„Du hältst dich für was Besseres!“ – Dialog im Kopf #14

Mein Innerer Kritiker scheint einfach keine Ruhe zu geben:

  1. „Du bewegst dich steif und unsicher!“
  2. „Du solltest dich mehr mit anderen Leuten treffen!“
  3. „Du solltest mehr für dich kochen!“
  4. „Du solltest fair, vegan und bio kaufen!“
  5. „Gib kein Geld für unnötige Dinge aus!“
  6. „Schätze, was du hast! In Afrika verhungern Kinder!“
  7. „Du bist nichts wert!“
  8. „Du liest zu wenig!“
  9. „Du bist nicht intelligent genug!“
  10. „Du hältst dich für was Besseres!“
  11. „Du hast deinem Körper schon so viel geschadet, jetzt ist schon alles egal!“

Was mein „lieber“ Kritiker mir sonst noch so alles an den Kopf wirft könnt ihr hier lesen.

Auch wenn ich mich hier über diese fiesen Sätze aufrege, bin ich fest davon überzeugt, dass man mit seinem Inneren Kritiker nur dann Frieden schließen kann, wenn man aufhört ihn zu bekämpfen und versucht zu akzeptieren. Er ist schließlich ein Anteil von einem selbst und auch wenn es helfen kann diese Stimme mal separat zu seinem Ich zu betrachten, sollte man niemals vergessen, dass sie ein Teil meiner Person ist. Wenn ich also versuche gegen den Anteil von mir zu kämpfen, versuche ich mich sozusagen selbst zu besiegen…

Autor: Lebenswelt

Herzlich willkommen in meiner Lebenswelt! Ich bin Julia (21) und in meinem Leben habe ich schon die Diagnosen Magersucht, Binge Eating, Depression und soziale Phobie bekommen. Momentan lebe ich nur noch mit „Restsymptomen“ dieser Krankheiten und beginne das Leben wieder zu genießen. Auf meinem Blog schreibe ich über meine Erfahrungen mit psychischen Krankheiten, versuche mit Vorurteilen aufzuräumen, Wege zu einem gesünderen Leben zu finden und ich berichte über alles, was sich in meiner Lebenswelt so abspielt. Werdet inspiriert und motiviert ebenfalls euren Weg zu finden und euch selbst zu akzeptieren! Denn eure Lebenswelt ist lebenswert!

7 Kommentare zu „„Du hältst dich für was Besseres!“ – Dialog im Kopf #14“

  1. Ein guter Text mit einem wahren Schluss, vielen Dank dafür. Bei mir löste er folgenden Gedanken aus:
    „Er meint es ja nur gut“, der innere Kritiker. Genau wie so viele Menschen, die diesen Satz gerne mal als Totschlargument benutzen, weswegen ich ihre bösen Bemerkungen ertragen soll/muss. Ich finde, dass ich sowohl mit den Menschen und als auch ihm über die Wortwahl debattieren darf. Kritik muss sich auf eine einzelne Situation beziehen und respektvoll vorgebracht werden. Auch von einem inneren Kritiker.

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    1. Sehr gerne :). Da kann ich dir voll und ganz zustimmen. Man darf sich nicht alles gefallen lassen und ich denke mit dem inneren Kritiker zurechtzukommen bzw sich mit ihm auseinanderzusetzen ist oft schwierig, aber es lohnt sich.
      Alles Liebe, Julia ❤

      Gefällt 1 Person

  2. Ich gebe Dir grds. Recht liebe Julia, aber warum ist der Innere Kritiker überhaupt ins Leben gerufen worden? Was war der Grund, der Anlass, dass seine Stimme über all Deine anderen Stimmen tönt, die da sagen könnten:“Du bist viel wert!“, „Ich bin stolz auf Dich!“, „Ich mag Dich, so wie Du bist!“, „Andere schaffen auch nicht alles, na und? Dann versuchen wir es eben noch mal!“ ….. ?? LG Simone

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    1. Danke für dein Kommentar Simone!
      Da hast du vollkommen recht. Ich finde ja grundsätzlich gut diese Stimme sozusagen mal als separater Anteil zu sehen und sich anzuhören, was „er“ zu sagen hat. Und ich glaube erst, wenn mal mal zugehört hat kann man nach dem warum fragen. Man muss den inneren Kritiker (aka ich selbst) mal fragen, woher denn diese Glaubenssätze kommen, ob sie (noch) sinnvoll sind und versuchen auch solchen Gedanken eine Daseinsberechtigung zu geben. Wenn ich weiß, woher diese Sätze kommen (z.B. von schlechten Erfahrungen), kann ich die Sätze dann neutraler betrachten und kann diesen kritischen Anteil in mir verstehen, weil ich weiß wo er herkommt. Das ist natürlich ein langer schwieriger Weg. Aber ich denke, dass ist der einzige, der zum Frieden mit sich selbst führt.
      Alles Liebe, Julia ❤

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