Ich bin böse!

Wenn ich mir einen Film anschaue würde ich auf die Frage, welcher Charakter ich gerne sein würde meist antworten: „Der/Die Böse!“

Ich finde das Böse hat etwas Faszinierendes. Grundsätzlich ist es ja die Gesellschaft, die bestimmt was böse ist. Ein extremes Beispiel: Ein Mensch, der andere Menschen umbringt wird als pure Verkörperung des Bösen angesehen. Doch sind dann Tiere, die ihre Artgenossen töten auch böse? Ein Tier tötet nicht grundlos, ein Mensch auch nicht. Ob dieser Grund moralisch vertretbar ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben! Und bitte versteht mich hier nicht falsch: Mord ist absolut schrecklich! Ich liebe nur solche Gedankenspielchen.

Außerdem entwickle ich gerade bei Büchern, Filmen usw. oft eine Sympathie für die böse Figur, wenn erklärt wird woher sie kommt, was sie durchgemacht hat und ich kann dann oft sehr gut nachvollziehen, warum sie so handelt.

Ich habe auch schon mal in meinem Beitrag Mitgefühl mit einem Mörder meine Gedanken zu Täter und Opfer mitgeteilt. Es ist Komplex. Und jeder, der Menschen aufgrund ihrer Taten als Monster bezeichnet, lässt sich von Emotionen leiten, was vollkommen ok – nein sogar gut – ist. Rational zu urteilen scheint oft richtig zu sein, aber so funktioniert der Mensch nun einmal nicht.

Nicht zuletzt finde ich das Böse faszinierend, weil ich im echten Leben nicht böse sein kann und es, um ehrlich zu sein, auch nicht will. Aber ich finde jeder sollte das Böse in sich anerkennen, denn meist sind Gedanken, die wir verwerflich finden, aus Gründen da, die es zu erforschen gilt. Und dafür ist unsere böse Seite voller Informationen für uns.

Ich hab das Gefühl, dass der Text komplett wirr ist, aber so sieht es in meinem Kopf eben gerade aus und das ist ok.


Jetzt hab ich noch ein kleines Video für euch, wo ich mich mit meiner bösen Seite auf eine humorvolle Art und Weise auseinandersetze! Viel Spaß! 🙂


► Mein YouTube Kanal: JULIA LEBENSWELT

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18 Gedanken zu “Ich bin böse!

  1. Sehr provokant gedacht, aber das soll wahrscheinlich so sein. Dürfte an sich für jede Menge Diskussionsstoff sorgen. Tatsache an sich ist, dass es ohne das Böse auch das Gute nicht geben würde. Erstens hat alles zwei Seiten, alle Dinge haben ihren Gegensatz und woran würden wir das Gute bemessen wollen, wenn es das Böse nicht gäbe.

    Liebe Grüße Nicole

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    1. Ich stimme dir absolut zu. Kein Dunkel ohne Hell, kein Gut ohne Böse – diese Dinge existieren nur durch ihren Gegensatz.

      Ich halte mich oft bewusst mit solchen provokanten Gedanken zurück, weil die Reaktion darauf sehr unterschiedlich sind. Ich sage absolut niemals, dass meine Gedanken richtig sind. Ich möchte sie nur mal in den Raum werfen, um die Meinungen anderer dazu zu hören. In meinem Umfeld gibt es da aber leider einige Menschen, die sich auf solche Gedankenspiele überhaupt nicht einlassen können. Dabei kann das auch richtig Spaß machen!

      Alles Liebe
      Julia 💜

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      1. Nun ja, bei solch brisanten Themen, mag es für Dich vielleicht ein Spaß sein, doch andere finden das überhaupt nicht lustig und würden auch niemals so denken. Wie können sie sich dann darauf einlassen und diese Sichtweise der Dinge verstehen, geschweige denn kommentieren? Sehr schwieriges Thema.

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      2. Spaß war vielleicht nicht der richtige Ausdruck. Ich finde es interessant.

        Ja, das ist es eben. Jeder geht anderes mit so etwas um und reagiert anders darauf, was auch vollkommen ok ist. Deshalb ist es für mich so schwierig, wo ich solche Gedanken anbringe und wo eben nicht.

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  2. Geht mir wie dir, ich identifiiziere mich auch am liebsten mit den Bösewichten, allerdings habe ich da Grenzen und Ansprüche. Für Mörder kann ich mich gar nicht erwärmen, aber so der typische Schurke, der einerseits Schlimmes hinter sich hat und andererseits die Weltherrschaft anstrebt oder sogar schon besitzt, den finde ich dann spannend, sofern er eine gewisse Tiefe hat, was ja leider nicht immer gegeben ist. LG!

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  3. Ich finde auch, dass das sogenannte „Böse“ auch nicht pauschalisiert werden sollte! Genauso wie das Gute nicht immer „gut“ ist! Alles hat seinen Hintergrund. Ich glaube auch, dass alle Menschen beide Extreme in sich haben!

    Und das Video finde ich richtig großartig! 😍❤️

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  4. Nein nein, nicht wirr. Zu dem Thema „böse“ gibt es viel zu sagen und in Filmen finde ich die Bösen auch immer besonders spannend. Eben weil ich dann auch immer noch denke, hinter die Fassade zu schauen. Ich suche nach dem weichen Kern.
    Übrigens – selbstredend waren mir auch beim Theaterspielen die „Bösen“ immer besonders lieb. Einmal so richtig gemein, fies, laut und grausam sein … hach .-)
    Wir kompensieren damit bestimmt, dass wir im realen Leben immerzu denken, besonders lieb und nett sein zu müssen und immer zuerst an die anderen zu denken und erst ganz zuletzt an uns 😉

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  5. Aylee

    Bei mir war es immer umgekehrt. Ich war nach aussenhin sehr böse und wollte es auch sein, aber ganz tief in meinem Inneren war ich nicht so böse, wie ich es gern gehabt hätte.

    Wichtig ist, dass man immer ehrlich zu sich selber ist.

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