so als würde ich mich selbst extrem klein machen. Und da kann ich nur sagen: Bingo! Genau das ist es. Ich denke ich würde alles tun, damit es anderen besser geht, mich selbst vergesse ich dabei leider häufig.

Wobei vergessen eigentlich nicht das richtige Wort ist. Ich bin eher ein Meister darin meine Bedürfnisse und Wünsche zu ignorieren. Warum sollte ich mich denn auch um mich kümmern, wenn ich mich selber gar nicht mag? So ein hässlicher, fetter, ängstlicher und unsicherer Mensch hat es doch nicht verdient ein schönes Leben zu führen.

So extrem habe ich zumindest lange Zeit gedacht. Mittlerweile würde ich sagen, dass ich auf der Extremheitsskala ein wenig nach unten gerutscht bin. Ich mag mein Äußeres noch immer nicht, meistens jedenfalls. Doch meine Persönlichkeit kann ja gar nicht so scheiße sein, wenn es immer wieder Leute um mich herum gibt, die (gerne?) Zeit mit mir verbringen.

Außerdem weiß ich zumindest theoretisch, dass ich es nicht verdient habe mich so schlecht zu behandeln wie ich niemanden sonst behandeln würde. Ich weiß auch, dass Eigenliebe ein Teil des Zufriedenheitspuzzles des Lebens ist.

Aber in der Praxis klappt das oft nicht so gut. Ich sehe oft einfach keinen Sinn dahinter mir jetzt Zeit für mich zu nehmen und auf mich zu achten. Besonders weil die Ergebnisse auf sich warten lassen. Ja, ja, das nicht enden wollende Thema Ungeduld lässt grüßen! Weiterlesen „Weltverbesserer vs. meine Einstellung zu mir“

Motivation am Montag – #17…heute mit: HUNDEN <3

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Noch mehr Motivation in Form von Tierbabys gefällig?

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche und wer etwas Musik braucht, um in Schwung zu kommen kann gerne mal bei meinem letzten Video vorbeischauen! 🙂

Alles Liebe, Julia ❤

Essen auf dem Klo!

Stellt euch vor, ab sofort dürfte euch niemand mehr jemals dabei sehen wie ihr euch Essen in den Mund schiebt! Jegliche Nahrungsaufnahme müsste geheim gehalten werden. Essen im stillen Kämmerlein sozusagen! Klingt anstrengend? Ist es auch! Willkommen in meiner Realität im Januar 2014!

Ich habe es eigentlich während meiner Schulzeit im Gymnasium immer vermieden vor oder mit anderen zu essen. Mit „anderen“ sind meine Mitschüler und Gleichaltrige gemeint. Mit Menschen aus meinem engen Umkreis ging es mit der Zeit ganz gut. Wäre auch etwas schwierig gewesen sich am Essenstisch mit der Familie seinen Teller Nudeln zu schnappen und damit in sein Zimmer zu verduften.

Den Höhenpunkt dieses „Ich-vermeide-um-jeden-Preis-vor-anderen-zu-Essen“ fand dann bei meiner erneuten Magersuchtssphase statt. Falls ihr euch genauer für meinen Krankheitsverlauf interessiert, könnt ihr euch hier gerne meine Geschichte durchlesen.

Spätestens als ich einen Essensplan verschrieben bekam, um den Weg bis zum Abitur lebend zu überstehen, wurde das Ganze echt kompliziert. Ich hab mich noch mehr von meinen Mitschülern abgeschottet als ohnehin schon. Nur um unbeaufsichtigt mein trockenes Brötchen Stückchen für Stückchen zu inhalieren. Und das ist keine Untertreibung. Das Verspeisen eines Brötchens konnte ruhig mal 45 Minuten dauern. Ihr könnt euch vorstellen wie schwierig es ist in einer Schule für so lange Zeit eine menschenleere Stelle zu finden.

Hier wird es jetzt vermutlich für den ein oder anderen etwas eklig. Sorry, dafür. Aber ein Ort, wo man bekanntlich meist doch allein ist, ist die Toilette. Richtige Schlussfolgerung: Auf dem Klo kann ich in Ruhe alleine essen. Weiterlesen „Essen auf dem Klo!“

Ich singe für euch! – Was Musik für mich macht (+ Video)

Mit 6 habe ich ein Jahr Blockflöte gespielt. Mit 12 hatte ich Gesangsunterricht. Mit 13 habe ich ein Jahr Gitarre gespielt und wieder alles verlernt. Unter der Dusche singe ich regelmäßig. Das sind alle meine musikalischen Fähigkeiten, die ich vorzuweisen habe. Bis vor ca. einem halben Jahr.

Im Frühjahr 2017 habe ich im Rahmen meines Psychologiestudiums ein Praktikum in einer psychosomatischen Klinik gemacht. Der ehemalige Patient (ich) hat sozusagen mal seine Rolle getauscht und hat andere Patienten behandelt.

Neben vielen fachlichen Erfahrungen, habe ich dort aber auch den Zauber der Musik erfahren dürfen. Alle Praktikanten waren in einem gemeinsamen Gebäude untergebracht. Kein Wunder also, dass wir häufig am Abend beisammen gesessen sind und über Gott und die Welt geredet haben. (Wirklich, ich hatte noch nie so tiefsinnige Gespräche!)

Und da gab es auch einige, die ihre Gitarren dabeihatten und ihre selbstgeschriebenen (!) Lieder vorgespielt haben. Das war so eine schöne Atmosphäre, mir wird jetzt noch ganz warm, wenn ich daran denke. Weiterlesen „Ich singe für euch! – Was Musik für mich macht (+ Video)“