F*ck dich, Ana! – Liebes Tagebuch #1

Eine liebliche Überschrift oder? Ich habe mir gedacht, dass ich euch solche und mehr poetische Ergüsse aus meinen Tagebüchern nicht vorenthalten sollte. Und genau deshalb kommen in der Reihe „Liebes Tagebuch“ ab sofort immer wieder Beiträge, die aus meinen Tagebüchern entnommen sind, die ich während meiner schlimmsten Krankheitsphasen geführt habe, möglichst ungefiltert. Heute gehen wir mal ganz weit ins Jahr 2014 zurück und lauschen einer Kampfansage gegenüber meiner Anorexie:

Montag, 27.10.2014

Mir reicht es mit dir Ana! Du bist nicht mehr meine Freundin! Es kann doch nicht sein, dass ich von einem Apfel einen Heulkrampf bekomme. Alle wollen mir helfen, aber ich verschmähe die Hilfe. Falls es niemals besser wird, habe ich noch immer die Möglichkeit mich umzubringen. Klingt hart, aber nur mit dem Gedanken kann ich noch einmal versuchen zu kämpfen.

Kalorien zählen. Stop! Ich muss mich von allem, was mit dem Thema Essen zu tun hat entfernen! Good-Bye Food Diaries, Good-Bye Blogs und Dokus, Good-Bye Kochbücher! Mein Leben besteht nicht mehr aus Essen! Ich will wieder lachen können, mein Leben in den Griff bekommen, lieb zu meinem Hund sein, aktiv sein können (nicht schon in 5 Minuten schlapp machen) und nicht immer mit einer Wärmflasche dasitzen!

Essen bringt mich NICHT um. Nein. Es ist gut für mich und heute Mittag werde ich mit meiner Mama das Essen genießen. Ich werde mich mit Antidepressiva behandeln lassen bzw. zumindest mal beraten lassen.

Wie es in einem Lied so schön heißt: Ich glaube fest daran, dass alles besser werden kann, wenn ich nur will dann schaff ich es irgendwann! Ich hab nur dieses eine Leben. Let´s give it a try! Die (grausame) Alternative steht mir immer noch offen…


Sagt mir doch gerne, was ihr von dieser Reihe haltet! Wollt ihr mehr davon lesen oder ist es euch dunkel und negativ? Ihr seid König :). Was ihr wollt wird gemacht ;).

Autor: Lebenswelt

Herzlich willkommen in meiner Lebenswelt! Ich bin Julia (21) und in meinem Leben habe ich schon die Diagnosen Magersucht, Binge Eating, Depression und soziale Phobie bekommen. Momentan lebe ich nur noch mit „Restsymptomen“ dieser Krankheiten und beginne das Leben wieder zu genießen. Auf meinem Blog schreibe ich über meine Erfahrungen mit psychischen Krankheiten, versuche mit Vorurteilen aufzuräumen, Wege zu einem gesünderen Leben zu finden und ich berichte über alles, was sich in meiner Lebenswelt so abspielt. Werdet inspiriert und motiviert ebenfalls euren Weg zu finden und euch selbst zu akzeptieren! Denn eure Lebenswelt ist lebenswert!

6 Kommentare zu „F*ck dich, Ana! – Liebes Tagebuch #1“

  1. Schreib Dir noch alles einfach von der Seele. Es tut gut dies zu schreiben. Ich hatte mit Mia Probleme und wenn man kämpft klappt das. Das Leben ist schön und besteht nicht aus Essen. Es gibt soviel schönes und wichtiges im Leben. Die Liebe, die Gesundheit, Spass, Freude und noch vieles mehr. Werf es nicht weg, wegen Mia oder Ana. LEBE
    Liebe Grüsse
    Alex

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    1. Vielen lieben Dank für deine positive Rückmeldung! Du hast absolut recht. Ich komme mir so vor als hätte diesen Tagebucheintrag ein anderes Ich geschrieben. Es ist irgendwie komisch, aber ich bin auch froh, dass ich nicht mehr so denke wie damals.
      Ich wünsche auch dir alles Liebe und Gute, Julia ❤

      Gefällt 1 Person

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