Wie die Magersucht meine körperliche Gesundheit beeinflusst…

….mir ist ständig kalt

…meine Haare fallen aus

…ich muss ständig aufs Klo

…ich schlafe schlecht

…jede körperliche Betätigung ist anstrengend

…ich habe absolut keine Energie

…ich bin sehr blass

…ich bin ständig müde

…meine Knochen verlieren ihre Kraft

…ich habe einen aufgeblähten Bauch

…Treppen steigen fühlt sich wie Hochleistungssport an

…meine Menstruation bleibt vollständig aus

…ich habe meinen Geschmackssinn verloren

…mein Stoffwechsel spielt absolut verrückt Weiterlesen „Wie die Magersucht meine körperliche Gesundheit beeinflusst…“

Wie stark bist du?

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Handlettering by Julia Lebenswelt

Ich habe in meinem Leben immer wieder festgestellt, dass ich stärker bin als ich dachte!

Deshalb heute auch für mich ein kleiner Reminder, wenn ich mal wieder denke, dass mir alles zu viel wird: I AM STRONG!


Habt einen guten Start in die Woche und vergesst nicht wie stark ihr seid! ❤

Wie die Magersucht meine seelische Gesundheit beeinflusst…

…Ich fühle mich zu dick, obwohl ich das nicht bin.

…Meine Gesundheit ist mir absolut egal.

…Ich habe Zwänge und Rituale, die ich einhalten muss.

…Ich habe jegliche Spontanität verloren.

…Ich ziehe mich aus dem sozialen Leben zurück.

…Ich darf keinen Spaß haben.

…Ich darf nichts genießen.

…Ich habe keine Hobbies.

…Ich beschäftige mich ständig mit Essen.

…Ich muss mich zu jeder Tätigkeit überwinden.

…Ich lache nicht.

…Alles ist sinnlos.

…Ich habe einen Tunnelblick.

…Ich bin ein gefühlsloser Zombie.

…Begeisterung gibt es für mich nicht mehr.

…Ich hasse mich als Person.

…Ich hasse meinen Körper.

…Ich weine jeden Tag.

…Ich rege mich über jede Kleinigkeit auf.

…Ich jammere ständig.

…Ich spiele Leuten etwas vor.

…Ich spiele die Leidende, die aber nichts an ihrem Zustand ändert.

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Das Leben ist zu kurz…

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Handlettering by Julia Lebenswelt

…um erst morgen anzufangen.

…um nie seine Komfortzone zu verlassen.

…um sich zu streiten.

….um Dinge zu machen, die dir schaden.

…um der Gesellschaft gefallen zu wollen.

…um „vielleicht“ zu sagen.

…um sein Leben nicht zu genießen.

…um sich selbst nicht zu lieben.


Ich wünsche euch eine wundervolle Woche und dass euch das Leben nicht zu kurz wird! 😉

Was ich meinem 10-jährigen Ich sagen möchte…

…Das Leben wird immer bergab und bergauf gehen. Harte Zeiten werden auf dich zukommen. Das ist ganz normal.

…Es ist ok sich manchmal traurig, allein oder wertlos zu fühlen. Jedes Gefühl hat seine Berechtigung.

…Indem du dein Essen kontrollierst, gerät dein Leben außer Kontrolle.

…Menschen bewerten dich, egal was du machst. Also mach, was du willst!

…Einen Plan zu haben ist schön, aber ändert sich sowieso. Lass es zu!

…Schule und Lernen sind nicht alles im Leben.

…Alles zu seiner Zeit.

…Verurteile Menschen nicht, wenn du sie nicht kennst!

…Sich selbst kennen zu lernen ist eine lebenslange Reise. Erwarte keine Perfektion von dir!

…Akzeptanz und Geduld sind zwei sehr wichtige Eigenschaften.

…Du bist schön, von innen und von außen!

…Materielles macht nicht glücklich (sobald die Grundbedürfnisse befriedigt sind)!

…Die Pubertät ist eine Scheißzeit! Mach es zu deiner höchsten Priorität auf dich aufzupassen!

…Lass dir von der Schule nicht den Spaß an Kreativität verderben!

…Es gibt immer einen Weg.

…Veränderung ist etwas sehr wichtiges.

…Mut wird belohnt.

…Nimm das Leben mit Humor! Dann kommt man leichter durch.

…Du musst niemals ganz erwachsen werden. Das Kind in dir darf weiterleben!

Ich kann nicht vs. Ich will nicht

„Wenn man will kann man alles schaffen!“ So oder so ähnlich heißt es doch. Aber ist das tatsächlich so? Ich meine, wenn ich zum Beispiel unsichtbar werden will und mir nichts mehr auf der Welt wünsche, wird das vermutlich trotzdem nicht passieren. Ja, ja, ich weiß schon. Das ist nur ein Spruch, der einen motivieren soll, aber ich tu mir da manchmal echt schwer. Will ich einfach nur nicht? Heißt das, wenn ich mich endlich mal zusammenreiße, dann klappt es?

Dieser Weisheit alles schaffen zu können steht gegenüber, dass man sagt „Für eine Krankheit kannst du nichts!“ bzw. wird eine Krankheit oft als „Ausrede“ (?) dafür angeführt bestimmte Dinge nicht zu können. Da kann ich auch voll und ganz zustimmen. Einfaches Beispiel: Jemand, der im Rollstuhl sitzt, kann nie einen Marathon laufen, zumindest nicht auf konventionellem Wege.

Gehen wir aber zu psychischen Erkrankungen über, wird es da leider etwas komplizierter. Allgegenwärtig ist zum Beispiel das Vorurteil, dass die Menschen Depressiven an den Kopf werfen: „Reiß dich mal zusammen!“ oder „Das wird schon wieder!“ Bei Essstörungen ist das „Iss doch einfach mal normal!“ repräsentativ für dieses Problem des nicht Könnens bzw. nicht Wollens.

Sich „einfach“ normal zu verhalten, wenn man psychisch krank ist, ist absolut nicht von jetzt auf gleich möglich. ABER: Es spielt tatsächlich eine sehr große Rolle, ob man gesund werden will oder nicht. Ein Beispiel gefällig? Auch während meiner schlimmsten Magersuchtszeit konnte ich unter bestimmten Bedingungen relativ unauffällig essen, auch wenn ich todtraurig war, konnte ich in die Uni gehen und es mir nicht anmerken lassen. Ist das aber jetzt ein Beispiel für Willenskraft?

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