5 Fragen über mein Leben

Heute möchte ich 5 Fragen beantworten, die Marco auf seinem Blog Glückstweets gestellt hat. Ein Blog der meiner Meinung nach viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Bitte schaut doch bei ihm vorbei und lasst euch von seinen Glückstweets inspirieren!


Nimm Dir ein Blatt Papier und etwas Zeit. Schreibe auf:

  1. Die Orte, die Du noch sehen willst

Früher hatte ich immer den Wunsch mindestens einmal auf alle Kontinente zu reisen (ja, auch die Antarktis). Im Moment habe ich gar kein so großes Bedürfnis zu reisen. Was ich dennoch gerne mal sehen würde sind die Nordlichter, ein freilebendes Wolfsrudel (meine Lieblingstiere) und eine totale Sonnenfinsternis (bei der letzten in Europa war ich noch zu klein, um mich jetzt noch daran zu erinnern). Auch meine Verwandten in Kanada würde ich gerne einmal besuchen.

  1. Die Restaurants, die Du ausprobieren möchtest

Speziell gibt es da im Moment nur eines und zwar das Rollercoaster-Restaurant in Wien (gibt es übrigens auch in ein paar deutschen Städten).

  1. Was Du noch zu lernen begehrst

Mit mir selbst gut umzugehen, meine Fehler zu akzeptieren und mich nicht allzu sehr von ihnen einschränken zu lassen.

  1. Was Du noch erleben möchtest

Das überschneidet sich bei mir ein bisschen mit Punkt 1. Ansonsten möchte ich den 100. Geburtstag meiner Mutter erleben, an dem sie noch selbst mit voller Energie die Kerzen auspustet. Ich möchte erleben wie es ist eine Person (außerhalb der Familie) bedingungslos zu lieben. Ich möchte zusehen wie ich ein Häuschen am Wasser besitze und meine zwei Hunde vor mir herumtollen. Außerdem möchte ich erleben wie absolut niemand mehr aufgrund seiner Herkunft, seines Aussehens, seines Geschlechts, seiner Erkrankungen oder warum auch immer ausgegrenzt wird.

  1. Was noch alles passieren soll bevor Du stirbst

Das überschneidet sich schon wieder mit Punkt 4. 😉 Ich wünsche mir, dass die Menschen sich gegenseitig akzeptieren und nicht vorschnell urteilen. Ich wünsche mir, dass ich ein zufriedenes Leben führe, indem ich mich über Höhen freue und Tiefen akzeptieren kann. Und zuletzt wünsche ich mir, dass Liebe mehr in das Bewusstsein der Menschen rückt – Liebe gegenüber allen Lebewesen und unserem Planeten!

Und dann beginne JETZT mit dem ersten Schritt!

Du tust es für Dich und Du darfst es Dir wert sein!

(Fragen und Text aus dem Beitrag „Der Rest Deines Lebens“)


Wenn ihr Lust habt könnt ihr auch gerne diese 5 Fragen in den Kommentaren beantworten oder wenn ihr selbst einen Blog habt als eigenen Beitrag. Ich würde mich freuen, von euch zu lesen!


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Dürfen wir alles denken?

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Handlettering by Julia Lebenswelt

Gedanken haben noch nie anderen Menschen geschadet. (Einen selbst können sie natürlich schon schaden.) Es sind die Taten, die andere Menschen verletzen und im schlimmsten Fall töten können.

Ich selbst habe immer wieder Gedanken, die ich nicht haben möchte. Das sind zum Beispiel rassistische Gedanken oder anderweitig menschenverachtende Gedanken. Ich ertappe mich dann dabei so etwas zu denken und verurteile mich sofort dafür. Aber kann ich tatsächlich etwas dafür?

Unsere Vorstellung von der Welt sind uns von der Gesellschaft und unserer Erziehung mitgegeben worden. Wir wurden kulturell geprägt, dass es beispielsweise einen Unterschied zwischen schwarzem und weißem Mann gibt. Diesem Einfluss können wir uns nicht entziehen, solange wir in unserer Kultur bleiben.

Was ich aber machen kann, ist mir diesen Einflüssen, die mir vermittelt wurden bewusst zu werden und die dazugehörigen Gedanken wahrzunehmen. Ich kann dann gedanklich darauf reagieren, indem ich akzeptiere, dass ich diese Gedanken aufgrund meiner Erfahrungen  habe. Gedanken sind nicht böse, sondern das Resultat von Einflüssen und Erlebnissen.

Sobald ich meine Gedanken verstehe, brauche ich mich weder für sie zu schämen, noch nach ihnen zu handeln. Mir wird immer wieder mal gesagt, dass ich sehr aufgeschlossen bin und alle Menschen so akzeptiere wie sie sind. Das tue ich auch. Und zwar indem ich ihnen das Gefühl gebe akzeptiert zu sein und versuche meine kritischen Gedanken sanft beiseite zu schieben. Ich versuche nach meinen Werten zu handeln, selbst wenn meine Gedanken manchmal anderer Meinung sind!


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Psychologie studieren als psychisch Kranke

„Psychologiestudenten haben doch alle einen an der Waffel!“

Mit diesem Vorurteil (oder doch der Wahrheit?) wurde ich bisher noch nicht konfrontiert, jedoch zählt es unter die Top 3 Vorurteile über Psychologiestudenten (neben „Du kannst bestimmt meine Gedanken lesen“ und „Wir sind alle die größten Streber“, weil man ja nur mit sehr gutem Abi-Schnitt Psychologie studieren kann.)

In meinem Fall kann ich nur sagen: „Ja, ich habe nicht mehr alle Tassen im Schrank!“, wenn man damit das Betroffen-Sein von psychischen Erkrankungen meint (meiner Meinung nach sind alle Menschen etwas verrückt 😉). Und ich glaube tatsächlich, dass der Anteil psychisch Erkrankter im Psychologiestudium höher ist als in anderen Studiengängen. Das wäre nur logisch. Denn, wenn man von etwas betroffen ist, steigt das Interesse daran.

Ein anderes Beispiel für dieses Interesse-wecken-durch-Konfrontation-mit-dem-Thema wäre, dass man sich erst mit Krebs auseinandersetzt, wenn man selbst oder eine nahestehende Person davon betroffen ist. Dann setzt man sich oft nicht nur mit der Symptomatik auseinander, sondern auch mit existierenden Hilfsorganisationen oder Spendenmöglichkeiten. Ein weniger tragisches Beispiel wäre ein Autokauf: Ich will ein Auto, deshalb habe ich großes Interesse an Autos und ich werde beinahe wahnsinnig, wenn ich mich auf der Straße bewege, weil jedes Auto sofort in mein Blickfeld fällt.

Lässt sich ein Psychologiestudium mit eigenen psychischen Erkrankungen vereinen?

Ich sehe hier Vorteile und Nachteile. Ein klarer Vorteil wäre zum Beispiel, dass einem viele Inhalte leichter fallen, weil man sie aus Erfahrung kennt. Andererseits kann es schwierig werden, wenn man sich selbst mit den Inhalten vergleicht und mehr über Erkrankungen erfährt, wo man dann leicht in Versuchung kommt sich selbst zu diagnostizieren. Man glaubt gar nicht wie viele Krankheitsbilder es gibt, die in irgendeiner Weise auf einen zutreffen. 😉 Ein Psychologiestudium ersetzt auf keinen Fall eine Therapie. Davon abgesehen behandelt das klassische Psychologiestudium so viele Inhalte, die gar keinen Bezug zu psychischen Erkrankungen ziehen. Ich sage nur Statistik. 😉

Eine psychische Erkrankung ist für jedes Studium eine gewisse Einschränkung.

Das erzähle ich genauer in diesen Beiträgen:

Bin ich überhaupt fähig später kranke Menschen zu behandeln?

Es gibt in der Psychologie viele Bereiche, wo man gar nicht oder nicht unmittelbar mit psychisch kranken Menschen zu tun hat. Dennoch strebe ich eine Tätigkeit an, wo das wahrscheinlich der Fall sein wird. Und hier bin ich absolut unsicher, ob ich es aushalte einerseits mit dem Leid anderer Menschen umzugehen und ob es mich andererseits nicht triggern könnte. Grundsätzlich sind meine Zweifel hier aber glaube ich nicht unbedingt größer als die von „gesunden“ Kommilitonen. Jeder hat eine Psyche und für jeden ist es schwierig immer mit den Sorgen und Problemen anderer Leute umzugehen und sich davon ausreichend zu distanzieren.

Es ist bestimmt eine Herausforderung, aber als Fazit möchte ich noch sagen, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, ob man Psychologie studieren möchte, wenn man selbst an psychischen Erkrankungen leidet. Und: Es ist nicht unmöglich und wenn man es studieren möchte, dann ermutige ich jeden es auch zu tun!


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Es hängt doch nur vom Glück ab, oder?

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Handlettering by Julia Lebenswelt

Kennt ihr diese erfolgreichen Menschen – von Self-Made-Millionären bis hin zu „Influencern“, die sich teilweise für erfolgreicher halten als sie eigentlich sind – die ihre Tipps und Strategien weitergeben wie sie dorthin gekommen sind, wo sie jetzt sind? Oft halten sie Reden oder veröffentlichen Bücher. Zusammengefasst lautet deren Zauberformel: Härter arbeiten als alle anderen, durchhalten und immer 200% geben!

Aber stimmt das?

Ich vermisse bei deren Erfolgskonzepten immer das Wörtchen Glück oder Zufall. Nehmen wir das Musik-Business als perfektes Beispiel: Jeden Tag werden abertausende von Songs weltweit veröffentlicht – von großartigen bis hin zu weniger großartigen Künstlern. Davon schafft es eine Handvoll ins Radio – früher die einzige Möglichkeit von der breiten Masse gehört zu werden. Mittlerweile bietet das Internet auch kleineren Künstlern die Möglichkeit schnell und problemlos ihre Songs mit der Welt zu teilen. Es gibt Sänger oder Sängerinnen, die „nur“ im Internet populär sind und damit gutes Geld verdienen. Trotzdem bleibt auch hier die Frage: Wie sind sie da hingekommen?

Es läuft alles über Beziehungen

In der Musik-Branche (und auch in vielen anderen Bereichen) geht es nur darum wer mit wem was macht. Als No-Name Künstler brauchst du das Glück an die richtigen Produzenten, PR-Agenturen und Co. zu geraten und schwupps kommt ein Erfolgsschub daher. Wie lange der andauert ist ein anderes Thema.

Ich will hier niemandem unterstellen, dass er oder sie für den Erfolg nicht hart gearbeitet hat. Ich will lediglich sagen, dass es viele Menschen gibt, die ebenso hart arbeiten, jedoch nie den großen Erfolg sehen.

Erfolgreich oder nicht: Alle Menschen sind gleichwertig!

Und schlimm wird es meiner Meinung nach dann, wenn sich die Erfolgreichen fühlen als würden sie über den „Kleinen“ stehen – über denen, die es (noch) nicht geschafft haben. Sie halten sich oft für etwas Besseres. Schließlich haben sie mehr für ihren Erfolg getan als alle anderen.


Wie seht ihr das? Meint ihr Glück und Zufall spielt eine große Rolle bei Erfolg?


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Ich will alles und zwar – JETZT!

Ich bin ein Mensch mit tausend Ideen im Kopf! Vor allem, wenn es um Themen geht, die mir am Herzen liegen, kann ich oft nicht anders, als mir mögliche und unmögliche Projekte auszudenken (siehe: Projekte, die mich zu Tränen rühren)! Und ich weiß, dass jetzt einige vielleicht sagen: Alles ist möglich, wenn du es nur willst! Aber ich glaube für diese Aussage bin ich zu sehr Realist (sagt die, die ihren Kopf immer in den Wolken hat).

Wie dem aus sei, ich habe vor ungefähr eineinhalb Jahren angefangen meine Geschichte und meine Gedanken hier auf diesem Blog zu teilen. Das hat sich ausgedehnt auf YouTube und andere Social Media Plattformen. Aber das ist alles nicht gut genug! Ich will mehr! Und Gott, damit meine ich nicht mehr Follower und Likes! Ich will mit meiner Geschichte andere ermutigen und helfen, ich will mich austauschen und Gleichgesinnte treffen, ich will kreativ sein und mit tollen Menschen Projekte starten,…

Von dieser Menge an Wünschen werde ich immer wieder so überrollt, dass ich letztendlich gar nichts mache. Heute ist so ein Tag! Es ist mittlerweile 13:46 und obwohl ich schon um 6 Uhr aufgestanden bin, habe ich heute noch nichts hinbekommen!

Und ich weiß da spricht der Kritiker aus mir! Denn an schwierigen Tagen reicht es einfach zu existieren und zu atmen. Für jemanden, der aber in der Schule absolute (schon zwanghafte) Höchstleistungen erbrachte, sind solche Tage unerträglich! Lasse ich mich gehen? Wie konnte ich nur so faul werden? Wo ist meine Zielstrebigkeit, mein Perfektionismus? – Ja, manchmal vermisse ich meinen Perfektionismus.

Ich weiß, dass auch meine psychischen Erkrankungen daran „Schuld sind“. Weiterlesen „Ich will alles und zwar – JETZT!“

Kann ich meinen Worten vertrauen?

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by Julia Lebenswelt

Ich hinterfrage oft wie ich denn sein möchte, was meine Werte sind und wie ich in dieser Welt wirken möchte!

Vielleicht mache ich das zu häufig, aber ich habe den Anspruch an mich selbst mich so zu verhalten, dass es meinen moralischen Ansprüchen genügt.

Ich vertraue mir da selbst ein bisschen zu wenig, denn ich weiß, dass ich auch ohne dieses ständige Hinterfragen richtig handeln kann!

Kennt ihr dieses Gefühl?

Passt auf euch auf! 💜


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Neid und Ich

Ich habe bereits in meinem Beitrag Neid – der Treibstoff für Veränderung ein wenig beschrieben, was die Emotion Neid mit mir so macht. Nachdem Kary vom Blog Über das Leben & Lieben über Neid geschrieben hat (übrigens ein sehr empfehlenswerter Blog), war dies für mich der Anstoß meinen bereits lange geschriebenen Zeilen über Neid auszugraben:

Kurz vorneweg: Ich bin nie auf Materielles neidisch – ganz egal was. Solange meine Grundbedürfnisse erfüllt sind, kann mich niemand mit einem Bündel Geld dazu bringen etwas zu tun, was ich nicht möchte. So denke ich zumindest aus meiner momentanen Position.

Wenn ich neidisch bin, dann auf solche Dinge wie Erfolg, Anerkennung oder Beziehungen. Wobei es bei mir im Endeffekt immer darum geht, dass ich von anderen geschätzt und geliebt werden möchte.

Wie zeigt sich mein Neid nun? Ich würde es im Bezug zur passiven Aggressivität als eine Art passiven Neid beschreiben. Von außen beobachtet würde mich absolut niemand als neidisch bezeichnen. Ich verhalte mich eher Undercover als neidisch.

Ein Beispiel: Ich hänge viel im Internet herum – wer hätte das gedacht ;). Dabei falle ich immer wieder auf den Trick rein, dass andere doch ein so wunderbares Leben haben. Und ja, ich weiß, dass mir hier nicht die Realität gezeigt wird, aber sag das mal meinen Emotionen.

Wenn ich sehe, dass z.B. ein YouTuber extrem viele Abonnenten hat, dann drücke ich nicht auf den Abonnieren-Button, auch wenn mir die Videos gefallen. Das heißt ich will mit meinem Verhalten der Person schaden. Das gehört durchaus zur schlechten Art des Neides. Ich mache mir deshalb auch Vorwürfe.

Andererseits ist es nicht menschlich?

Wenn andere Menschen etwas erreichen, was auch mir sehr wichtig ist, dann löst das in mir Neid aus. Kurz erwische ich mich, wie ich mir wünsche diese Person hätte dieses Erfolgserlebnis jetzt nicht. Schnell wische ich den Gedanken weg und blicke mich verstohlen um – aus Angst jemand könnte meine bösen Gedanken gehört haben.

Ich weiß, ich sollte diese Gefühle als Motivation nutzen. Ich sollte danach streben das von mir neidisch beäugelte selbst zu erreichen. Aber ist nicht auch eine gewisse Portion des bösen Neides ok?


Wie steht ihr dazu? Wann werdet ihr neidisch und wie geht ihr damit um?


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„Next to normal“ – die Darstellung psychischer Störungen als Musical

Letzte Woche war ich mit meiner Mutter in einem für mich ganz besonderen Musical:

Next to Normal – Fast normal.

Als Betroffene psychischer Erkrankungen und Psychologiestudentin kann ich mein Interesse an mentaler Gesundheit nicht leugnen und war sofort Feuer und Flamme als ich die Beschreibung des Musicals in einer Zeitung las, denn es geht – welch Überraschung – um psychische Probleme. Genauer gesagt um Depression, Bipolare Störung, Wahnvorstellung, Trauma, Selbstmord und Drogenabhängigkeit. Klingt auf den ersten Blick ganz schön heftig.


Kurz zum Inhalt

Es geht um eine Familie, Frau, Mann und Tochter, die versuchen mit einer nach außen hin ziemlich verschwiegenen Situation klarzukommen. Die Frau leidet seit dem plötzlichen Tod ihres 8-Monate alten Sohnes an rezidivierenden depressiven und manischen Episoden kombiniert mit visuellen Wahnvorstellungen, in welchen ihr der verstorbene Sohn begegnet. Ihr Mann versucht seine Frau zu unterstützen und ihr zu helfen den gemeinsamen Verlust, der bereits fast 18 Jahre her ist,  zu verkraften. Zudem hat das Paar eine 17-Jahre alte Tochter, die sehr damit zu kämpfen hat von ihrer Mutter zu wenig Liebe und Aufmerksamkeit zu bekommen, da sie im Schatten des verstorbenen Sohnes steht.  Sie flüchtet sich regelmäßig in Alkohol, Drogen und Partys, um ihre familiäre Situation zu ertragen.

Im Laufe des Musicals sieht man wie die Mutter verschiedene Behandlungsmethoden ausprobiert, um ihren Erkrankungen Herr zu werden. Begonnen wird mit einer medikamentösen Behandlung, hin zur Psychotherapie und nach gescheiterten Behandlungsversuchen, die in einem Selbstmordversuch enden, unterzieht sie sich einer Elektrokonvulsionstherapie. Zudem folgen familiäre Veränderungen, um jeden einzelne Person der Familie auf einen besseren Weg zu bringen.

Hier ein kleiner Einblick in das Musical mit einem kurzen Trailer: Weiterlesen „„Next to normal“ – die Darstellung psychischer Störungen als Musical“

Ich bin böse!

Wenn ich mir einen Film anschaue würde ich auf die Frage, welcher Charakter ich gerne sein würde meist antworten: „Der/Die Böse!“

Ich finde das Böse hat etwas Faszinierendes. Grundsätzlich ist es ja die Gesellschaft, die bestimmt was böse ist. Ein extremes Beispiel: Ein Mensch, der andere Menschen umbringt wird als pure Verkörperung des Bösen angesehen. Doch sind dann Tiere, die ihre Artgenossen töten auch böse? Ein Tier tötet nicht grundlos, ein Mensch auch nicht. Ob dieser Grund moralisch vertretbar ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben! Und bitte versteht mich hier nicht falsch: Mord ist absolut schrecklich! Ich liebe nur solche Gedankenspielchen.

Außerdem entwickle ich gerade bei Büchern, Filmen usw. oft eine Sympathie für die böse Figur, wenn erklärt wird woher sie kommt, was sie durchgemacht hat und ich kann dann oft sehr gut nachvollziehen, warum sie so handelt.

Ich habe auch schon mal in meinem Beitrag Mitgefühl mit einem Mörder meine Gedanken zu Täter und Opfer mitgeteilt. Es ist Komplex. Und jeder, der Menschen aufgrund ihrer Taten als Monster bezeichnet, lässt sich von Emotionen leiten, was vollkommen ok – nein sogar gut – ist. Rational zu urteilen scheint oft richtig zu sein, aber so funktioniert der Mensch nun einmal nicht.

Nicht zuletzt finde ich das Böse faszinierend, weil ich im echten Leben nicht böse sein kann und es, um ehrlich zu sein, auch nicht will. Aber ich finde jeder sollte das Böse in sich anerkennen, denn meist sind Gedanken, die wir verwerflich finden, aus Gründen da, die es zu erforschen gilt. Und dafür ist unsere böse Seite voller Informationen für uns.

Ich hab das Gefühl, dass der Text komplett wirr ist, aber so sieht es in meinem Kopf eben gerade aus und das ist ok.


Jetzt hab ich noch ein kleines Video für euch, wo ich mich mit meiner bösen Seite auf eine humorvolle Art und Weise auseinandersetze! Viel Spaß! 🙂


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Warum mein Blog ein Geheimnis ist

Ich einem meiner letzten Beiträge Das Leben überfordert mich, habe ich kurz angedeutet, dass mein Umfeld so gut wie nichts über mein „Internetzeug“, wie ich es immer so schön nenne, weiß. Und da es euch interessiert (und mich selbst ehrlich gesagt auch), hab ich mal meine Gedanken gesammelt, warum mein Blog und YouTube ein Geheimnis ist:

  1. Meine Motivation

Ich habe bei fast allen Aktivitäten, die ich so angehe ein Motivationsproblem. Das bedeutet konkret, dass ich so gut wie nichts durchziehe und alles abbreche, wofür ich nicht genügend Anerkennung bekomme. Ja, ich gebe es zu, ich bin ein Mensch, der von den Bestätigungen anderer Menschen lebt. Nun wollte ich mich selbst austricksen, indem ich meinen Blog nur für mich mache. Dadurch, dass ich niemandem davon erzähle kann ich auch keine Rückmeldung bekommen, zumindest nicht aus meinem „realen“ Umfeld. Denn eine positive Bestätigung, z.B. von meiner Mutter, würde schnell dazu führen, dass ich die Anerkennung und Wertschätzung bekomme, die ich so dringend brauche und meine Motivation noch weiterzumachen würde sinken. Warum sollte ich weitermachen, wenn ich schon habe, was ich brauche?

  1. Die Themen

Ich bin hier im Internet so ehrlich und verletzlich wie es mir möglich ist und schreibe über alles, was mich so beschäftigt. Da stellt sich dann für mich die Frage: Möchte ich, dass meine tiefsten Gedanken und Gefühle Menschen kennen, mit denen ich in meinem Umfeld nur „oberflächlich“ zu tun habe? Dabei ist, glaub ich, schon wieder mein Kopf das allergrößte Problem: Freunden gegenüberzustehen mit dem Wissen, dass sie so viel über mich gelesen bzw. gesehen haben, macht mich nur beim Gedanken daran nervös.

  1. Erfolg

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