Selfcare Project – gegen den Stillstand

In meiner „Blogger-freien-Woche“  habe ich mir so einige Gedanken zu meiner jetzigen Situation gemacht – als wäre das was Neues. Haha.

Ich bin gerade sehr eingenommen von Uni, Master-Bewerbungschaos und Bachelor-Arbeit, sodass ich mir wenig Zeit für mich selbst nehme – noch weniger als sonst. Das liegt zugegeben nicht daran, dass mein Terminkalender bis obenhin voll ist, sondern dass ich mein Wohlbefinden immer unter alles andere stelle.

Das heißt im Klartext: Ich befinde mich im Stillstand.

Seit Wochen verändern sich meine psychischen Symptome nicht. Damit meine ich, sie bleiben gleich schlecht. Meine Binge Eating Phasen sind wesentlich häufiger, meine Angstzustände permanent und das Gefühl der Sinnlosigkeit klopft immer wieder gegen meine Schädeldecke.

Trotzdem funktioniere ich und bekomme alles, was von mir verlangt wird, auf die Reihe. Zum Leid meines Körpers und meiner Psyche. Immer wieder sage ich mir: „Nach der stressigen Zeit kannst du dich wieder um dich kümmern und neu starten!“ Hallo, Schwarz-Weiß-Denken!

Ich habe beschlossen nicht länger zu warten. In meinem „Selfcare-Project“ setze ich mir jede oder jede zweite Woche hier auf meinem Blog 3 kleine Ziele (ich mag dieses Wort eigentlich nicht – daher ab sofort „Projekte“), die mir helfen sollen wieder „Back on Track“ zu kommen, wie man so schön sagt. Ich werde euch daran teilhaben lassen, welche Projekte ich mir setze und wie es mir damit geht. Damit möchte ich mir selbst etwas mehr Druck machen (wenn es meine Leser wissen, kann ich doch nicht einfach hinschmeißen) und auch euch einladen bei dem Projekt mitzumachen – in den Kommentaren oder privat. Wichtig ist, dass die Projekte klein und realistisch sind!

Ich starte einfach mal mit meinen 3 Projekten für die nächste Woche mit dem Schwerpunkt „Routinen schaffen“:

3 Projekte.png


Was nehmt ihr euch im Moment so vor? Schreibt mir das doch gerne in die Kommentare. Dann können wir uns gegenseitig motivieren! 😉

PS.: Bitte nicht falsch verstehen: Hier geht es nicht um das Erreichen von Perfektion oder irgendeinem sonstigen Ideal, sondern viel mehr darum auf sich selbst Acht zu geben, indem man Dinge tut, die einem gut tun.


► Mein YouTube Kanal: JULIA LEBENSWELT

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15 Gedanken zu “Selfcare Project – gegen den Stillstand

  1. Super Projekte! (Ich hab bewusst nicht das Z-Wort gewählt 😜) Bis ich gerade deinen Text gelesen habe, war mir gar nicht bewusst, dass ich das „Nach der stressigen Phasen kann ich mich ja entspannen“-Denken auch total innehabe! Also ist das gerade eine total gute Erinnerung für mich, dass Self-Care immer geht und man auch in stressigen Phasen an sich selbst denken sollte! Ich werde versuchen, das nicht zu vergessen – das ist ja schon ein Projekt genug – und immer wieder auf meinen Körper hören. Vor allem dann Pausen machen, wenn ich welche brauche.

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  2. Liebe Julia,
    ich finde das toll, dass du bewusst das Wort „Ziele“ vermeidest. Ich musste einen Moment darüber nachdenken, denn mir wird ständig eingetrichtert: „Du musst Ziele haben, sonst erreichst du nicht das, was du willst!“ Recht hast du, es ist völliger Quatsch.
    Aber ist das nicht irgendwie traurig, dass man sich heutzutage bewusst an sich selbst erinnern muss? Wir leben in unserem Körper und spüren wenig bis gar nicht, was wir benötigen. Selbst wenn wir es spüren, übergehen wir es, weil wir nach der Pfeife der anderen tanzen (müssen). Das ist so, als wohne man in einer Wohnung, zahlt aber Miete für das Haus gegenüber, in dem andere Zuhause sind.
    Ich nehme mir vor, kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ich auf meine Befindlichkeiten höre. Aktuell ist es zeitig ins Bett zu gehen und morgens nach 6.00 Uhr aufzustehen.
    Ich nehme mir auch vor, Sätze wie: „Selbständig müsste man sein, dann kann ich faul sein wie du“ nicht ernst zu nehmen.
    Des Weiteren bin ich aktiv dabei, mind. einmal täglich ein Buch fernab meines beruflichen Schwerpunktes zu lesen.
    Für deine Projekte wünsche ich dir Ausdauer, aber vor allem ein gutes Gewissen. 😉
    Viele Grüße
    Michaela

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    1. Danke für deine lieben Worte, Michaela! 💜 Ich hab auch irgendwann realisiert, dass mich dieses ganze Ziele setzen mehr unter Druck setzt als es mir hilft.

      Dass mit der Miete und der anderen Wohnung ist ein toller Vergleich! Werde ich mir definitiv merken. Ich liebe ja solche Analogien ;).

      Es ist so wichtig auf sich selbst zu hören und dass mit dem fachfremden Buch ist definitiv auch etwas, was mir guttun würde. Man lebt immer in so einer Blase, da ist es toll so seinen Blick zu weiten 🙂

      Auch ich wünsche dir alles Gute und lass dich nicht unterkriegen!!!

      Ganz liebe Grüße ❤

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  3. Hallo Julia,
    das läuft ja schon mal besser als gedacht!!
    Ich habe so meine festen Rituale, esse nur 1,5 – 2 Mal am Tag, trinke viel, rauche und schlafe weniger. Aber das ist wohl meinem Alter geschuldet. Ich wollte über das Schlafen schreiben und auf Schlafstörungen kommen und musste feststellen, das das nicht zu vollenden war. Da spielt einfach viel zu viel mit u.a. auch das Essen, der Darm etc,pp…
    Glaubst du, dass man Schlaf nachholen kann? Bei Interesse:
    https://4alle.wordpress.com/2018/05/28/eingeschlafen-ausgeschlafen/
    Mach`s gut!
    Jürgen aus Loy (PJP)

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    1. Hallo Jürgen! Meine Schwester sagt immer, dass sie nie ausgeschlafen ist, egal wie viel sie schläft. Ich hab ihr mal vorgeschlagen sich 24 Stunden hinzulegen, um zu schauen, ob das stimmt. Das hat sie dann doch abgelehnt ;). Ich denke, dass ein regelmäßiger Schlaf viel wichtiger ist als einmal viel zu schlafen, um so verpassten Schlaf aufzuholen.
      Liebe Grüße, Julia

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      1. Regelmäßiger Schlaf 6-7 Stunden, nicht über 9 Std. ist der Studie nach am besten. Nur hat sich herausgestellt, dass, wenn Leute zB von Berufswegen in der Woche nur 5 oder weniger Std. schlafen, den Schlaf am Wochenende nachholen könne, ohne ihre Gesundheit zu beeinträchtigen. Und deine Schwester kommt meinem Sohnemann nach, denn den kriegst du auch nicht aus`m Bett, wenn der mal ausschlafen kann. Und so ging s mir früher auch mal, als es mir nicht gut ging. Ich bin nur froh, dass ich meinen Rhythmus jetzt gefunden habe. Und wenn ich nachts mal nicht schlafen kann und die Gedanken kreisen, stehe ich sofort auf und mache etwas. Das war die wichtigste Erfahrung für mich, was meinen Schlaf betrifft.
        So, jetzt hab ich mich mal etwas ausführlicher bei die geoutet. Und ich finde gut, dass man seine Erfahrungen miteinander teilt!
        LG
        Jürgen aus Loy

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      2. Vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen, Jürgen! Ich liebe diesen Austausch auch sehr!

        Ich denke, dass ich mit 6 Stunden nicht ausgeschlafen wäre, aber dass mehr als 9 nicht guttun kann ich mir gut vorstellen. Ich freue mich sehr für dich, dass du deinen optimalen Schlafrhythmus gefunden hast. Da bin ich noch ein wenig auf der Suche 😉

        Ganz liebe Grüße
        Julia

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      3. Hab nochmal mit Sohnemann gesprochen, mit dem ich mich sehr viel austausche. Der arbeitet auch noch dran, seine Schlafgewohnheiten zu verbessern. Das ist alles `ne Sache der Konditionierungen, die wir mal hinterfragen müssen.
        Ich habe mir jedenfalls `Rituale´ geschaffen, die ich konsequent einhalte, bis sie soz. konditionell angelegt sind. Das braucht alles seine Zeit, bis es selbstverständlich wird.
        Wir sehen das!
        Jürgen aus Loy

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