Ein Date mit mir selbst? – die Angst alleine Dinge zu unternehmen

Wie ihr vielleicht wisst, bin ich ja vor Kurzem umgezogen (schwer zu übersehen, wenn ihr meinen Blog lest, weil ich in jedem Beitrag darüber jammere). Dieser Umzug hat es mir nochmal um einiges schwerer gemacht mein ohnehin schon sozial mangelhaftes Leben darauf auszurichten, zumindest manchmal mit anderen Menschen etwas zu unternehmen.

Und da ich wahrscheinlich lange darauf warten kann, dass ich ein soziales Umfeld habe, dass mit mir regelmäßig Dinge unternimmt, was vor allem an mir selbst liegt (aber das ist ein anderes Thema), habe ich mir schon oft überlegt das Ganze selbst in die Hand zu nehmen. Ich möchte mehr Dinge alleine machen!

Das beginnt schon bei ganz einfachen Dingen wie einfach mal über die Straßen der Innenstadt zu flanieren. Ich wohne mittlerweile bestimmt sechs Wochen hier und war noch nie richtig in der Innenstadt, weil ich alleine nichts unternehme. Ich habe immer darauf gewartet, dass andere die Initiative ergreifen oder, dass ich Besuch habe, um mir selbst mal meinen Wohnort zu zeigen. Das war schon immer so. Und ich bin leider eine Person, die sehr festgefahren ist bezüglich mancher Verhaltensweisen. Von der gesellschaftlichen „Regel“, dass man Unternehmungen im Normalfall mit anderen durchführt, spreche ich hier noch gar nicht.

Dabei bin ich eigentlich gar keine Person, die immer Menschen um sich herum braucht, um sich wohlzufühlen. Das Problem ist, dass ich mich jedoch in Situationen, wo ich mich aus meiner Komfortzone hinaus bewege, so unsicher fühle, dass ich andere Menschen als Schutz brauche oder glaube diese zu brauchen. Das ist das eine Problem.

Das andere Problem ist, dass mir mein Kopf immer einredet, dass es mir doch gar nicht gefallen würde. Zum Beispiel möchte ich dieses Wochenende gerne ins Theater oder Kino gehen, aber mein Kopf hat schon tausend Ausreden parat, warum das nicht geht: „Beim Theater kannst du doch gar nicht sicher sein, ob du eine Karte bekommst!“  (Ich müsste meine Studentenkarte 15 Minuten vor Beginn an der Abendkasse kaufen.) „Eigentlich ist es doch viel bequemer von zu Hause aus einen Film zu schauen!“ „Du magst doch gar keine synchronisierten Filme!“ „Wenn du eine Therapie machst, kannst du dann an solchen Dingen arbeiten!“ „Wenn du unterwegs bist, kannst du nicht so essen wie du möchtest!“ „Du müsstest dich extra schick machen!“ „Das Wochenende ist zum Entspannen da. Da solltest du dich nicht unnötig quälen!“ „Frag doch mal die Kommilitonin, die Ballett so toll findet, die geht bestimmt mit dir ins Theater!“

Ich könnte diese Stimmen noch weiterführen. Der Punkt ist, dass ich am Ende meistens nachgebe und wie immer vor meinem Laptop hänge und Serien schaue. Viele dieser „Begründungen“ sind nicht sinnvoll, jedoch wirken andere auf mich so überzeugend, dass ich nachgebe. Zum Beispiel: Ergibt es tatsächlich Sinn, mich immer wieder unter Leute zu quälen, obwohl ich es schon in vielen Fällen bereut habe, weil ich absolut keinen Spaß hatte? Ich will Dinge nicht nur machen, um es mir selbst zu beweisen.

Andererseits erfordert ein „einfach ausprobieren“ gerade so viel Kraft, die ich, ehrlich gesagt, nicht unbedingt für solche Dinge verwenden möchte. Ich fühle mich gerade wie im „Survival Mode“. Ich versuche die Uni hinzubekommen, mich manchmal auf Blog und Social Media blicken zu lassen, mit meiner Familie Kontakt zu halten und die Wohnung nicht verdrecken zu lassen. Alles darüber hinaus ist mir gerade zu viel bzw. sehe ich auch nicht wirklich einen Sinn dahinter (In den aufgezählten Dingen übrigens auch nicht unbedingt, aber das mache ich, weil ich denke, dass andere das von mir erwarten).

Ich denke viel nach über alles, was ich in meinem Leben mache, aber ich bin auch schon oft von Dingen enttäuscht worden, die ich „einfach so gemacht habe“. Wahrscheinlich sind meine Ansprüche auch zu hoch. Ich habe im Moment einfach große Probleme zu entscheiden, was wirklich gut für mich ist und was nicht.

Kennt ihr solche Schwierigkeiten? Macht ihr häufiger Dinge allein und wie geht es euch damit?


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42 Gedanken zu “Ein Date mit mir selbst? – die Angst alleine Dinge zu unternehmen

  1. Ich fühle mit dir.

    Ich wohne mittlerweile seit 8 – fast 9 – JAHRE in dieser Stadt und kenne eher wenige Leute. Richtig mies fühle ich mich dann, wenn ich mir Montags von Kollegen anhören darf, was die am Wochenende mit wievielen Leute getrieben haben.

    Ich habe tatsächlich mal angefangen viele kleine Dinge alleine zu unternehmen. Man lernt plötzlich erstaunlich viele Leute kennen, die dann aber auch nichts weiter sind als flüchtige Bekannte, die man irgendwann man irgendwo getroffen hat und vielleicht mal wieder über den Weg läuft.

    Ich sage dir: Gib auf jeden Fall nicht auf! 🙂

    In Berlin gibt’s bspw viele kleine Foto-Ausstellungen bei denen man kostenfrei reinkommt und man glaubt gar nicht wieviele Menschen alleine dort hingehen. Versuch’s mit den kleinen Dingen, die dir Freude machen 🙂

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    1. Vielen Dank für deine lieben und ermutigenden Worte! Ich hasse das auch immer, wenn mir Leute von ihren vollen Wochenenden mit zig Menschen erzählen. Selbst, wenn ich mir dann denke, dass ich das eigentlich gar nicht so krass möchte, fühle ich mich dann schlecht. Ich finde spannend, was du erzählst. Ich hätte nicht gedacht, dass man doch Leute so kennenlernen kann – wenn auch nur oberflächlich. Ich versuche meine bestes und werde mich auch mal etwas öfter umsehen, was ich denn alles unternehmen könnte. Liebe Grüße

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  2. Ich kann das ebenfalls gut nachvollziehen.

    Ich bin verheiratet, mein Mann ist mein bester Freund, und wir unternehmen wirklich viel zusammen. Dass ich (oder auch er) mal etwas allein machen, kommt aber wirklich selten vor. Dabei merke ich, wie gut mir das tut, wenn ich z.B. auf einer Dienstreise allein bin und mir dann mal etwas anschaue. Im täglichen Leben habe ich aber auch eine Million Ausreden, warum ich dieses oder jenes nun nicht (allein) machen kann oder sollte.

    Ich denke, man kann am allein Dinge unternehmen nur wachsen. Auch wenn es am Ende anstrengend war, oder nicht so, wie man erwartet hatte, so war es dennoch etwas neues und eine Lernerfahrung. Bleib dran!

    lg Flügelwesen

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    1. Ich glaube das wäre bei mir genauso, wenn ich eine mir Nahe stehende Person häufig um mich hätte. Wenn ich in meiner Heimat bin, dann mache ich auch nur Dinge zusammen mit meiner Mutter oder Schwester.

      Du hast bestimmt recht. Am Ende kann man immer Erfahrungen aus Dingen ziehen, auch wenn sie einem nicht zu 100% gefallen haben. Wahrscheinlich ist das wieder nur eine Ausrede, dass ich es erst gar nicht versuchen brauche. Ich werde dranzubleiben und versuchen meinem Inneren Kritiker standzuhalten. Vielen Dank!

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  3. Ich musste schon sehr schmunzeln! Ich weiß zwar nicht wo Du genau wohnst, aber das kommt mir alles sooo bekannt vor! Nur hatte ich früher sehr viele, eigentlich extrem viele Leute um mich herum, Freunde waren es nicht, vielleicht ein oder zwei, aber ich hatte da nie Lust drauf, musste aber immer irgendwie mit und war echt froh, wenn ich mal alleine war. Das Lernen litt natürlich auch darunter! Ist also kein Nachteil, wenn man wenig Ablenkung hat, aber auch den inneren Antrieb hat, auch wirklich zu lernen! Bei mir kam es leider sehr abrupt und ich war alleine, ohne Freunde oder Bekannte. Da ich dazu noch weit weg wohnte, von alle meinen Bekannten, war es auch nicht möglich, mal eben dort hinzufahren. Es kam eine lange und unangenehme Durststrecke und irgendwann stellte ich mich diesem Gefühl, alleine irgendwo zu sein. Es dauerte und war schwierig, vor allem innerlich, was andere nicht sahen, daher fing ich Stück für Stück an, alleine Sachen zu unternehmen, aber überwiegend in den Bereichen, die mich sehr stark interessierten! Ich ging sogar auch in Lokale oder Restaurants, überwiegend um das WLAN zu nutzen, dennoch saß ich dort alleine, wo ich mich früher noch nicht einmal alleine getraut hätte, wenn ich bei einer Verabredung 5 Min. eher da gewesen wäre. Aber, ich kenne nicht alle Details Deiner Erkrankungen, kann aber nur empfehlen, denke nicht, das Du es musst! Wenn es sich ergibt, sei froh und nutze es, aber erzwinge nichts! Denn oft ist es besser keine Bekanntschaften zu machen als falsche! Du darfst auch nicht viel da hinein stecken, denn Studium ist Studium! Wenn ich überlege wie viele von damaligen Studenten heute noch Kontakt haben, obwohl man es ich versprach und natürlich bei Xing verlinkt ist, alleine schon weil der andere einen Doktor hat! Lass es ruhig angehen und gehe doch einfach mal jetzt durch die Stadt und schaue Dich um, setz dich irgendwie hin, trinke einen Kaffee und dann gehst Du wieder. Hinterher wirst Du vielleicht erkennen, war gar nicht sooo schwierig und Kräfte zehrend! Vielleicht bist Du sogar etwas stolz auf Dich? Ich drücke Dir die Daumen! Du solltest nur vermeiden, weder mit Erwartungen an etwas zu gehen oder mit Vergleichen ! Sei dankbar für das was kommt! Du bist weder schlecht noch weniger Wert als die, die das tun oder können, was Du jetzt noch nicht kannst!

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    1. Danke für deine Ermutigung und das Teilen deiner Erfahrungen! Was du beschreibst ist, glaube ich, genau das, was ich noch nicht so richtig akzeptiert habe: dass es auch ok ist alleine zu sein. Und du hast bestimmt auch recht, dass es außerhalb meines Kopfes gar nicht so schlimm ist, wie ich es mir immer zusammendenke. Ich kann leider auch nicht gerade eben in meine Heimat fahren, um meine Familie zu sehen. Aber das habe ich mir auch eigentlich selbst so ausgesucht. Ohne Erwartung und ohne Vergleichen….das sind meine Stichworte! Meine hohen Ansprüche machen mir wahrscheinlich jede noch so kleine Aktivität kaputt. Für mich hat wirklich oberste Priorität zu akzeptieren wie die Situation gerade ist.

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  4. Liebe Julia,
    Zunächst einmal finde ich es extrem mutig, dass du so offen darüber spricht. Das Alleinsein und die damit einhergehende Einsamkeit sind so gesehen meine Achilles Verse 🙈

    Eher introvertierte Menschen wie ich finden nicht schnelle Kontakte. Ich warte meist auch darauf, dass Menschen mir quasi zugeflogen kommen – deshalb kenne ich die meisten meiner Freunde auch aus der Schule und nur ganz wenige aus der Uni.

    Aber neuerdings versuche ich mich daran Dinge alleine zu machen (z.B. alleine ins Café setzen, im Restaurant essen oder alleine im Park liegen). Übung macht den Meister und es wird mit jedem Mal leichter.

    Ich würde dir raten zunächst einmal mit kleinen Schritten zu beginnen. Für den Anfang könntest du ja mit Kopfhörern in den Ohren durch die Straßen laufen – das beruhigt dich vielleicht ein bisschen, weil es so „normal“ ist, mit Musik in den Ohren herumzulaufen und nicht so auffällig ist.
    Ich rate dir auch nicht alles auf einmal zu machen – das könnte für eine Reizüberflutung sorgen und den gegenteiligen Effekt bewirken. Dinge wie Theater und Kino finde ich immer eine Stufe höher, weil man gerade als Frau schnell verurteilt wird und bei mir persönlich die Stimmen von außen und die mögliche Abwertung Grund sind nicht zu gehen. Zumindest nicht, wenn ich mich nicht soweit fühle.

    Vielleicht wird es noch eine Weile dauern, bis du den Schritt wagen kannst. Stress dich nicht allzu sehr, manchmal braucht man eben eine Weile.

    Ganz liebe Grüße! 💕

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    1. Vielen Dank für deine lieben Worte, Mia! Ich finde es toll, dass du dich immer wieder dazu überwindest Dinge allein zu machen. Das bewundere ich wirklich sehr!

      Wahrscheinlich hast du recht und ich erwarte wieder zu viel von mir, indem ich mich gleich dem Endgegner stelle, sozusagen. „Einfach“ mal durch die Straßen zu laufen wirkt für mich da wesentlich weniger bedrohlich. Eigentlich weiß ich auch aus meinem Studium, dass man Ängste am besten schrittweise abbaut. Aber hier sieht man wieder, dass Wissen nicht unbedingt vor Fehlern schützt. Vielleicht mache ich mir mal eine Liste, mit Dingen, die ich allein machen könnte und ordne sie nach Schwierigkeit.

      Liebe Grüße

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  5. Ich muss mich den vorherigen Kommentatoren ausschließen: ich kann auch sehr gut nachvollziehen, wie du dich fühlst. Einerseits möchte man, andererseits hat man auch Angst vor dem Unbekannten. Ich denke, das ist völlig normal! 😊 Mein Tipp wäre, dass du einfach erst einmal Baby steps machst… also dich erst einmal vorsichtig rantastest. Einen Theaterbesuch finde ich zum Beispiel nämlich schon eine ziemlich große Herausforderung! Aber wenn du dr zum Beispiel ein Ziel setzt wie: Heute mache ich einen Spaziergang zu dem und den Ort (zum Beispiel ein Museum), schaue es mir kurz an und laufe dann wieder zurück – das ist bestimmt machbar! Und ich weiß nicht, ob ich dir die Seite schon mal empfohlen habe, aber ich finde die Website meetup echt gut. 😊 ich hoffe, du lebst dich bald schnell ein. 😌 liebe Grüße

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    1. Du hast bestimmt recht! Meine eigenen Anforderungen sind da wahrscheinlich zu hoch. Ich möchte lernen zu akzeptieren, dass auch kleine Schritte wichtig sind und ich so letztendlich da ankomme, wo ich möchte. Die Seite kannte ich noch nicht! Vielen Dank für den Tipp! 🙂 Ganz liebe Grüße

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  6. Kann leider z.Zt. nicht alles lesen. Zu viel Leute.. 🙂
    „Dabei bin ich eigentlich gar keine Person, die immer Menschen um sich herum braucht, um sich wohlzufühlen“, wie du so schön sagst.
    Warum setzt du dich so unter Druck? Wozu unter Leute quälen?
    Einfach mal gar nichts machen und abwarten. Alles ergibt sich von selbst und kommt, wie es kommen muss! Und die Zeit läuft nicht weg!
    Schönes Wochenende!
    Jürgen aus Loy (PJP)

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    1. Mmh, einerseits stimmt das natürlich. Ich sollte mich nicht ständig quälen irgendwas zu machen. Andererseits bin ich mit meiner jetzigen Situation auch nicht zufrieden. Ich fühle mich einsam und isoliert. Und ich habe schon etwas das Gefühl, dass ich nicht ewig warten sollte, weil ich dann vermutlich nie etwas ändere.
      Liebe Grüße

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      1. Es gibt so viele Menschen in unserem Land, die sich einsam und isoliert fühlen.
        Und du machst doch ständig etwas, indem du hier schreibst. Daraus ergibt sich aus meiner Sicht ein gewisser Widerspruch, und es ist mir nicht ganz klar, was du wirklich suchst.
        Ich habe 2012 mal etwas philosophiert. Und die Lösung meines Lebensproblems ist das `Fazit´ ganz am Ende des Artikles dh. du brauchst nicht alles zu lesen:
        https://4alle.wordpress.com/2012/11/23/philosophie-beim-wort-genommen-die-losung-von-lebensproblemen-durch-zufalle/
        Schönen Sonntag mit etwas Philosophie!
        Jürgen aus Loy (PJP)
        Zugabe (Wdh): Der Weg ist das Ziel!

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      2. Klar, ich bin froh, dass ich hier Kontakt zu so vielen lieben Menschen habe. Mir fehlt aber der „echte“ Kontakt, auch körperliche Nähe und Menschen, mit denen ich etwas unternehmen kann ohne dabei komplett angespannt zu sein.
        Ich lese mir den Absatz gerne durch. Vielen Dank! Ich wünsche dir einen guten Start in die neue Woche!

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  7. Ich weiß nicht, ob das hilft…
    Manchmal muss man es sich instinktiv mal klar machen, während man das sonst nicht realisiert: Ich KANN das und das machen, ich bin ERWACHSEN. Niemand ist da, der es mir verbietet, der mich maßregelt, und es ist auch keiner da, der die Verantwortung für mich übernimmt, sich um meine Interessen zu kümmern.
    Also muss ich das allein machen…
    Und ich DARF das auch!

    Eigenständig zu sein hat zwar auch seine Tücken, aber es bietet einem, auf der anderen Seite, gleichzeitig auch wieder einige Möglichkeiten: Man kann Dinge machen wie mal will. Es steht einem keiner im Nacken, der einem sagt, es ist falsch.
    Gerade in der Großstadt ist das auch entspannender, denn wenn man sich ein Mal dämlich benommen hat (in den eigenen Augen), man sieht nicht unbedingt die Leute, die man an diesem entsprechenden Tag getroffen hat, morgen wieder. Man kann sich auch ungeniert ausprobieren. Es interessiert keinen…

    Und gerade auch Dinge allein auszuprobieren sollte man sich gönnen. Will man schließlich auch bei allen Tätigkeiten jemanden dabei haben? Es gibt auch Sachen, da will man gar nicht, dass es jemand anderes gleich weiß.

    Einzig wenn es um Gefahrenabwehr geht, ist es ein Risiko, viel allein zu unternehmen. (Man kann ja schließlich sonstwem über den Weg laufen, ohne darum gebeten zu haben…)

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    1. Ich finde du sprichst den wichtigen Punkt an, dass es wahrscheinlich den meisten relativ egal ist, was du machst. Das ist wichtig, dass ich mir das immer wieder bewusst mache.

      Ich empfinde Selbstständigkeit immer wieder als sehr bedrohlich, weil ich mir viele Dinge nicht zutraue und Angst habe zu versagen. Aber das ist definitiv eines meiner Grundproblematiken, dass ich mir schwer tue Verantwortung für mein Leben zu übernehmen, weil für mich da subjektiv die „Gefahren“ mehr überwiegen als die Vorteile. Das ist sind fest verankerte Glaubenssätze, die tief in mir verankert sind, seien sie auch noch so absurd – rational gesehen.

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      1. Soziale Ängste (was könnten die anderen von mir denken?) sind sehr tückisch, vor allen Dingen, wenn einem das mal von frühen Bezugspersonen angewöhnt wurde.
        Da ist innerlich ein riesiges Weltuntergangsszenario aufgebaut, welches eigentlich mit der Realität von Außenstehenden, die dich noch nicht einmal vom Sehen her kennen, kaum übereinstimmt. (Mal so am Rande bemerkt: Warum kann überhaupt jemand ein solches Weltuntergangsszenario aufbauen? Das machen in der Regel – früh – nur Leute, die einen wesentlich mehr privat kennen und da überhaupt Ansatzpunkte haben… Außenstehende wären dazu gar nicht mal in der Lage.)
        Sehr gut deutlich wird das immer wieder, wenn man Leute dabei beobachtet, wie sie gerade etwas von den eigenen sozialen Tabus begehen, aber ihnen nichts widerfährt. Das führt einem deutlich vor Augen, dass das eigene persönliche Horror-Szenario eigentlich vielmehr nur so etwas wie die eigene Einbildung ist. Es kommt aus einem selbst.

        Anders ist das wieder bei Dingen, wo eine Berechtigung für die Befürchtungen liegt. Wo man z. B. für irgendwas sich zu Recht fürchtet, von anderen bepöbelt oder verprügelt zu werden. Da kann einem das „was denken andere über mich?“ nicht egal sein.
        (Sowas sollten aber keine ganz alltäglichen Dinge oder Konditionen sein…)

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      2. Du hast vollkommen recht! Die Ängste kommen aus einem selbst und sind objektiv betrachtet meist irrational. Aktiv wurde mir diese Art zu denken nicht wirklich angewöhnt. Ich hab es mehr selbst entwickelt aus den Reaktionen von anderen Menschen und auch aufgrund meiner Charakterzüge. Ich mache viele Dinge, die mir Angst machen (zB hatte ich letzte Woche eine recht große Präsentation), aber ich lerne daraus trotzdem nicht. Vielleicht ist es nicht oft genug oder vielleicht benutze ich Sicherheitsverhalten. Klar, zeigt es mir, dass in der Situtation nichts Schlimmes passiert, aber das macht sie das nächste Mal nicht weniger angsteinflößend.

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      3. Ich würde meinen, sowas wurde einem von anderen angewöhnt. Ist nur ’ne Frage, wie (offen oder subtil) und unter welchen Umständen.
        Kann aber auch sein, dass das nur meine persönliche Meinung ist…
        Kann genauso gut auch sein, dass man bei der Natur Pech gehabt hat und die Teile im Gehirn, die für Angst zuständig sind, von vorn herein etwas ausgeprägter entwickelt sind (also von Geburt an). Temperament ist auch irgendwas, was Einfluss ausübt, aber wogegen man nicht anreden kann – es ist so wie es ist und damit muss man leben…

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      4. Ich glaube es ist eine Mischung aus Persönlichkeit und Umwelt. Und es kommt natürlich auch stark darauf an wie man Signale aus seiner Umwelt interpretiert. Denn ich würde von mir sagen, dass ich dadurch stark beeinflusst wurde/werde.

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  8. C

    Ich habe auch oft Probleme damit alleine irgendetwas zu machen, vor allem weil ich mir (vielleicht zu unrecht) immer so bewusst darüber bin dass ich es nicht „sollte“. Ich habe da immer diese Regeln der Gesellschaft im Kopf (die ich mir zum Teil bestimmt auch nur einbilde) dass man nicht alleine irgendwas machen solle, dass es armselig ist zB alleine ins Kino zu gehen oder alleine essen zu gehen.
    Das nimmt mir dann auch viele Gelegenheiten weg, positive Aktivitäten zu machen – ich liebe essen gehen oder ins Kino zu gehen, aber ohne jemanden an meiner Seite fühle ich mich immer als dürfte ich das nicht. Immerhin ist es ja so wenn man mit anderen drüber redet, erzählt einem keiner dass er sowas alleine gemacht hat – es ist immer „ja ich war mit freunden essen“ oder „ich war mit meinem freund im kino“ und so weiter. Das bestärkt mich dann immer in der Annahme dass man sowas alleine einfach nicht kann bzw. nicht „darf“.
    Mal abgesehen davon dass man so etwas meistens abends macht und ich es hasse alleine unterwegs zu sein wenn es dunkel ist.
    Also verstehe ich das echt gut was du sagst. Ich hoffe wir finden irgendwie die Kraft uns trotzdem zu trauen und weiterzumachen 😉

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    1. Bei mir spielt da bestimmt auch zu einem großen Teil mit rein, was ich glaube, was man sollte und was nicht. Und bei mir ist es auch so, dass sich gerade solche Sätze von anderen wie „ich war mit Freunden da und da“ viel mehr in mein Gehirn einbrennen als wenn Leute sagen, dass sie „ein ruhiges Wochenende“ hatten. Es ist so wie ich mir auch Kritik besser merke als Lob. Aber ich käme mir schon auch ziemlich komisch vor, wenn ich Leuten erzählen würde, dass ich allein im Kino war. Aber denken sie dann wirklich schlechter von einem? Wahrscheinlich die wenigsten. Ich weiß nicht, warum mir gesellschaftliche Konventionen so wichtig sind. Eigentlich hasse ich genau das: wenn man genau das macht, was andere von einem erwarten. Aber ich habe diese Stärke noch nicht gefunden diese Einstellung auch zu leben. Ich hofffe auch, dass wir beide hier irgendwann den Schritt machen können, dass uns die Meinung anderer egaler wird!

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  9. Gib nicht auf, Julia. Finde es toll, wie offen Du hier darüber schreibst. Würde auch denken, Du könntest es mit kleinen Schritten versuchen, dich solchen Situationen zu nähern. Theater ist da sicherlich schon die „hohe Schule“.
    Ich bin es eigentlich gewohnt, alleine Dinge zu machen oder zu unternehmen Das hat für mich immer ein wenig was von Expedition oder Welteroberung, Umherstreifen… finde das total spannend.
    Für wie lange bleibst Du denn (vermutlich) in Deiner neuen Uni- Stadt?

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    1. Dankeschön! Ich nehme mir wahrscheinlich schon viel zu große Dinge vor. Mir gefällt auch deine Ansicht das Ganze als Expedition zu sehen. Ich habe schon öfter gehört, dass man das Leben mehr als Spiel betrachten sollte. Ich mag diese Ansichtsweisen, weil es etwas die Ernsthaftigkeit rausnimmt. Ich werde versuchen öfter daran zu denken! Vermutlich werde ich hier nur zwei Jahre wohnen.

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      1. Würde mich freuen, wenn Du es versuchst. – Zumal die ernsthaften Dinge im Leben sowieso und von alleine kommen. Also kannst Du Dich um den „Rest“ kümmern 😉
        Meine nächste Expedition soll Mittwoch nach Luxemburg gehen – bin schon gespannt drauf.

        Zwei Jahre sind zu lange, um sich die Stadt nicht zu erobern….

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  10. Zara

    Ich verstehe das Problem nicht ganz. Was ist so schlimm daran, wenn du aktuell gerade eh anderweitig viel zu tun hast, sodass du keine Energie und Nerven in „unter Menschen gehen“ stecken magst und lieber Daheim Sachen machst, die dir selbst gefallen?

    Angst was zu verpassen?

    Fühlst du dich verpflichtet, rauszugehen und mehr Kontakte zu pflegen, weil – no offense – „normale Menschen“ das angeblich so machen und es einem in unserer Gesellschaft als gesundes und erstrebenswertes Verhalten verkauft wird?

    ————————————
    Bei mir sieht es so aus, dass ich es heutzutage innerlich eher spüre, wenn ich(!) wirklich Lust auf Abwechslung habe und z. B. auf Kino (alleine oder mit ’nem Kumpel) und wann ich mich nur unbewusst verpflichtet fühle, sowas zu tun (= meistens der Fall, wenn mir sowas wie „du solltest mehr Rausgehen statt hier rumzugammeln/zu zocken etc.“ in den Kopf kommt).

    Seitdem habe ich paradoxerweise tendenziell mehr Energie und öfter als früher (wenn auch nach wie vor insgesamt selten) intrinsisch Lust auf Unternehmungen Draußen, alleine oder mit anderen. Mit anderen ist es für mich aber auch stressiger, deshalb brauche ich dafür mehr Energie, auch bei Treffen mit Kumpels.

    Ich sehe bei dir den Mehrwert für dich nicht recht, wenn du aktuell eh ausgelastet bist, und dich dann noch damit stresst, dass du keine Lust auf Unternehmungen wie „ins Kino gehen“ hast.

    Klar muss man darauf achten, was einfach nur selbstschädliches Vermeidungsverhalten ist, aber warum kann das bei dir nicht ok sein, dass du – zumindest derzeit – wirklich keine Lust auf sowas hast und lieber Zuhause bei dir entspannst?

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    1. Erstmal finde ich es super, dass du für dich recht gut spüren kannst, wann dir was gut tut. Das ist wirklich sehr viel Wert!

      Das Hauptproblem, warum ich mich zu solchen Aktivitäten „zwinge“, ist, dass ich mich einsam fühle und sehr unzufrieden mit meinem Leben bin. Das möchte ich ändern. Leider weiß ich nur nicht wie. Es fällt mir schwer auseinanderzuhalten, was mir tatsächlich nicht gut tut und was eben nur Vermeidungsverhalten ist. Manchmal muss man zuerst unangenehme Dinge tun, um letztendlich dahin zu kommen, was einem guttut. Ich stecke in diesem Hin und Her fest. Ich möchte herausfinden wie es mir besser gehen kann. Ich will nicht ständig nur überleben ich möchte im Leben leben. Verstehst du?

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      1. Zara

        Zitat:
        „Das Hauptproblem, warum ich mich zu solchen Aktivitäten „zwinge“, ist, dass ich mich einsam fühle und sehr unzufrieden mit meinem Leben bin. (…) Manchmal muss man zuerst unangenehme Dinge tun, um letztendlich dahin zu kommen, was einem guttut. Ich stecke in diesem Hin und Her fest. Ich möchte herausfinden wie es mir besser gehen kann. Ich will nicht ständig nur überleben ich möchte im Leben leben. Verstehst du?“

        Doch, das was du beschreibst, verstehe ich sehr gut. Es ist nicht so, dass der status quo, den ich oben von mir beschrieben habe, immer so war und ich immer (echte) Freundschaften bzw. gute soziale Kontakte gehabt hätte. Es gibt auch noch Bereiche, in denen ich keine vertiefte Ahnung habe, was und ob ich das, was gerade passiert, etwas ist, das meinen Bedürfnissen entspricht oder eher denen anderer. Beim Sex ist das z. B. so; das ist aber ein kompliziertes Thema ohne deshalb ein Problembereich sein zu müssen.

        Ich stimme dir zu, dass man manchmal das ein oder andere erst ausprobieren sollte, um festzustellen, ob es einem gefällt/gefallen könnte oder nicht. Gerade wenn man viele eigene Bedürfnisse und den eigenen Bauplan noch nicht gut kennt.

        Die Strategie mit „Versuch und Irrtum“ nutze ich selbst, wobei ich mäßig risikofreudig bin. Deshalb überlege und analysiere ich im Vorfeld sehr viel, was mir gefallen könnte und ob etwas bestimmtes wirklich für mich interessant sein könnte. Bis ich das auch umsetze, vergeht wieder weitere Zeit. Falls ich es umsetze. Das meiste mache ich in Gedanken und das reicht mir; bei anderen Sachen lohnt es sich aber, sie auch tatsächlich praktisch mal getan zu haben. Das ist Typ- und Lernsache.

        Gab es bei dir denn Aktivitäten oder einzelne Momente (mit anderen), die dir gefallen haben? … Darauf würde ich aufbauen und das als Richtungsweiser nehmen, ebenso wie die Sachen, die dir nicht gefallen haben. Überlege dir, was dir daran gefallen bzw. nicht gefallen hat? Was könntest du beeinflussen/verändern, um etwas zu einer für dich angenehmen Situation zu machen?

        Ich denke auch, dass du nichts übers Knie brechen musst. Dass dir gängige soziale Aktivitäten wie „mehr Rausgehen“/unter Menschen gehen gefallen, lässt sich nicht erzwingen, auch nicht mit Pflichtrausgehen und Pflichtverabredungen. Ich halte das sogar offen gesagt für kontraproduktiv.

        Gibt es Sachen, die du in der Innenstadt erledigen möchtest? Wäre es etwas für dich, in der Bücherei zu stöbern in der Innenstadt? … Hättest du Lust, dich mit einem Bekannten auf einen Kaffee irgendwo Draußen zu treffen? Gibt es einen aktuellen Kinofilm, der dich anspricht? Gibt es Kurse, bspw. Sportkurse an der Uni, die du interessant findest? Gibt es Feste/Veranstaltungen in deiner Stadt, die du interessant fändest?

        Auf sowas würde ich aufbauen.

        … Einfach in die Innenstadt zu fahren und dort ohne Ziel rumzulaufen oder aufs Stadtfest zu gehen, obwohl es mich nicht interessiert und ich froh bin wieder Daheim zu sein, oder in der Innenstadt shoppen zu gehen, obwohl mich dort nichts interessiert, wäre nun auch nicht mein Ding.

        In meiner Stadt kenne ich entsprechend auch nur die Orte, an denen ich mal was erledigen musste oder sonstwie meine gewohnten Kreise ziehe. Für mich ist das ok und andere wie meine Eltern können sich darüber amüsieren und mich als autistisch bezeichnen. 😉 … Wichtig ist mir, dass ich den Dingen nachgehen kann, die mich selbst interessieren.

        Ist es denn bei dir so, dass du etwas bestimmtes (A) gerne machen möchtest, aber darauf wartest, dass jemand anderes A mit dir macht? Oder hast du zu A alleine keine Lust, aber zusammen mit anderen dann doch?

        Letzteres würde ich nicht ändern, das ist doch ganz normal. Bei Ersterem könnte es sich dagegen lohnen, wenn du dir das vornimmst, das alleine zu machen. Aber auch da würde ich lieber klein(er) anfangen => du möchtest ja nicht abgeschreckt sein hinterher und sagen: „Gut, dass der Horror vorbei ist!“, sondern das als positives Erlebnis oder zumindest als neutrales Erlebnis erfahren.

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      2. Bei mir ist es dann leider auch so, dass viel analysieren im Vorfeld oft schon dazu führt, dass ich es dann gar nicht ausprobiere. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es mir reicht es in Gedanken zu machen.

        Mmh, schwierig zu sagen, wann mir welche Aktivitäten gefallen haben, weil ich im Nachhinein oft nicht mehr das richtige Empfinden habe, dass ich in der Situation hatte. Hier würde es wahrscheinlich helfen, wenn ich mir das zeitnaher aufschreiben würde. Aber auf jeden Fall danke für die Denkanstöße! Vielleicht sollte ich mir da aber auch ein bisschen mehr vertrauen.

        Ich warte schon oft darauf, dass andere auf mich zukommen und etwas unternehmen wollen. Aber, wenn ich es dann tatsächlich mit anderen mache, dann stelle ich fest, dass mir das alleine vielleicht sogar mehr Freude machen würde – das kommt stark auf die Personen an.

        Ich werde mal versuchen klein anzufangen und, wie du schreibst, auch konkrete Aktivitäten auswählen, die mir Freude bereiten könnten.

        Vielen Dank für deine Ratschläge!

        Alles Liebe
        Julia

        PS.: Tut mir leid, dass ich erst jetzt antworte. Irgendwie hat der Spam-Ordner deinen Kommentar verschluckt.

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  11. Hey Julia!
    Im Wesentlichen schließe ich mich meinen Vorrednern an: Ich verstehe das nur zu gut! Ich bin in einer sehr ähnlichen Situation.
    Außerdem denke ich auch, das du kleiner anfangen solltest. Wie schon gesagt, schnapp dir deine Kopfhörer und Lieblingsmusik und Lauf einfach Mal los durch die Stadt. Mir macht es dann – wenn ich mich überwunden habe – meistens sogar Spaß, Neues zu entdecken. Apropos Überwindung: Am leichtesten fällt es, wenn du schon vorhandenen „Schwung“ ausnutzt: Zum Beispiel wenn du eh schon in der Stadt bist, zB nach der Uni?
    Und dann, wenn du es geschafft hast, BELOHNE dich für deinen Mut! Setz dich in ein Kaffee und iss ein leckeres Stück Kuchen. Oder hol dir einen schönen Blumenstrauß. Oder in der Drogerie einen Badezusatz. Was auch immer dich glücklich macht.
    Und ganz egal, wie lange du unterwegs warst: Sei stolz auf dich, denn du hast es geschafft!
    Ganz liebe Grüße,
    shadowme

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    1. Danke, shadowme! Das mit dem „Schwung ausnutzen“ ist eine gute Idee! Das werde ich mir auf jeden Fall merken! Und ich muss tatsächlich sagen, dass deine Worte mich gerade tatsächlich etwas mehr dazu ermutigt haben, das ganze anzugehen. Kleine Schritte und belohnen klingt nach einer machbaren Vorgehensweise! Auch, wenn es mir schwer fällt stolz auf mich zu sein, werde ich es versuchen. Wahrscheinlich erfordert das genauso Übung wie alleine Dinge zu unternehmen! Alles Liebe, Julia

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  12. karstengrzyl

    Sie müssen wirklich keine Angst davor haben, „Dinge“ alleine zu unternehmen. Das ist eine reine Frage der Gewöhnung. Ich finde es sehr schön, allein zu shoppen. Es ist so entspannend . Null Stress. Wünsche Ihnen viele positive Erfahrungen.

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  13. Ich kenne das auch gut – nach einem Umzug vor ein paar Jahren kannte ich auf einmal nur noch wenige Leute, und obwohl ich es anfangs sehr unangenehm fand, habe ich öfter etwas alleine unternommen. Bei mir war es hilfreich, dass ich oft irgendwo hin gegangen bin, wo auch andere Menschen alleine waren oder etwas tat, was eh nur alleine funktioniert – in den Park mit einem Buch, in ein Café mit Laptop und ein bisschen was für die Arbeit machen, Sportkurse besucht, in die Nachmittagsvorstellung im Kino gegangen…. Das kostete weniger Überwindung als Dinger, die traditionell alle zu mehreren machen, wie etwa in eine Bar gehen oder eine Disco oder essen gehen. Und für das Kino noch ein Tipp: erst in den Saal, wenn es dunkel ist. Erstens sieht man dann nicht, wie ALLE ANDEREN (was noch nicht einmal stimmt, gerade in den 17-Uhr-Vorstellungen sind immer andere Einzelne) sich mit ihren tausend Freunden unterhalten, und zweitens hat man dann nicht das Gefühl, dass alle einen sehen und denken: oh, die Arme, die hat keine Freunde (was kaum jemand denkt, weil sich einfach niemand dafür interessiert, wer alleine im Kino sitzt und wer nicht). Ich kann da also nur ermutigen!

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