Bin ich jetzt ein echter Blogger? – Meine 1. Buchrezension

Schritt für Schritt taste ich mich an das Blogger-Leben heran. Nach meinem ersten Blogger Award, darf ich nun auch eine Buchrezension verfassen. Und zwar über das Buch „Essstörungen. Was ist das? Das ABC der Magersucht, Ess-Brech-Sucht und Essanfallstörung“ von der lieben Michaela von Happy Kalorie. Na, dann machen wir uns mal an die Arbeit! 😉

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Inhalt (oder so):

Das Buch dreht sich, wie der Titel schon vermuten lässt, über das Thema Essstörung. Dabei wird nach einer kurzen Einführung in das Thema in jedem Kapitel eine Form der Essstörung genauer beschrieben. Das geschieht anhand der drei fiktiven Figuren Rexi, Limi und Eati (die auch auf dem Cover abgebildet sind). Dabei hat Rexi mit Magersucht, Limi mit Bulimie und Eati mit Binge Eating zu tun. Hier muss ich gleich mal sagen, dass ich es sehr schön finde nicht die klassischen „Namen“ der Essstörung wie Mia und Ana zu lesen.

In jedem Kapitel wird die jeweilige Essstörung in Punkten von A-Z erklärt. Somit wird jeder Essstörung genügend Raum gegeben, sie wirklich verstehen zu lernen. Dazu finden sich immer wieder (ich nehme an auch autobiographisch geprägte) Berichte von Rexi, Limi und Eati, indem sie von den alltäglichen Hürden mit einer Essstörung erzählen.

Außerdem gibt es ein noch ein schönes Kapitel dazu, dass versucht zu erklären wie man mit einer Person mit Essstörung umgehen soll bzw. wie man nicht mit ihr umgehen sollte. Ein Überblick über die behandelten Essstörungsarten sowie ein Quiz schließen das Buch ab.

Die Meinung meiner Wenigkeit:

Das Buch richtet sich besonders an Personen, die keine oder wenig Ahnung von Essstörungen haben. Und das sind eine Menge! Ich denke auch, dass es besonders Angehörigen helfen kann, zu verstehen warum sich zum Beispiel das essgestörte Kind so verhält.

Es ist sozusagen wie das Einmal-Eins (oder besser gesagt das ABC 😉 ) der Essstörungen und als (ehemalige) Betroffene, würde ich dieses Buch am liebsten jedem in die Hand drücken, um endlich mal alle Vorurteile gegen Essstörungen abzubauen und ein Grundverständnis dafür zu erreichen.

Schön finde ich, dass der Essanfallstörung und Bulimie genauso viel Platz eingeräumt wird wie der Magersucht. Denn ich glaube, dass es gerade hier wichtig ist ein Bewusstsein zu entwickeln, dass es nicht nur Magersucht gibt und Essstörung nicht automatisch bedeutet, dass man zum wandelnden Skelett wird.

Michaela betont auch immer wieder, dass es nicht die EINE Form der Essstörung gibt und ich finde, dass man gerade da merkt, dass die Autorin selbst Betroffene war. Weil ich habe mal ein Buch übers Thema Magersucht gelesen, indem die Symptome einem wie in Stein gemeißelt präsentiert werden. Und der angebliche Experte, der dieses Buch geschrieben hatte, zwar ein paar Doktortitel in seinem Namen hatte, aber einen eingeschränkten Blick. Eben den Blick, der auch mir im Studium vermittelt wird und wirklich absolut lückenhaft ist.

Inhaltlich war für mich jetzt nicht viel Neues dabei, weil ich mich ja selbst sehr stark mit der Thematik auseinander setze oder setzen musste. Für mich waren immer die Berichte von Rexi, Limi und Eati am spannendsten, weil ich mich sehr stark mit den süßen Figuren identifizieren konnte. Es ist nun mal kein autobiografischer Roman, sondern ein Buch, welches  das Thema Essstörung jedem anschaulich erklärt ohne dabei wie der Oberlehrer zu wirken. Es hat etwas herrlich Sympathisches auch mal das Wort kotzen zu lesen, anstatt dem Feinen sich übergeben.

Wie schon gesagt, solltet ihr von einer Essstörung betroffen sein und eurem Umfeld fällt es schwer damit umzugehen (und das tut es in der Regel), dann versucht euch mal mit diesem Buch zu erklären, denn ich weiß aus Erfahrung, dass Dialoge da schnell zu noch mehr Spannung führen können (trotzdem sind sie wichtig). Außerdem sollte das Buch jeder lesen, der sich eine klarere Sicht auf das Thema Essstörung wünscht.

Vielen Dank an die liebe Michaela, die in diesem Buch erneut zeigt, dass sie für das Thema brennt und wirklich eine Veränderung bewirken möchte! Für alle, die sie noch nicht kennen, schaut unbedingt mal auf ihrem Blog oder der Webseite vorbei!

Und zuletzt noch ein Dankeschön, an den Dielus Verlag, der mir dieses Exemplar so schnell zukommen hat lassen, als wäre es per Luftpost versendet worden.


Na, wie hab ich mich geschlagen? Seht ihr für mich eine Karriere als Buchblogger? 😀

Autor: Lebenswelt

Herzlich willkommen in meiner Lebenswelt! Ich bin Julia (21) und in meinem Leben habe ich schon die Diagnosen Magersucht, Binge Eating, Depression und soziale Phobie bekommen. Momentan lebe ich nur noch mit „Restsymptomen“ dieser Krankheiten und beginne das Leben wieder zu genießen. Auf meinem Blog schreibe ich über meine Erfahrungen mit psychischen Krankheiten, versuche mit Vorurteilen aufzuräumen, Wege zu einem gesünderen Leben zu finden und ich berichte über alles, was sich in meiner Lebenswelt so abspielt. Werdet inspiriert und motiviert ebenfalls euren Weg zu finden und euch selbst zu akzeptieren! Denn eure Lebenswelt ist lebenswert!

8 Kommentare zu „Bin ich jetzt ein echter Blogger? – Meine 1. Buchrezension“

  1. Danke für Deine Besprechung; sie war auf jeden Fall leicht, verständlich und interessant zu lesen.
    Wichtig für Deine „Karriere als Buchblogger“ ist aber auch und vor allem, ob Dir das Lesen und das Rezensieren Freude bereitet hat. Denn – ich weiß, eine Binsenweisheit – das sei die Hauptzutat fürs (Buch)Bloggen.
    Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo Julia,

    recht herzlichen Dank für deine gelungene Rezension. Auch vielen Dank für deine ehrliche Sichtweise. JA, ich brenne für dieses Thema, denn es gehört an die Oberfläche. Nicht nur die Magersucht, auch die anderen Formen bedürfen einer Neudarstellung. Nichts lässt sich in ein Schema F pressen. Daraus mache ich kein Geheimnis, genauso wenig darüber, dass ich selbst viele Jahre der Sucht erlegen war.
    Einmal ist immer das erste Mal. Dafür bekommst du meine zwei Daumen. 🙂
    Dir einen angenehmen restlichen Sonntag. 🙂

    Viele Grüße aus dem verschneiten Erzgebirge
    Michaela

    PS.: Dunja Hayali – du erinnerst dich an deine Fragen vom Blogger Award? – traf ich durch Zufall (und völlig unerwartet) letzten Mi. Mehr dazu in der kommenden Woche. 😉

    Gefällt 1 Person

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