Meine Angst vorm Arzt

Das letzte Mal wurde ich 2014 gründlich körperlich untersucht. Das war damals bei meinem Aufenthalt in der Psychosomatischen Klinik, wo ich aufgrund meiner Magersucht behandelt wurde. Dass mein Körper da in katastrophalem Zustand befand dürfte niemanden überraschen.

Seitdem meide ich Ärzte. Nein, das stimmt nicht ganz. Seit ich zugenommen habe, meide ich Ärzte. Obwohl ich nicht um alle Menschen mit weißem Kittel einen Bogen mache. Mit Augenarzt, Zahnarzt oder HNO-Arzt habe ich keine Probleme. Auch eine Blutabnahme ist für mich kein Problem. Das habe ich sogar erst letzte Woche gemacht.

Ich versuche mal diese ambivalente Einstellung zu erklären: Weiterlesen „Meine Angst vorm Arzt“

Meine zahlreiche Therapieerfahrung – Teil 1

Ich habe in meinem Leben schon eine Menge Therapien gemacht. Vor allem, wenn man bedenkt, dass ich erst 21 bin. Hier eine Kurzzusammenfassung davon – mit einer guten Portion Ironie:

11 Jahre – Psychiatrie

Meine erste „Therapie“ musste ich während meines stationären Aufenthalts in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie über mich ergehen lassen. Eigentlich sollte die Therapeutin meine Magersucht behandeln, stattdessen haben wir in jeder Stunde 45 Minuten der Zeit Karten gespielt. Kann man ja mit einem Kind machen! Ihr könnt euch vorstellen wie erfolgreich das war…

12 Jahre – 1. ambulante Therapie (wenn auch nur kurz)

Nach meinem Klinikaufenthalt musste ich natürlich eine ambulante Therapie machen. Nach zwei oder drei Sitzungen war ich jedoch der Meinung „austherapiert“ zu sein und verweigerte ein weiteres Hingehen. Mein mangelndes Durchhaltevermögen hab ich schon mal erwähnt oder? Das einzige, was mir von der Therapie in Erinnerung geblieben ist, war die bunte Wand hinter der Therapeutin.

17 Jahre – Magersucht und Abitur. Eine Therapie zum Überleben! Weiterlesen „Meine zahlreiche Therapieerfahrung – Teil 1“

Ich hasse Nähe…oder?

Ich hasse meinen Körper und berühre ihn schon selbst gar nicht gern. Ich hasse es noch mehr, wenn andere meinen Körper anfassen wollen.

In meiner Familie wurde Nähe selten durch Umarmungen ausgedrückt. Dementsprechend abgeneigt bin ich ihnen auch heute. Eine Berührung ist für mich immer Stress!

Doch das Paradoxe ist, dass ich mir manchmal nichts mehr als Nähe wünsche. Oft stelle ich mir am Abend vor in den starken Armen eines Mannes zu liegen, von ihm umarmt und beschützt zu werden. Weiterlesen „Ich hasse Nähe…oder?“

Soziale Phobie – 5 schwierige Alltagssituationen

fear-of-heights-2040805_1280Mal kurz jemanden anrufen oder nach dem Weg fragen. Kleine Situationen, die mir eine riesige Angst einjagen. Die schlimmsten hier für euch aufgelistet:

  1. Telefonieren ist für mich die Hölle!

Besonders, wenn es um Fremde geht. Aber auch bei Bekannten, steigt mein Puls etwa um die Höhe eines Baumes. Hochhaushoher Puls erwartet mich bei einem Telefonat, wo es um Terminvereinbarung oder Nachfragen geht. Ein bis in den Himmel hoher Puls überfällt mich zum Beispiel bei einem Vorstellungsgespräch am Telefon. Unterm Strich: Telefonieren ist nichts für mich! Weiterlesen „Soziale Phobie – 5 schwierige Alltagssituationen“

Ich habe Angst vor Menschen

Ich habe Angst vor Menschen. Diese Angst ist in den letzten Jahren stetig stärker geworden. Momentan geht es häufig soweit, dass ich unter ständiger Anspannung lebe.

Ich war als Kind schon sehr schüchtern und hab die meisten zwischenmenschlichen Aktionen an meine Mutter abgegeben. So hatte ich eine sorglose Kindheit und einen Schutz, den ich immer nutzen konnte, wenn ich mit der Situation überfordert war. Weiterlesen „Ich habe Angst vor Menschen“

Angst in der U-Bahn – Dialog im Kopf #2

Hier geht’s zum 1. Dialog im Kopf, wo ich auch genauer beschreibe um was es hier geht.

Neulich in der U-Bahn:

KOPF: Hey, guck dir doch mal die Leute um dich herum an! Die sind in ihr Leben vertieft. Siehst du den Kerl da drüben? Der schreibt bestimmt grade seine Freundin! Oder die Oma hinten in der Ecke? Die denkt vielleicht gerade an ihre Enkelkinder und wie froh sie ist eine so wundervolle Familie zu haben!

Und jetzt schau dich an: Du sitzt ganz allein da. Du vermeidest um jeden Preis Augenkontakt mit den anderen Menschen. Du hast Angst sie könnten sehen wie allein du in Wirklichkeit bist.

ICH: Ich weiß, dass das nicht wahr ist! Jeder hat Probleme in seinem Leben, auch wenn es oft nicht so offensichtlich scheint.

KOPF: Ah ja! Und warum nehmen diese Menschen keine Antidepressiva, fressen sich nicht voll, bis ihnen schlecht ist und verkriechen sich nicht jeden Abend in ihren vier Wänden? Weiterlesen „Angst in der U-Bahn – Dialog im Kopf #2“