Nur noch kurz die Welt retten…

Unsere Welt ist in so vielen Hinsichten eine arme Wurst: Krieg, Klimawandel, Müllberge, Diskriminierung, Regenwaldtod, Gewalt, psychopathische Präsidenten usw. Die Liste ist endlos.

Manchmal werde ich da echt zum Pessimisten: Können wir unsere Erde überhaupt noch retten? Oder steht sie schon kurz vor ihrem Untergang?

Es gibt Tage an denen ich denke: Ist doch egal! Wir sind ein sandkorngroßer Punkt im Universum. Wen juckt´s , wenn wir nicht mehr da sind? Alles wir weiterhin so existieren wie bisher, nur eben ohne Menschen und ohne Erde. Sterben müssen wir doch irgendwann sowieso. (Ja, im schwarz sehen bin ich manchmal echt spitze.)

Rational betrachtet ist der obige Gedanke gar nicht so falsch. Es ist nun mal nüchtern betrachtet so. Aber das ist nur eine Seite der Medaille.

Wie schon gesagt: Erde weg = Menschen weg. Also eigentlich geht es bei der ganzen Lass-uns-unseren-Planeten-retten-Geschichte darum, dass wir unseren eigenen Lebensraum vor dem Untergang bewahren. Das ist der eine Aspekt.

Der andere Aspekt ist, dass wir mit unserem Aussterben bzw. mit dem Aussterben der Erde auch viele andere Spezies mit in den Tod reißen. Unschuldig. Ich denke an die tausende von Tierarten, die ohne den Menschen vielleicht noch Jahrmillionen friedlich auf der Welt dahinleben würden.

Nur noch kurz die Welt retten! Schön, wenn es so einfach wäre. Einmal mit dem Finger geschnippt und alles ist gut. Aber so läuft es leider nicht. Jeder muss sich fragen, was er denn für die Erde tun kann. Und jeder muss die Stimme in seinem Kopf ignorieren, die sagt: „Was kann ich denn schon ausrichten!“

Vielleicht ist es ja tatsächlich Wunschdenken, dass wir es gemeinsam schaffen, wenn wir alle unser Bestes geben. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass wir es niemals schaffen werden klimatechnisch in die richtige Richtung zu gehen, würden nicht weltweit strenge Auflagen mit fetten Strafen drohen.

Und das kann ich mir leider echt vorstellen: Der Mensch wird nie so handeln, dass es allen besser geht, sondern im Vordergrund steht immer er selbst. Und wer das nicht zugibt, lügt sich meiner Meinung nach was vor. Pessimistisch? – Ja. Realitätsnah? – Leider auch ja.

Versteht mich nicht falsch: Ich hinterfrage ständig, ob das was ich mache der Erde schadet oder nicht. Dieses Acht geben auf unseren Heimatplaneten steht mit meinen Werten in Zusammenhang. Würde ich das nicht tun, wäre ich in meinem Denken nicht mehr konsistent.

Also: Weiterhin versuchen diesen Planeten zum Weiterleben zu bewegen. Und auch, wenn wir es letztendlich nur für uns selbst machen!


Einen weiteren Beitrag zum Thema „Welt retten“ findet ihr hier.

Außerdem gibt es auf meinem YouTube-Kanal ein neues Video: 5 Fehlannahmen von Essgestörten / Julia Lebenswelt

Autor: Lebenswelt

Herzlich willkommen in meiner Lebenswelt! Ich bin Julia (21) und in meinem Leben habe ich schon die Diagnosen Magersucht, Binge Eating, Depression und soziale Phobie bekommen. Momentan lebe ich nur noch mit „Restsymptomen“ dieser Krankheiten und beginne das Leben wieder zu genießen. Auf meinem Blog schreibe ich über meine Erfahrungen mit psychischen Krankheiten, versuche mit Vorurteilen aufzuräumen, Wege zu einem gesünderen Leben zu finden und ich berichte über alles, was sich in meiner Lebenswelt so abspielt. Werdet inspiriert und motiviert ebenfalls euren Weg zu finden und euch selbst zu akzeptieren! Denn eure Lebenswelt ist lebenswert!

2 Kommentare zu „Nur noch kurz die Welt retten…“

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