Ein Schritt aus meiner Komfortzone: Ich war in einer Radiosendung

Vor fast zwei Wochen war ich in der Sendung „Ab 21“ bei Deutschlandfunk Nova zu Gast. Ich habe dort über meine Soziale Phobie berichtet. Hier geht es zur Sendung: Was soziale Phobien mit uns machen. Der Grund, warum ich den Link dazu erst jetzt mit euch teile, hat zwei (naja, eigentlich drei) Gründe:

1. Ich habe bisher schon zwei Mal bei anderen Podcasts mitgemacht und mir diese nie angehört. Das Anhören kostet mir so viel Überwindung, weil ich mich sofort kritisiere und mich für mich selbst fremdschäme. Mit meiner Therapeutin habe ich nun vereinbart, dass ich mich in einer ruhigen Minute mal hinsetze und mit einer liebevollen Haltung (leichter gesagt als getan) der Sendung lausche. Und ich hab es tatsächlich gemacht! Und wie ihr seht habe ich es überlebt und kann nun sagen, dass es ganz ok ist, was ich gelabert habe. Deshalb bin ich auch bereit es mit euch zu teilen.

2. Die Tatsache, dass ich mich überwunden habe, das Interview überhaupt zu machen, hat mich schon weit aus meiner Komfortzone gedrängt. Zwar wurde das Gespräch bereits vor der Sendung aufgezeichnet, aber es ist alleine schon schwierig für mich zuvor mit einer fremden Person zu telefonieren und nicht bekannte Fragen zu beantworten. Dass mir immer eine Antwort eingefallen ist, wundert mich selbst. Ich bin stolz darauf über meine Grenzen gegangen zu sein und ich möchte das auch zeigen. Deshalb teile ich den Link mit euch. Ich finde es hat immer einen Hauch von Angeben subtil solche Dinge zu schreiben wie „Schaut alle her! Ich war in einer Radiosendung! Ich bin so toll!“ Beziehungsweise denkt der Teil in mir, der mich gerne kritisiert und runtermacht so. Aber ich habe meinen Blog, um alles zu schreiben und zu teilen, was ich möchte. Und solche großen Ereignisse möchte ich gerne hier teilen. Denn ich stehe zu dem, was ich sage. Auch wenn es nicht perfekt ist.

3. Der dritte Grund, warum ich die Sendung heute mit euch teile, ist recht simple: Ich hatte diese Woche einfach keine Zeit bzw. Ideen über etwas anderes zu schreiben. 😉

Also, wenn ihr heute eine knappe halbe Stunde habt, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr euch die Sendung anhört. Hier noch einmal der Link: Was soziale Phobien mit uns machen.

Und ich freue mich auch gerne über Feedback von euch! 🙂


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19 Gedanken zu “Ein Schritt aus meiner Komfortzone: Ich war in einer Radiosendung

  1. C

    Find ich voll klasse dass du das gemacht hast! Und ich finde damit kannst du auch absolut angeben ohne dich schlecht zu fühlen 😉 Das kostet ja auch einiges an Überwindung. Und ich finde du hast das voll schön erklärt

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  2. Hey Julia, ich finds mutig, dass du dich dem Interview gestellt hast! Damit hast du ja schon einen Sieg über deine Angst errungen!
    Das Problem an der Supermarktkasse kenne ich auch. Meine Therapeutin hat irgendwann mal gesagt: „Wo die Angst ist, ist der Weg!“. Seitdem versuche ich mich immer wieder mit meinen Ängsten zu konfrontieren, um festzustellen, dass dann doch gar nichts Schlimmes passiert. Zum Beispiel einfach mal bewusst sehr langsam meine Sachen an der Kasse einpacken…einfach nur, um festzustellen, dass ich danach immer noch lebe! 😀
    Wenn ich Angst bildlich beschreiben sollte, würde ich eine riesige dunkle Blase wählen. Sie bäumt sich vor einem auf und man denkt, man würde das nicht überleben, doch wenn man einmal den Mut hat hineinzupieksen, dann zerplatzt sie sofort und man erkennt, dass Angst an sich gar keine eigene Substanz hat! Sie ist mehr wie ein Schatten…aber sobald Licht hineinfällt verschwindet er!
    Ich wünsche dir viel Mut weiterhin! LG!

    Gefällt 2 Personen

    1. Vielen Dank für deinen lieben Kommentar!

      Ich finde dieses Bild mit der riesigen dunklen Blase, richtig toll! Das beschreibt es wirklich sehr treffend.

      In einigen Situationen hilft mir diese Konfrontation mit der Angst auch. Aber für mich gibt es auch einige Situationen, wo ich scheinbar nicht daraus zu lernen scheine. Da steht mir wahrscheinlich die Art und Weise wie ich mit der Situation, der ich mich aussetze, umgehe. Ich tendiere z.B. auch schnell dazu meine Erfolge kleinzureden. Der Beitrag ist der Versuch das nicht mehr zu tun. 😉

      Vielen Dank! Ich wünsche auch dir alles Gute!

      Gefällt 1 Person

      1. Es ist ein sehr guter Versuch! Weiter so! 🙂
        Ja, machmal fragt man sich, woher man die Kraft nehmen soll, sich der Angst zu stellen…woher soll man wissen, ob wirklich nichts Schlimmes passiert?!
        Ich habe angefangen, mich mit meinen Ängsten zu konfrontieren nachdem ich Jesus kennengelernt habe! Immer wieder sagt er „Fürchte dich nicht!“, denn ich bin mit dir! Als ich die Liebe Gottes das erste mal erlebte, wuchs plötzlich mein Vertrauen, dass es einen Platz gibt, wo es keine Angst mehr gibt. In der Bibel steht „Angst ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Angst aus.“ (1. Johannes 4, 18). Dieser Vers hat mich soo sehr ermutigt und motiviert, dass Gottes Liebe stärker ist als meine Angst und dass ich mit seiner Hilfe einfach alles überwinden kann! Wenn ich weiß, dass ich geliebt bin und dass ich diese Liebe durch nichts verlieren kann, dann brauch ich mich vor vielem nicht mehr fürchten, weder vor Ablehnung von Menschen noch vor anderer Not. Dieses Gefühl, einfach mal keine Angst haben zu müssen, tut soo gut!
        Ich wünsche dir ganz viel Überwinderkraft! 🙂

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  3. Ich habe mir das Interview angehört, liebe Julia, und ich bin zutiefst berührt. – Ich kann mir gut vorstellen, wie viele Fragen Du im Vorfeld hattest, wie viel Unruhe in Dir gewesen ist, diesen Schritt zu wagen.

    Mir bist Du in diesem Interview als ein sehr liebens- und schätzenswerter Mensch begegnet. Autenthizität zu verkörpern, wenn bzw. obwohl es um (vermeintliche) Schwächen bzw. Beeinträchtigungen geht, das ist etwas Großes, Besonderes, das ist ein hoher Wert an sich. Und ganau diesen Wert hast Du für mich in diesem Interview, in der Art, wie Du auf die Fragen reagiert und sie beantwortet hast, verkörpert.

    Und das unter den so exponierten Bedingungen, wie sie ein Interview für einen großen Radiosender, nun einmal begleiten.

    Für mich, liebe Julia, KANNST Du gar nicht peinlich sein.

    Viele, von Herzen kommende, Grüße an Dich!

    Gefällt 2 Personen

    1. Vielen Dank für diese wundervollen Worte! Sie berühren mich wirklich sehr!

      Es waren tatsächlich sehr viele Fragen im Vorfeld in meinem Kopf, aber ich weiß auch, dass ich solche Dinge tun möchte, um weitere Schritte vorwärts zu gehen.

      Und solche Kommentare wie die deinen, helfen mir auch immer sehr tatsächlich zu glauben, dass ich das Richtige tue. Also noch einmal ein herzliches Dankeschön!

      Gefällt 1 Person

  4. Ich habe es zwar noch nicht gehört – aber ganz generell mal Glückwunsch dazu, daß Du es gemacht hast. Und bei solch einem Interview kannst Du ja eigentlich nur gewinnen in der Situation, oder? Freu‘ mich für dich!

    Gefällt 1 Person

  5. Liebe Julia,

    ich bin nun auch endlich dazu gekommen, diesen wunderbaren Beitrag von dir anzuhören! Wie schön, dass du dich getraut hast, dort mitzumachen und deinen Erfolg jetzt auch hier mit uns teilst. Es sind ja schon viele lobende Worte gefallen, denen ich mich einfach anschließen möchte. Ich hab dich als sehr authentisch und liebenswert erlebt. Als einen Menschen, der einfach ehrlich darüber spricht, womit er zu kämpfen hat. Viele andere Menschen kämpfen auch und sprechen nicht darüber. Wie toll, dass du dieses Schweigen brichst und auch diesen Menschen dadurch eine Stimme gibst!
    Vielen Dank für diesen schönen Beitrag!

    Gefällt 1 Person

    1. Vielen Dank für deine lieben Worte, Jessica! So etwas zu hören ermutigt mich sehr weiterzumachen und zeigt mir auch, dass ich das Richtige tue. Denn meine Zweifel schleichen sich da doch noch recht oft ein. Aber wahrscheinlich dürften die auch sein und es geht darum wie ich mit ihnen umgehe! Ganz liebe Grüße

      Gefällt 1 Person

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