Ich will alles und zwar – JETZT!

Ich bin ein Mensch mit tausend Ideen im Kopf! Vor allem, wenn es um Themen geht, die mir am Herzen liegen, kann ich oft nicht anders, als mir mögliche und unmögliche Projekte auszudenken (siehe: Projekte, die mich zu Tränen rühren)! Und ich weiß, dass jetzt einige vielleicht sagen: Alles ist möglich, wenn du es nur willst! Aber ich glaube für diese Aussage bin ich zu sehr Realist (sagt die, die ihren Kopf immer in den Wolken hat).

Wie dem aus sei, ich habe vor ungefähr eineinhalb Jahren angefangen meine Geschichte und meine Gedanken hier auf diesem Blog zu teilen. Das hat sich ausgedehnt auf YouTube und andere Social Media Plattformen. Aber das ist alles nicht gut genug! Ich will mehr! Und Gott, damit meine ich nicht mehr Follower und Likes! Ich will mit meiner Geschichte andere ermutigen und helfen, ich will mich austauschen und Gleichgesinnte treffen, ich will kreativ sein und mit tollen Menschen Projekte starten,…

Von dieser Menge an Wünschen werde ich immer wieder so überrollt, dass ich letztendlich gar nichts mache. Heute ist so ein Tag! Es ist mittlerweile 13:46 und obwohl ich schon um 6 Uhr aufgestanden bin, habe ich heute noch nichts hinbekommen!

Und ich weiß da spricht der Kritiker aus mir! Denn an schwierigen Tagen reicht es einfach zu existieren und zu atmen. Für jemanden, der aber in der Schule absolute (schon zwanghafte) Höchstleistungen erbrachte, sind solche Tage unerträglich! Lasse ich mich gehen? Wie konnte ich nur so faul werden? Wo ist meine Zielstrebigkeit, mein Perfektionismus? – Ja, manchmal vermisse ich meinen Perfektionismus.

Ich weiß, dass auch meine psychischen Erkrankungen daran „Schuld sind“. Weiterlesen „Ich will alles und zwar – JETZT!“

Kann ich meinen Worten vertrauen?

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by Julia Lebenswelt

Ich hinterfrage oft wie ich denn sein möchte, was meine Werte sind und wie ich in dieser Welt wirken möchte!

Vielleicht mache ich das zu häufig, aber ich habe den Anspruch an mich selbst mich so zu verhalten, dass es meinen moralischen Ansprüchen genügt.

Ich vertraue mir da selbst ein bisschen zu wenig, denn ich weiß, dass ich auch ohne dieses ständige Hinterfragen richtig handeln kann!

Kennt ihr dieses Gefühl?

Passt auf euch auf! 💜


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Neid und Ich

Ich habe bereits in meinem Beitrag Neid – der Treibstoff für Veränderung ein wenig beschrieben, was die Emotion Neid mit mir so macht. Nachdem Kary vom Blog Über das Leben & Lieben über Neid geschrieben hat (übrigens ein sehr empfehlenswerter Blog), war dies für mich der Anstoß meinen bereits lange geschriebenen Zeilen über Neid auszugraben:

Kurz vorneweg: Ich bin nie auf Materielles neidisch – ganz egal was. Solange meine Grundbedürfnisse erfüllt sind, kann mich niemand mit einem Bündel Geld dazu bringen etwas zu tun, was ich nicht möchte. So denke ich zumindest aus meiner momentanen Position.

Wenn ich neidisch bin, dann auf solche Dinge wie Erfolg, Anerkennung oder Beziehungen. Wobei es bei mir im Endeffekt immer darum geht, dass ich von anderen geschätzt und geliebt werden möchte.

Wie zeigt sich mein Neid nun? Ich würde es im Bezug zur passiven Aggressivität als eine Art passiven Neid beschreiben. Von außen beobachtet würde mich absolut niemand als neidisch bezeichnen. Ich verhalte mich eher Undercover als neidisch.

Ein Beispiel: Ich hänge viel im Internet herum – wer hätte das gedacht ;). Dabei falle ich immer wieder auf den Trick rein, dass andere doch ein so wunderbares Leben haben. Und ja, ich weiß, dass mir hier nicht die Realität gezeigt wird, aber sag das mal meinen Emotionen.

Wenn ich sehe, dass z.B. ein YouTuber extrem viele Abonnenten hat, dann drücke ich nicht auf den Abonnieren-Button, auch wenn mir die Videos gefallen. Das heißt ich will mit meinem Verhalten der Person schaden. Das gehört durchaus zur schlechten Art des Neides. Ich mache mir deshalb auch Vorwürfe.

Andererseits ist es nicht menschlich?

Wenn andere Menschen etwas erreichen, was auch mir sehr wichtig ist, dann löst das in mir Neid aus. Kurz erwische ich mich, wie ich mir wünsche diese Person hätte dieses Erfolgserlebnis jetzt nicht. Schnell wische ich den Gedanken weg und blicke mich verstohlen um – aus Angst jemand könnte meine bösen Gedanken gehört haben.

Ich weiß, ich sollte diese Gefühle als Motivation nutzen. Ich sollte danach streben das von mir neidisch beäugelte selbst zu erreichen. Aber ist nicht auch eine gewisse Portion des bösen Neides ok?


Wie steht ihr dazu? Wann werdet ihr neidisch und wie geht ihr damit um?


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„Next to normal“ – die Darstellung psychischer Störungen als Musical

Letzte Woche war ich mit meiner Mutter in einem für mich ganz besonderen Musical:

Next to Normal – Fast normal.

Als Betroffene psychischer Erkrankungen und Psychologiestudentin kann ich mein Interesse an mentaler Gesundheit nicht leugnen und war sofort Feuer und Flamme als ich die Beschreibung des Musicals in einer Zeitung las, denn es geht – welch Überraschung – um psychische Probleme. Genauer gesagt um Depression, Bipolare Störung, Wahnvorstellung, Trauma, Selbstmord und Drogenabhängigkeit. Klingt auf den ersten Blick ganz schön heftig.


Kurz zum Inhalt

Es geht um eine Familie, Frau, Mann und Tochter, die versuchen mit einer nach außen hin ziemlich verschwiegenen Situation klarzukommen. Die Frau leidet seit dem plötzlichen Tod ihres 8-Monate alten Sohnes an rezidivierenden depressiven und manischen Episoden kombiniert mit visuellen Wahnvorstellungen, in welchen ihr der verstorbene Sohn begegnet. Ihr Mann versucht seine Frau zu unterstützen und ihr zu helfen den gemeinsamen Verlust, der bereits fast 18 Jahre her ist,  zu verkraften. Zudem hat das Paar eine 17-Jahre alte Tochter, die sehr damit zu kämpfen hat von ihrer Mutter zu wenig Liebe und Aufmerksamkeit zu bekommen, da sie im Schatten des verstorbenen Sohnes steht.  Sie flüchtet sich regelmäßig in Alkohol, Drogen und Partys, um ihre familiäre Situation zu ertragen.

Im Laufe des Musicals sieht man wie die Mutter verschiedene Behandlungsmethoden ausprobiert, um ihren Erkrankungen Herr zu werden. Begonnen wird mit einer medikamentösen Behandlung, hin zur Psychotherapie und nach gescheiterten Behandlungsversuchen, die in einem Selbstmordversuch enden, unterzieht sie sich einer Elektrokonvulsionstherapie. Zudem folgen familiäre Veränderungen, um jeden einzelne Person der Familie auf einen besseren Weg zu bringen.

Hier ein kleiner Einblick in das Musical mit einem kurzen Trailer: Weiterlesen „„Next to normal“ – die Darstellung psychischer Störungen als Musical“

Elite Award – Von Motivation, unnützen Dingen und Fernsehern

Ich wurde von thoughts on life für den Elite Award nominiert und da ich bei Awards immer gerne mitmache, habe ich mich sehr darüber gefreut. Vielen lieben Dank thoughts on life!

Da ich schon einmal für den Elite-Award nominiert wurde, verweise ich hier für Regeln und Beantwortung der Standardfragen auf den entsprechenden Beitrag:

Elite Award – Meine Weltverschwörung

elite award klein

Und jetzt beantworte ich mit Freude die 7 Fragen von thoughts-on-life:

  1. Welche „unnützen“ Dinge kaufst oder leistest du dir immer wieder?

Meine Mutter würde jetzt sofort antworten: Nichts. Ich bin tatsächlich sehr minimalistisch angehaucht und gebe eigentlich selten Geld für „Unnützes“ aus. Wenn ich aber etwas nennen müsste, dann wäre es die Tatsache, dass sich meine Hobbies schnell verändern und ich dann auch immer das neue „Equipment“ brauche bzw. glaube es zu brauchen.

  1. Wann hast du das letzte Mal gelacht und warum?

Gestern und zwar über mich, weil ich mal wieder mit mir selbst gesprochen habe – und das auf Englisch. Das passiert bei mir regelmäßig, weil ich im Internet viel auf Englisch konsumiere und das irgendwie bei mir hängen bleibt. 😀

  1. Fernseher zuhause oder keinen?

Ein Fernsehgerät habe ich nicht, aber mein Laptop ist praktisch ein Multifunktionsgerät, auf dem ich mir auch stundenlang Serien und CO. reinziehen kann. Ich mag das klassische Fernsehprogramm nicht, weil es mir immer so gekünstelt vorkommt. Wenn ich etwas Künstliches will, schaue ich einen Film. Deshalb bin ich so ein großer YouTube-Fan, weil es viel authentischer ist – vorausgesetzt natürlich man landet in den richtigen Ecken!

  1. Hast du schon mal einen Wurm, eine Schnecke, eine Heuschrecke oder ähnliches gegessen und wenn ja, warum?

Weiterlesen „Elite Award – Von Motivation, unnützen Dingen und Fernsehern“

Ich bin böse!

Wenn ich mir einen Film anschaue würde ich auf die Frage, welcher Charakter ich gerne sein würde meist antworten: „Der/Die Böse!“

Ich finde das Böse hat etwas Faszinierendes. Grundsätzlich ist es ja die Gesellschaft, die bestimmt was böse ist. Ein extremes Beispiel: Ein Mensch, der andere Menschen umbringt wird als pure Verkörperung des Bösen angesehen. Doch sind dann Tiere, die ihre Artgenossen töten auch böse? Ein Tier tötet nicht grundlos, ein Mensch auch nicht. Ob dieser Grund moralisch vertretbar ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben! Und bitte versteht mich hier nicht falsch: Mord ist absolut schrecklich! Ich liebe nur solche Gedankenspielchen.

Außerdem entwickle ich gerade bei Büchern, Filmen usw. oft eine Sympathie für die böse Figur, wenn erklärt wird woher sie kommt, was sie durchgemacht hat und ich kann dann oft sehr gut nachvollziehen, warum sie so handelt.

Ich habe auch schon mal in meinem Beitrag Mitgefühl mit einem Mörder meine Gedanken zu Täter und Opfer mitgeteilt. Es ist Komplex. Und jeder, der Menschen aufgrund ihrer Taten als Monster bezeichnet, lässt sich von Emotionen leiten, was vollkommen ok – nein sogar gut – ist. Rational zu urteilen scheint oft richtig zu sein, aber so funktioniert der Mensch nun einmal nicht.

Nicht zuletzt finde ich das Böse faszinierend, weil ich im echten Leben nicht böse sein kann und es, um ehrlich zu sein, auch nicht will. Aber ich finde jeder sollte das Böse in sich anerkennen, denn meist sind Gedanken, die wir verwerflich finden, aus Gründen da, die es zu erforschen gilt. Und dafür ist unsere böse Seite voller Informationen für uns.

Ich hab das Gefühl, dass der Text komplett wirr ist, aber so sieht es in meinem Kopf eben gerade aus und das ist ok.


Jetzt hab ich noch ein kleines Video für euch, wo ich mich mit meiner bösen Seite auf eine humorvolle Art und Weise auseinandersetze! Viel Spaß! 🙂


► Mein YouTube Kanal: JULIA LEBENSWELT

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Warum mein Blog ein Geheimnis ist

Ich einem meiner letzten Beiträge Das Leben überfordert mich, habe ich kurz angedeutet, dass mein Umfeld so gut wie nichts über mein „Internetzeug“, wie ich es immer so schön nenne, weiß. Und da es euch interessiert (und mich selbst ehrlich gesagt auch), hab ich mal meine Gedanken gesammelt, warum mein Blog und YouTube ein Geheimnis ist:

  1. Meine Motivation

Ich habe bei fast allen Aktivitäten, die ich so angehe ein Motivationsproblem. Das bedeutet konkret, dass ich so gut wie nichts durchziehe und alles abbreche, wofür ich nicht genügend Anerkennung bekomme. Ja, ich gebe es zu, ich bin ein Mensch, der von den Bestätigungen anderer Menschen lebt. Nun wollte ich mich selbst austricksen, indem ich meinen Blog nur für mich mache. Dadurch, dass ich niemandem davon erzähle kann ich auch keine Rückmeldung bekommen, zumindest nicht aus meinem „realen“ Umfeld. Denn eine positive Bestätigung, z.B. von meiner Mutter, würde schnell dazu führen, dass ich die Anerkennung und Wertschätzung bekomme, die ich so dringend brauche und meine Motivation noch weiterzumachen würde sinken. Warum sollte ich weitermachen, wenn ich schon habe, was ich brauche?

  1. Die Themen

Ich bin hier im Internet so ehrlich und verletzlich wie es mir möglich ist und schreibe über alles, was mich so beschäftigt. Da stellt sich dann für mich die Frage: Möchte ich, dass meine tiefsten Gedanken und Gefühle Menschen kennen, mit denen ich in meinem Umfeld nur „oberflächlich“ zu tun habe? Dabei ist, glaub ich, schon wieder mein Kopf das allergrößte Problem: Freunden gegenüberzustehen mit dem Wissen, dass sie so viel über mich gelesen bzw. gesehen haben, macht mich nur beim Gedanken daran nervös.

  1. Erfolg

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