Depression – was mir hilft

Heute mal 5 Punkte, die mir, abgesehen von Therapie, in meinen depressiven Phasen helfen bzw. geholfen haben:

  1. Pflichttermine

Und wenn das Nicht-Erscheinen für mich wichtige Konsequenzen hätte. So konnte das bisschen Restmotivation noch zusammengekratzt werden, um es tatsächlich aus dem Haus zu schaffen.

  1. Guter Start in den Tag

Wenn der Morgen gut läuft, dann zieht sich das durch den ganzen restlichen Tag. Aber an dieser Morgenroutine arbeite ich noch. 😉

  1. Ein „Ja“ zu Medikamenten

Lange habe ich mich gegen jede Art der Medikation gewährt, mich dann aber doch irgendwann dazu entschieden. Genaueres könnt ihr hier lesen: Meine Erfahrung mit Antidepressiva.

  1. Akzeptanz der Erkrankung

Müsste ich eine Sache nennen, die alle meine Therapeuten gemeinsam hatten, war es das Gerede von Akzeptanz. Hilfreiches Gerede wohlgemerkt! Denn erst durch das Eingestehen der Depression kann man daran arbeiten.

  1. Erfahrung anderer

Immer wieder bin ich erstaunt wie bereichernd Gespräche mit Menschen sein können, von denen man dachte, dass sie das glücklichste Leben führen. Besonders Social Media kann hier auch sehr motivierend sein. Zu sehen, dass alle Menschen irgendwie zu kämpfen haben hilft mir wesentlich mehr als dies nur im Kopf zu wissen.


Habt ihr schon mein neues Video gesehen?

Kurz erklärt: SYMPTOME einer DEPRESSION


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9 Gedanken zu “Depression – was mir hilft

  1. Tatjana

    Pflichttermine – oder eben überhaupt ein Grund, um das Haus zu verlassen, irgendwo zu sein und Menschen zu sehen – waren für mich auch super wichtig und total hilfreich! Das hast du recht.
    Morgenroutine ist mir auch heilig. Da muss für mich frühes Aufstehen sein und ich hindere mich konsequent am Schlummern^^ Danach gleich raus an die frische Luft – die Vögel hören, Bewegung, Sonnenaufgang… Ich komme immer mit einer super Laune wieder nach Hause 🙂

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  2. „Immer wieder bin ich erstaunt wie bereichernd Gespräche mit Menschen sein können, von denen man dachte, dass sie das glücklichste Leben führen“.
    Das kann ich aus meinem Erfahrungsbereich bestätigen, denn über Depressionen `spricht man nicht´, wenn man sie hat. Und wenn du dich dazu bekennst und soz. aus der Rolle fällst, kommt irgendwann jemand – höchst vertraulich – auf dich zu und sagt: Ich glaub ich hab das auch und erzählt von seinen/ihren Problemen. Und das hat für beide einen ganz besonderen therapeutischen Effekt. So war das bei mir häufig. Aber heute wird schon offener darüber gesprochen, denk ich mal. Oder?
    Jürgen aus Loy (PJP)

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    1. Ich weiß nicht. Ich hab immer das Gefühl, dass man sich immer erst danach bekennt. Während der Erkrankung sind die wenigsten, meiner Meinung noch, dazu bereit sich zu öffnen. Ich denke, dass es da schon noch viel Stigmatisierung gibt.

      Liebe Grüße
      Julia

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      1. Die Stigmatisierung ist m.E. Schnee von gestern. Weil ja heute auch in den Medien und im Internet die Leute positiv auffallen, die sich offen bekennen. Ein typisches Beispiel sind ja die Politiker und Promis, die sich dazu bekennen, schwul zu sein.
        Nur die Leute, wie die AFDler etc., die machen noch Stimmung gegen alles was aus dem Rahmen fällt und insofern ist das eher eine politische Sache geworden (schnell formuliert)…aber ich denke du verstehst, wie ich das meine.
        Es kommt immer auf die individuelle Persönlichkeit an, auf die du triffst. Und da wirst du mit solchen Leuten ja wohl eher keinen Kontakt haben, oder?
        Außerdem müssen wir nochmal über den `Krankheitsbegriff´ sprechen. Es stellt sich nämlich die Frage, wer eigentlich die Kranken sind…
        Kann im Moment nicht mehr weiter, aber später!
        Oder mal per mail oder so.
        LG es wird wärmer!!
        Jürgen aus Loy (aus der Hüfte geschossen 🙂 )

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      2. Du hast bis zu einem gewissen Grad recht, aber warum ist es denn noch immer so, dass viele Menschen mit einer psychischen Erkrankung zögern sich Hilfe zu holen? Das passiert, meiner Meinung nach, noch immer aufgrund einer vorhandenen Stigmatisierung. Vielleicht lebt diese nur noch in den Köpfen der Menschen, aber die Angst Betroffener schräg angeschaut zu werden ist nach wie vor ein Problem.

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  3. Ich möchte das mit dem guten Start in den Tag unterstreichen. Für mich ist Bewegung gleich in der Früh ganz wichtig, um aus der Anspannung, in die mich mein tägliches Angstgefühl bringt, zumindest kurzzeitig herauszukommen. LG Wolfgang

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  4. Pingback: Essstörung – was mir hilft – Lebenswelt

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