Das Leben überfordert mich

Zunächst: Vielen Dank, für eure Teilnahme an meiner Umfrage Soll ich meine YouTube-Videos auf meinem Blog einbinden? und für eure Kommentare dazu. 💜

Es macht mich immer wieder richtig glücklich zu sehen, dass ihr euch die Zeit nehmt mir bei meinen „Problemen“ zu helfen und dass wir mittlerweile so viele sind, dass ein reger Austausch möglich ist! Das motiviert mich weiterzumachen.

Im Endeffekt, waren die Meinungen ziemlich unterschiedlich (aber alle sehr positiv – danke), sodass ich mich jetzt entschieden habe es so zu machen: Wenn der Beitrag zum Video passt, wird das Video direkt eingebunden (wie bei diesem Beitrag), ansonsten nur ein Link. Und ich werde das neueste Video immer in der Seitenleiste einbinden (danke nochmal an thoughts on life für diese Idee).

Und nun zum Beitrag…


Die letzte Woche hat mich das Leben absolut überfordert. Ich hab davon ja schon in Die Angst vor Menschen schlägt zu, berichtet. Es gibt aber noch mehr Dinge, die mir momentan etwas Sorgen bereiten:

  1. Bachelorarbeit

Ich bin nun im 6. Semester meines Psychologie-Bachelors. Das bedeutet: In den nächsten 10 Wochen schreibe ich meine Bachelorarbeit. Und auch, wenn ich weiß, dass ich es zeitlich gut schaffen sollte, versetzt mich das Ganze unter Stress.

  1. Es ist warm

Von meinem Hass gegen den Sommer, hab ich auch schon letztes Jahr berichtet. Kurz und knapp: Ich mag den Frühling/Sommer nicht, weil es mir zu heiß ist, ich schwitze, mehr Menschen draußen sind und ich meinen Körper nicht in dicken Jacken verstecken kann. Das klingt jetzt hier vielleicht sehr banal, aber es schränkt mich tatsächlich sehr ein. Zum Beispiel war ich schon seit über 6 Jahren nicht schwimmen, weil ich mich in Badekleidung absolut nicht zeigen kann ohne Panik zu bekommen.

  1. Meine Depression

Während für die meisten Menschen die helleren Jahreszeiten eher dazu führen, dass sich ihre Depression bessert, ist das bei mir genau umgekehrt. Sonnenlicht führt bei mir dazu, dass ich die Vorhänge zulasse und mich im Bett verkrieche. (siehe Punkt 2)

  1. Wo bleibt der Sinn?

In Kombination mit meinen depressiven Phasen frage ich mich natürlich auch mal wieder, was ich denn überhaupt mit meinem Leben mache. Ich denke alles tausend Mal durch, bis ich am Ende gar nichts mehr weiß, außer dass im Bett zu bleiben eine der einfachsten (wenn auch schlechtesten) Lösungen ist.

  1. Ich bin allein

Damit meine ich nicht, dass ich keine lieben Menschen um mich habe. Mir fehlt einfach oft etwas Unterstützung, in dem was ich mache. Die wenigsten aus meinem Umfeld wissen von meinem Blog oder den Videos und es ist schwierig von etwas, dass mir so wichtig ist, nichts zu erzählen. Warum  ich es nicht erzähle? Dazu bräuchte es einen eigenen Beitrag. Seid ihr daran interessiert?

Ich will mit diesem Beitrag hier kein Mitleid. Ich möchte euch einfach nur sagen, wie es mir momentan so geht.


Im Video erzähle ich von meinem momentanen Angst-Problem noch einmal aus einer anderen Perspektive:


 

► Mein YouTube Kanal: JULIA LEBENSWELT

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13 Gedanken zu “Das Leben überfordert mich

  1. realeben

    Nein, Mitleid bekommst Du keins, sondern allergrößten Respekt! Ich kann mir nur vorstellen, wie viel Kraft Dich das Studium kosten muss.

    Punkt 2 und 3 unterschreibe ich so, und zu Punkt 5 würde ich wirklich gerne mehr lesen.

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  2. Ich kann mir gut vorstellen, dass die momentane Situation dich gerade überfordert. Die Baechelorarbeit ist schon ein gewaltiges Ding und der Umbruch der Jahreszeiten klingt auch nicht einfach. Besonders wenn du auf das, was du dir gerne wünscht (schwimmen) verzichten musst. Aber von mir bekommst du den größten Respekt, dass du so vieles gleichzeitig bewältigen kannst. Allein die Zeit zu finden, Videos zu drehen und Beiträge zu schreiben (angesichts der schweren Themen) finde ich bemerkenswert! Übernimm dich nicht und gönn dir ruhig eine Pause, wenn dir alles zu viel wird. Meist ist Panik sogar schlimmer als die Sache selbst:)

    Ganz liebe Grüße!

    Gefällt 1 Person

    1. Vielen Dank für die lieben Worte, Mia! 💜 Und, dass die Panik absolut schlimmer ist als die Sache an sich ist sooo wahr! Ich weiß zb, dass ich die Bachelorarbeit zeitlich total gut hinkriege, aber meine ständigen Ängste dazu machen mich verrückt. „Runter vom Gas“ wie meine Therapeutin sagt. 😉

      Liebe Grüße
      Julia

      Gefällt 1 Person

    1. Vielen Dank! 💜 Genau, so soll es sein. Ich weiß nur zu gut, dass Psychische Erkrankungen ernstzunehmen sind, aber 1. ist Humor und Ironie mein bester Coping-Mechanismus und 2. denke ich, dass man besonders auch Nicht-betroffenen so den Zugang zu schwierigen Themen erleichtert.

      Alles Liebe
      Julia 💕

      Gefällt 1 Person

  3. Vielen Dank für meine Blogerwähnung im Prolog (oder wie das auch genannt wird). Ich finde, du hast eine super Lösung getroffen, wie du es mit deinen Videos auf dem Blog machst. Ich denke, wenn man den Blog liest und dann noch die Person „live“ reden hört, ist das einfach ein noch einprägsameres Befassen mit dem jeweiligen Thema. Ich kann deinen Hass gegen den Sommer gut nachvollziehen, weil es mir ähnlich geht. Klar, geniesse ich auch mal, wenn es am Abend wieder wärmer ist und man dann noch draussen sein kann. Aber ich habe am liebsten den Herbst (gefolgt vom Winter), weil dann alles ruhiger ist und nicht so grell und bunt und alle immer ein bisschen überdreht. Und echt, wenn es regnet, geht es mir tatsächlich psychisch eher besser als wenn grellstrahlende Sonne draussen ist. Auf einem anderen Blog hat jemand auch genau das gleiche gesagt mit der Aversion gegen die Sonne und die Hitze (also du bist mit diesem „Phänomen“ nicht alleine. Das mit dem Körper zeigen im Badeanzug verstehe ich voll. Bei uns in der Stadt gibt es ein öffentliches Bad und da hat man manchmal echt das Gefühl, die Stadt müsse voll sein mit Models und Modellathleten bei den Männern. Ein bisschen ein Biotop, muss man da schon sagen. Hm, wegen Bachelorarbeit und Motivation. Es hilft vielleicht, Schritt für Schritt (so Etappenziele setzen vielleicht). Nimmt vielleicht die Angst nicht direkt, aber man kann sich konkret vielleicht mit dem konkreten Etappenziel beschäftigen und verliert die Angst ein bisschen aus den Augen. Und mich würde auch interessieren, warum du grösstenteils deinem Umfeld nichts vom Blog erzählst. Ich habe mir das am Anfang gar nicht gross überlegt, sondern den Link eigentlich allen gegeben, die ihn haben wollten (ausser meinen Eltern noch nicht). Es ist zum Glück gut rausgekommen. Aber beim nächsten Blogstart würde ich mir zumindest zuerst Gedanken darüber machen, wie persönlich ich werden will und ob ich bereit bin, das mit allen zu teilen (und dann evtl. auch Auskunft darüber zu geben im persönlichen Umfeld). Alles Gute dir und liebe Grüsse

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    1. So jetzt ist dein Kommentar da. 🙂 Keine Ahnung, warum er nicht genehmigt wurde…

      Das ist interessant und beruhigend zugleich zu wissen, dass man nicht die einzige Person ist, der es bei schlechtem Wetter besser geht. Ich scheine in meinem Umfeld aber leider wenige solche Menschen zu haben, weshalb ich gerade bei Small Talk oft einfach mit der Meinung anderer gehe: „Ist schön heute, oder?“ „Ja, total.“ Erspart größere Erklärungen und verständnislosese Kopf schütteln.

      Meine Therapeutin hat auch gemeint, dass ich versuchen sollte mich etwas mehr zu fokussieren. Stichwort: Achtsamkeit. Etappenziele sind da bestimmt eine hilfreiche Idee. Ich mach mir mal einen Plan 😉

      Und ein Beitrag zum Thema „Warum mein Blog ein Geheimnis ist“ kommt bestimmt. 🙂

      Alles Liebe
      Julia

      Gefällt 1 Person

  4. ich kann Dich gut verstehen, umso schöner, daß Du Deine Gedanken mit uns teilst. Zu Punkt 5 habe ich eine Vermutung/Idee, will aber nicht vorgreifen. Ich würde mich aber auch über einen Beitrag dazu freuen.

    Alles Liebe,
    Wolfgang

    Gefällt 1 Person

  5. Pingback: Warum meine Angst so hoch ist… – Lebenswelt

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