Elite Award – Von Motivation, unnützen Dingen und Fernsehern

Ich wurde von thoughts on life für den Elite Award nominiert und da ich bei Awards immer gerne mitmache, habe ich mich sehr darüber gefreut. Vielen lieben Dank thoughts on life!

Da ich schon einmal für den Elite-Award nominiert wurde, verweise ich hier für Regeln und Beantwortung der Standardfragen auf den entsprechenden Beitrag:

Elite Award – Meine Weltverschwörung

elite award klein

Und jetzt beantworte ich mit Freude die 7 Fragen von thoughts-on-life:

  1. Welche „unnützen“ Dinge kaufst oder leistest du dir immer wieder?

Meine Mutter würde jetzt sofort antworten: Nichts. Ich bin tatsächlich sehr minimalistisch angehaucht und gebe eigentlich selten Geld für „Unnützes“ aus. Wenn ich aber etwas nennen müsste, dann wäre es die Tatsache, dass sich meine Hobbies schnell verändern und ich dann auch immer das neue „Equipment“ brauche bzw. glaube es zu brauchen.

  1. Wann hast du das letzte Mal gelacht und warum?

Gestern und zwar über mich, weil ich mal wieder mit mir selbst gesprochen habe – und das auf Englisch. Das passiert bei mir regelmäßig, weil ich im Internet viel auf Englisch konsumiere und das irgendwie bei mir hängen bleibt. 😀

  1. Fernseher zuhause oder keinen?

Ein Fernsehgerät habe ich nicht, aber mein Laptop ist praktisch ein Multifunktionsgerät, auf dem ich mir auch stundenlang Serien und CO. reinziehen kann. Ich mag das klassische Fernsehprogramm nicht, weil es mir immer so gekünstelt vorkommt. Wenn ich etwas Künstliches will, schaue ich einen Film. Deshalb bin ich so ein großer YouTube-Fan, weil es viel authentischer ist – vorausgesetzt natürlich man landet in den richtigen Ecken!

  1. Hast du schon mal einen Wurm, eine Schnecke, eine Heuschrecke oder ähnliches gegessen und wenn ja, warum?

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Ich bin böse!

Wenn ich mir einen Film anschaue würde ich auf die Frage, welcher Charakter ich gerne sein würde meist antworten: „Der/Die Böse!“

Ich finde das Böse hat etwas Faszinierendes. Grundsätzlich ist es ja die Gesellschaft, die bestimmt was böse ist. Ein extremes Beispiel: Ein Mensch, der andere Menschen umbringt wird als pure Verkörperung des Bösen angesehen. Doch sind dann Tiere, die ihre Artgenossen töten auch böse? Ein Tier tötet nicht grundlos, ein Mensch auch nicht. Ob dieser Grund moralisch vertretbar ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben! Und bitte versteht mich hier nicht falsch: Mord ist absolut schrecklich! Ich liebe nur solche Gedankenspielchen.

Außerdem entwickle ich gerade bei Büchern, Filmen usw. oft eine Sympathie für die böse Figur, wenn erklärt wird woher sie kommt, was sie durchgemacht hat und ich kann dann oft sehr gut nachvollziehen, warum sie so handelt.

Ich habe auch schon mal in meinem Beitrag Mitgefühl mit einem Mörder meine Gedanken zu Täter und Opfer mitgeteilt. Es ist Komplex. Und jeder, der Menschen aufgrund ihrer Taten als Monster bezeichnet, lässt sich von Emotionen leiten, was vollkommen ok – nein sogar gut – ist. Rational zu urteilen scheint oft richtig zu sein, aber so funktioniert der Mensch nun einmal nicht.

Nicht zuletzt finde ich das Böse faszinierend, weil ich im echten Leben nicht böse sein kann und es, um ehrlich zu sein, auch nicht will. Aber ich finde jeder sollte das Böse in sich anerkennen, denn meist sind Gedanken, die wir verwerflich finden, aus Gründen da, die es zu erforschen gilt. Und dafür ist unsere böse Seite voller Informationen für uns.

Ich hab das Gefühl, dass der Text komplett wirr ist, aber so sieht es in meinem Kopf eben gerade aus und das ist ok.


Jetzt hab ich noch ein kleines Video für euch, wo ich mich mit meiner bösen Seite auf eine humorvolle Art und Weise auseinandersetze! Viel Spaß! 🙂


► Mein YouTube Kanal: JULIA LEBENSWELT

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Warum mein Blog ein Geheimnis ist

Ich einem meiner letzten Beiträge Das Leben überfordert mich, habe ich kurz angedeutet, dass mein Umfeld so gut wie nichts über mein „Internetzeug“, wie ich es immer so schön nenne, weiß. Und da es euch interessiert (und mich selbst ehrlich gesagt auch), hab ich mal meine Gedanken gesammelt, warum mein Blog und YouTube ein Geheimnis ist:

  1. Meine Motivation

Ich habe bei fast allen Aktivitäten, die ich so angehe ein Motivationsproblem. Das bedeutet konkret, dass ich so gut wie nichts durchziehe und alles abbreche, wofür ich nicht genügend Anerkennung bekomme. Ja, ich gebe es zu, ich bin ein Mensch, der von den Bestätigungen anderer Menschen lebt. Nun wollte ich mich selbst austricksen, indem ich meinen Blog nur für mich mache. Dadurch, dass ich niemandem davon erzähle kann ich auch keine Rückmeldung bekommen, zumindest nicht aus meinem „realen“ Umfeld. Denn eine positive Bestätigung, z.B. von meiner Mutter, würde schnell dazu führen, dass ich die Anerkennung und Wertschätzung bekomme, die ich so dringend brauche und meine Motivation noch weiterzumachen würde sinken. Warum sollte ich weitermachen, wenn ich schon habe, was ich brauche?

  1. Die Themen

Ich bin hier im Internet so ehrlich und verletzlich wie es mir möglich ist und schreibe über alles, was mich so beschäftigt. Da stellt sich dann für mich die Frage: Möchte ich, dass meine tiefsten Gedanken und Gefühle Menschen kennen, mit denen ich in meinem Umfeld nur „oberflächlich“ zu tun habe? Dabei ist, glaub ich, schon wieder mein Kopf das allergrößte Problem: Freunden gegenüberzustehen mit dem Wissen, dass sie so viel über mich gelesen bzw. gesehen haben, macht mich nur beim Gedanken daran nervös.

  1. Erfolg

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Warum meine Angst so hoch ist…

Ich hab euch ja in meinen letzten Beiträgen Die Angst vor Menschen schlägt zu und Das Leben überfordert mich, davon erzählt, dass meine Ängste momentan sehr hoch sind, sehr zum Leid von mir selbst.

Letzte Woche hatte ich einen Termin bei meiner Therapeutin und wir haben das Ganze mal ein bisschen ergründet. Das kam dabei raus:

  • Erhöhtes Anspannungslevel

Durch den Stress, den ich mir im Moment wegen Uni und Bachelor-Arbeit mache, habe ich ständig Gedanken im Kopf, die mich eigentlich nie abschalten lassen. Das heißt, meine Anspannung ist durchgehend relativ hoch oder zumindest höher als in den „entspannteren“ Studiensemestern davor. Wenn dazu dann noch Ängste kommen, die hin und wieder aufploppen wie zum Beispiel die Überforderung durch viele Menschen oder die Angst vor bösen YouTube-Kommentaren geht mein Angstlevel in bisher nicht dagewesene Höhen. Es ist im Prinzip wie eine Formel: Grundanspannung durch Uni + angstauslösendes Ereignis = für mich ungewöhnlich hohe Angst.

  • Runter vom Gas!

Gut, jetzt haben wir den Grund, aber was mache ich jetzt damit? Eine Therapeutin wäre keine Therapeutin hätte sie nicht schon einen Vorschlag parat: Achtsamkeit. Damit gehen wir eigentlich ein Jahr zurück, zum Start dieses Blogs. Denn da hab ich noch den einen oder anderen Beitrag zum Thema Achtsamkeit verfasst. Nicht zuletzt, weil ich da von meinem in dieser Zeit erlebten Praktikum in einer psychosomatischen Klinik starken Einfluss bekam.

Das bedeutet für mich jetzt konkret: immer wieder versuchen für kurze Augenblicke im Moment zu sein, wahrnehmen was ist und in meinem Kopf einen Gang zurück schalten.  Dass meinem „Monkey-Mind“ beizubringen, wird eine Herausforderung, aber schon während der Therapiesitzung hab ich gemerkt wie meine Hände weniger zittrig wurden, als ich mich bemühte mit meinen Gedanken tatsächlich beim Gespräch zu bleiben.

  • Tschüss, Bewertung!

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Das Leben überfordert mich

Zunächst: Vielen Dank, für eure Teilnahme an meiner Umfrage Soll ich meine YouTube-Videos auf meinem Blog einbinden? und für eure Kommentare dazu. 💜

Es macht mich immer wieder richtig glücklich zu sehen, dass ihr euch die Zeit nehmt mir bei meinen „Problemen“ zu helfen und dass wir mittlerweile so viele sind, dass ein reger Austausch möglich ist! Das motiviert mich weiterzumachen.

Im Endeffekt, waren die Meinungen ziemlich unterschiedlich (aber alle sehr positiv – danke), sodass ich mich jetzt entschieden habe es so zu machen: Wenn der Beitrag zum Video passt, wird das Video direkt eingebunden (wie bei diesem Beitrag), ansonsten nur ein Link. Und ich werde das neueste Video immer in der Seitenleiste einbinden (danke nochmal an thoughts on life für diese Idee).

Und nun zum Beitrag…


Die letzte Woche hat mich das Leben absolut überfordert. Ich hab davon ja schon in Die Angst vor Menschen schlägt zu, berichtet. Es gibt aber noch mehr Dinge, die mir momentan etwas Sorgen bereiten:

  1. Bachelorarbeit

Ich bin nun im 6. Semester meines Psychologie-Bachelors. Das bedeutet: In den nächsten 10 Wochen schreibe ich meine Bachelorarbeit. Und auch, wenn ich weiß, dass ich es zeitlich gut schaffen sollte, versetzt mich das Ganze unter Stress.

  1. Es ist warm

Von meinem Hass gegen den Sommer, hab ich auch schon letztes Jahr berichtet. Kurz und knapp: Ich mag den Frühling/Sommer nicht, weil es mir zu heiß ist, ich schwitze, mehr Menschen draußen sind und ich meinen Körper nicht in dicken Jacken verstecken kann. Das klingt jetzt hier vielleicht sehr banal, aber es schränkt mich tatsächlich sehr ein. Zum Beispiel war ich schon seit über 6 Jahren nicht schwimmen, weil ich mich in Badekleidung absolut nicht zeigen kann ohne Panik zu bekommen.

  1. Meine Depression

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Wer leidet mehr?

Ich habe das Gefühl, dass man in unserer Gesellschaft Leid immer aufwiegen muss. Wer leidet mehr? Und denk doch mal an die armen Kinder in Afrika! – Ich denke viele von uns haben einen solchen Satz schon einmal gehört.

Da stellt sich für mich die Frage: Ist es mir als „wohlhabende“ Westeuropäerin nicht erlaubt zu leiden?

Wenn ich mich vergleiche geht es mir hinterher noch schlechter. Ich weiß, dass es, rational gesehen, viele Menschen gibt, die ärmer dran sind als ich. Aber geht es ihnen besser, wenn ich aufhöre zu leiden? Wohl kaum. Ich denke mir dann noch zusätzlich: „Eigentlich darf es mir nicht schlecht gehen, weil es anderen schlechter geht als mir. Ich bin ein schlechter Mensch!“ Sehr viel „schlecht“ hier vorhanden und bekanntlich macht schlecht nicht wirklich glücklich. Weiterlesen „Wer leidet mehr?“

Online-Therapie – gut oder schlecht?

In letzter Zeit entstehen immer mehr Ansaätze, die versuchen eine psychotherapeutische Behandlung alleine durch das Internet anzubieten. Wenn ich mit meinen Kommilitonen im Psychologiestudium darüber spreche, kommt oft eine relativ negative Reaktion à la „Das kann niemals so gut sein wie eine echte Therapie!“ Klingt ein bisschen so als wären die angehenden Psychotherapeuten in ihrem Stolz verletzt, vielleicht bald durch Computer und Co. ersetzt zu werden. Ich selbst sehe in dieser Form der Behandlung sehr viel Potential, aber man muss aufpassen.

Der natürlich größte Vorteil einer Online-Therapie ist bestimmt der, dass auf einen Schlag sehr viel mehr Menschen Zugriff auf eine Behandlung ihrer psychischen Probleme hätten. Denke ich allein daran, dass ich einmal in der Stadt ein Jahr lang einen ambulanten Therapieplatz gesucht habe, möchte ich mir gar nicht vorstellen wie schwierig es in nicht so dicht besiedelten Gegenden ist.

Dass die Abrechnung einer Online-Therapie nicht von den Krankenkassen übernommen wird – berichtigt mich, falls ich falsch liege – macht das Ganze natürlich finanziell gesehen für viele schwierig.

Was auch noch gar nicht, zumindest mir nicht, so klar ist, was ich denn genau unter Online-Therapie zu verstehen habe. Wird schon das benutzen einer App als „Therapie“ bezeichnet. Wahrscheinlich nicht, da eine Psychotherapie auch nur durch Psychotherapeuten angeboten werden darf. Im Internet gibt es viele Coaches, da der Begriff nicht geschützt ist – ja, auch du darfst dich ohne jegliche Ausbildung „Coach“ nennen. Sie bieten Gespräche via Skype an. Manchmal zu erschwinglichen Preisen und auch nur für wenige Sitzungen. Aber bei manchen dieser Menschen bezweifle ich, dass sie mit suizidgefährdeten Menschen richtig umgehen können. Weiterlesen „Online-Therapie – gut oder schlecht?“