Die Stadt der Glückseligkeit

Am Tag vor Weihnachten möchte ich mit euch noch eine kleine Geschichte teilen, die ich während meines letzten Klinikaufenthalts kennen und lieben gelernt habe:

Die Stadt der Glückseligkeit

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Ein Mann machte sich auf nach der Stadt der Glückseligkeit. Er nahm nur das Wichtigste mit und brach bei Sonnenaufgang auf. Als er den ganzen Tag in Richtung Stadt der Glückseligkeit gewandert war, rastete er schließlich an einem großen stillen See. Der Tag senkte sich und er entschloss sich, unter einem großen Baum zu lagern. Er bereitete das Nachtlager und stellte seine Schuhe so hin, dass die Schuhspitzen genau in die Richtung der Stadt der Glückseligkeit zeigten. So konnte er sicher sein, die Richtung am Morgen nicht zu verfehlen.

In der Nacht jedoch kam ein Spaßmacher des Weges. Dieser sah die Szene unter dem Baum, sah den Schlafenden, die Schuhe, erfasste die Situation. Leise drehte er die Schuhe in die entgegengesetzte Richtung und ging davon. Weiterlesen „Die Stadt der Glückseligkeit“

Kein Stress stresst mich

Ich hab ein klitzekleines Problemchen, wenn es darum geht das richtige Maß zu finden. Das bezieht sich bei mir auf fast alle Lebenslagen. Von allem gibt es ein individuelles zu viel und zu wenig: Essen, Schlaf, Arbeit, Pause, soziale Kontakte,…You get the idea!

Nun habe ich es zu meiner Lebensaufgabe gemacht diesen Mittelweg für mich irgendwie aufzutreiben. Bei manchen Dingen funktioniert das im Moment gerade ganz gut. Zum Beispiel bin ich echt von mir erstaunt wie gut ich in letzter Zeit die Uni handle. Dazu muss ich sagen, dass ich in der Schule das war, was man so als Streber bezeichnen konnte. Lernen war alles, Freizeit war überbewertet!

Über diese Phase bin ich Gott sei Dank hinweg. Ich gebe weiterhin mein bestes, aber bin bei weitem nicht mehr so verkrampft wie früher. Das liegt vielleicht auch daran, dass in einem Psychologiestudium großer Notendruck herrscht und somit auch ein starkes „Strebertum“. So wird mir praktisch jeden Tag vor Augen geführt, wie verrückt es ist, Zahlen, die möglichst nah an der 1,0 liegen, nachzurennen. Ich meine als wäre das das wichtigste im Leben!

In anderen Bereichen funktioniert das mit dem „Finde die Mitte“ leider noch nicht so gut. Da hätten wir zum einen die Sache mit dem Essen (was wir heute mal in eine Schublade stecken und erst wieder hervorholen, wenn es lieb darum bittet) und auf der anderen Seite die Sache mit meiner Do-To-Liste.

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Essensplan – Fluch oder Segen?

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Ich habe auf dem Weg aus meiner Essstörung schon alle möglichen Essensarten ausprobiert. Ich habe mindestens schon genauso viele „Essensplanumstellungen“ hinter mir, wie ein anderer Diäten.

Während meiner Magersucht war ich im Kalorien zählen ganz groß. Jeder kleinste Bissen wurde eingerechnet und ich hab meist 50 – 100 Kalorien draufgeschlagen, weil sicher ist sicher. Denn den bösen Lebensmittelkonzernen ist ja nicht zu vertrauen. Die machen ihre Produkte doch immer „leichter“ als sie sind. So zumindest damals meine Annahme. In diesem Artikel hab ich genauer beschrieben wie krass mein Essverhalten während meiner Magersucht tatsächlich war.

Während meines stationären Klinikaufenthalts wurde, suprise suprise, nach streng vorgegebenem Essensplan  gegessen. Also wurde mir praktisch meine Entscheidung wie viel ich esse abgenommen. Was erstmal wie eine Erleichterung klingt, war für mich aber ziemlich stressig. Abgesehen von den Mengen, die ich dort in nur 30 Minuten essen musste, war ich extrem damit beschäftigt nicht noch stärker an Gewicht zu verlieren. Und dass obwohl ich alles, was mir vorgesetzt wurde brav in mich hineingeschaufelt habe. Die Mengen waren, obwohl für mich gigantisch, für meinen ausgemergelten Körper anscheinend zu wenig und die Ärzte der Klinik haben das leider nur schwer verstanden und meine Zunahmeprobleme damit erklärt, dass ich ja eine manipulative Magersüchtige sei und garantiert nicht alles esse, was ich sollte. Weiterlesen „Essensplan – Fluch oder Segen?“

Wertfrei zum Glück? – Achtsamkeit

In der Achtsamkeit gilt das Prinzip alles wertfrei zu betrachten. Für uns Menschen eine Mammutaufgabe, denn wir sind die Könige im Bewerten. Würden wir Wertungen aus unserem Wortschatz streichen, bliebe bei so manchem nicht mehr viel übrig.

„Ich bin…!“, „Ich finde, dass…!“, „Wie … (man setze ein beliebiges, am besten abwertendes, Adjektiv ein) ich nur bin!“ Ja, unser Leben ist eine einzige Bewertung. Aber ist das denn wirklich so schlecht?

Würden wir nicht bewerten kämen wir im Leben gar nicht zurecht. Entscheidungen werden getroffen, indem wir Plus- und Minuspunkte abwägen. Mit welchen Menschen wir unsere Zeit verbringen, hängt davon ab wie gut wir uns mit ihnen verstehen. Indem wir unsere Handlungen hinterfragen, können wir in Zukunft ähnliche Fehler vermeiden. Weiterlesen „Wertfrei zum Glück? – Achtsamkeit“

Ich weiß nicht, was mir schmeckt?

Ich esse oft unregelmäßig. Ich esse oft schnell. Ich esse oft viel. So weit, so bekannt. Dazu kommt aber noch ein Problem. Vor allem, wenn ich dann mal versuche „normal“ zu essen. Die Überschrift verrät es schon: Ich weiß nicht, was mir eigentlich schmeckt!

Würde man mich nach meinem liebsten Lebensmittel fragen, würden bei mir mal nur Fragezeichen aufleuchten, bis ich dann verwirrt antworte: „Ich mag eine ganze Menge Dinge ganz gern!“ Glaube ich zumindest…

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Durch Zielsetzung zum Glück (Glücksübung)

Ziele sind für unser Leben wichtig. Sie geben uns eine Perspektive, Sinn und schaffen Klarheit. In Studien wurde herausgefunden, dass es glücklich macht Ziele zu haben. Dabei ist jedoch die Art des Ziels entscheidend. Am besten geht ihr diese 5 Schritte durch und beantwortet sie ehrlich, um euer Ziel zu finden:

Schritt 1: Notiere alle deine Ziele! (Es gibt keine Grenzen!)

Schritt 2: Stelle dir die Frage: Sind das wirklich meine Ziele oder die Ziele von jemand anderem?

Schritt 3: Verfolge ich diese Ziele aufgrund von äußerem Druck oder Erwartungen anderer?

Schritt 4: Widersprechen sich die Ziele oder ergänzen sie sich?

Schritt 5: Sind diese Ziele realisierbar?

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Positive Psychologie – ein neuer Ansatz zum Glück

„Es geht nicht mehr nur darum, Schäden zu begrenzen – und von minus acht auf minus zwei der Befindlichkeitsskala zu kommen -, sondern wie wir uns von plus zwei auf plus fünf verbessern können.“

(Martin P. Seligman: Zeitschrift Psychologie heute, Juni 2000)

Ich studiere ja Psychologie und dieses Semester darf ich an einem Seminar teilnehmen, dass sich vorwiegend mit „Positiver Psychologie“ beschäftigt. Da ich diesen Ansatz sehr schön finde, möchte ich euch dieses Konzept etwas näher bringen:

Was ist Positive Psychologie?

Grob gesagt ist die Positive Psychologie das Gegenkonzept zur Psychopathologie. In der Psychopathologie beschäftigt man sich damit wie psychische Erkrankungen entstehen und behandelt werden sowie man ihnen vorbeugen kann. Das heiß, man möchte einen kranken Zustand verbessern, möglichst heilen. Das heißt der Fokus liegt dabei darauf wie wir Krankheitssymptome reduzieren.

In der Positiven Psychologie, mit Martin Seligman als Hauptvertreter, beschäftigt man sich jedoch damit Lebensqualität zu steigern. Am Beispiel Glück erklärt geht es nicht darum Unglück zu bekämpfen, sondern sein subjektives Glück zu steigern. Der Fokus liegt auf der Maximierung von Glück, Optimismus und allgemeinen Wohlbefinden.

Wozu Positive Psychologie? Weiterlesen „Positive Psychologie – ein neuer Ansatz zum Glück“