Die Macht der Diskussion

Ich diskutiere gerne. Es macht mir Spaß mich über kontroverse tiefgründige Themen zu unterhalten und unterschiedliche Sichtweisen zu erhalten.

Dabei gibt es jedoch ein Problem: Meine Mutter ist die einzige Person, wo ich mich wirklich traue meine Meinung zu sagen. Das bedeutet nicht, dass wir uns streiten. Jeder gibt seine Meinung ab und es entsteht ein respektvolles Hin und Her mit einem Endergebnis, dass gar kein Ergebnis sein muss. Es ist vielmehr ein Austausch.

In der Schule war ich immer eine der schüchternsten. Ich hatte teilweise echt Mühe meine schriftlichen hervorragenden Leistungen zu halten, da meine Mitarbeit so gering war, dass man meine Wortmeldungen pro Woche vermutlich an einer Hand abzählen konnte. Weiterlesen „Die Macht der Diskussion“

Die Vergangenheit holt einen immer wieder ein

Eine Schulfreundin hat sich nach zwei Jahren Funkstille wieder bei mir gemeldet. Mit einer einfachen Nachricht über Facebook bringt sie mich vollkommen aus dem Konzept. „Hallo wie geht es dir?“

Ein einfacher Satz, eine Floskel, die man jeden Tag hört. Und auf die man auch ebenso einfach antworten kann. Doch was zwischen uns passiert ist, ist leider in meinem Leben kein Einzelfall… Weiterlesen „Die Vergangenheit holt einen immer wieder ein“

Angst vor Jungs – Dialog im Kopf #12

Diese Situation hat sich vor ein paar Monaten in der U-Bahn zugetragen. (Also ich muss schon sagen, dass das mit der U-Bahn schön langsam auffällig wird. Eigentlich sollte ich eine U-Bahn-Phobie entwickeln, wenn man bedenkt, was mir dort alles für seltsame Situationen widerfahren!) 😉

Auf jeden Fall, war ich da mit einer Kommilitonin auf dem nachhause Weg von einem Theater. In dem Theater haben wir zwei Jungs getroffen, die ebenfalls mit uns studieren. Wir saßen uns in der U-Bahn gegenüber und der Dialog im Kopf nahm seinen Lauf…

KOPF: Hey, du solltest dich auch mal am Gespräch beteiligen! Du sitzt neben den dreien wie ein stummer Fisch! Kein Wunder, dass dich kein Mann attraktiv findet! Weiterlesen „Angst vor Jungs – Dialog im Kopf #12“

Ich habe gemobbt…

Ich stelle mich gerne als Opfer dar. Ich bin ein Opfer der Gesellschaft und dieser ungerechten Welt. Doch ich bin nicht dieses Unschuldslamm. Nimmt man auch mein verlogenes und unsensibles Verhalten unter Einfluss von Magersucht und Co. als „Krankheitssymptom“ heraus, bleibt noch immer einiges an Untaten übrig. Von einer möchte ich euch heute erzählen…

Ich habe gemobbt. Das war in der Hauptschule, bevor ich aufs Gymnasium gewechselt habe. Diese Zeit war klassengemeinschaftlich gesehen sowieso eine reine Katastrophe. Es war ein ständiges „Heute bist du meine Freundin und morgen dann wieder nicht!“ Wie jeder in der Pubertät wollte ich dazugehören, dazugehören zu den coolen Kids. Und dabei habe ich oft gar nicht richtig nachgedacht.

Ich glaube es gibt in jeder Klasse, die Leute die man böse als „Außenseiter“ bezeichnen kann. War ich ein Außenseiter? Es kommt drauf an. Ich würde sagen das hat immer geschwankt. Weiterlesen „Ich habe gemobbt…“

Meine Angst vorm Arzt

Das letzte Mal wurde ich 2014 gründlich körperlich untersucht. Das war damals bei meinem Aufenthalt in der Psychosomatischen Klinik, wo ich aufgrund meiner Magersucht behandelt wurde. Dass mein Körper da in katastrophalem Zustand befand dürfte niemanden überraschen.

Seitdem meide ich Ärzte. Nein, das stimmt nicht ganz. Seit ich zugenommen habe, meide ich Ärzte. Obwohl ich nicht um alle Menschen mit weißem Kittel einen Bogen mache. Mit Augenarzt, Zahnarzt oder HNO-Arzt habe ich keine Probleme. Auch eine Blutabnahme ist für mich kein Problem. Das habe ich sogar erst letzte Woche gemacht.

Ich versuche mal diese ambivalente Einstellung zu erklären: Weiterlesen „Meine Angst vorm Arzt“

Benachteiligung von Männern?!

Vor kurzem bin ich über das Thema Gleichberechtigung gestolpert. Ich habe mich bisher mit diesem viel diskutierten, teils kontroversen Thema wenig beschäftigt. Ich würde mich selber zum Beispiel auch nicht als Feminist bezeichnen. Aus dem einfachen Grund, dass ich zu wenig Ahnung habe, was ich genau darunter zu verstehen habe. Es gibt mittlerweile so viele Richtungen des Feminismus, dass es einfach zu banal wäre sich Feminist zu nennen, ohne sich genauer damit auseinander zu setzen.

Heute soll es aber nicht um Feminismus gehen, sondern um die Benachteiligung von Männern. Ein Thema, worüber sehr wenig gesprochen wird und dass vielleicht auch auf einige feindliche Reaktionen stößt.

Gleich vorweg: Ich bin für die Gleichberechtigung aller Lebewesen, dazu zählen Menschen, aber auch Tiere. Ich finde es genauso schlimm mitanzusehen, wenn ein Tier misshandelt wird. Und ich sehe auf allen Seiten Aspekte, wo Gleichberechtigung verletzt wird. Das ist vermutlich auch nicht zu ändern. Wichtig ist es meiner Meinung nach, dass ein Bewusstsein dafür entsteht, dass es nicht immer nur die Frau ist, die ungerecht behandelt wird.

Doch, wenn es jetzt um die Benachteiligung von Männern geht, verlangen einige bestimmt Beispiele:

  1. Männer werden fast genauso häufig Opfer häuslicher Gewalt, was aber ein Tabu-Thema ist, weshalb es kaum Anlaufstellen für Männer gibt, die sich um deren Anliegen kümmern. Und auch die gesellschaftliche Reaktion auf einem Mann, der von seiner Freundin geschlagen wird, stößt nicht auf so viel Mitgefühl wie bei einer betroffenen Frau. (Ähnliches gilt übrigens für sexuelle Übergriffe.)
  2. Bei Straftaten und vor Gericht werden Frauen oft milder beurteilt. Ich kenne einige Beispiele aus den Medien, wo eine Mörderin in den Medien trotz ihrer Tat mit einer gewissen Sympathie und Menschlichkeit dargestellt wird. Währenddessen erscheint mir die Darstellung eines Mörders wesentlich brutaler.
  3. Bei Katastrophen gilt oft noch immer der Spruch: „Frauen und Kinder zuerst!“ Bedeutet das, dass Männer weniger Wert sind und erst mal abwarten müssen, bis alle anderen in Sicherheit gebracht worden sind?
  4. Vielen sind sicher sogenannte „Ladies-Nights“ in Clubs und Bars bekannt. Während Frauen hier meist gar keinen Eintritt bezahlen müssen, gibt es solche Special-days für Männer kaum.
  5. Von Männern wird erwartet, dass sie in den Krieg ziehen, sollte es jemals zu einer solchen Situation kommen, während Frauen an den meist doch sicheren Wohnorten bleiben dürfen.

Ich weiß, dass eine Lösung solcher Ungleichheiten schwer ist, egal auf welcher Seite. Trotzdem war es mir wichtig das Thema mal anzusprechen und vielleicht den ein oder anderen mal zum Nachdenken anzuregen, dass es nicht immer nur die Frauen sind, die Ungerechtigkeit erfahren!


Sagt mir doch gerne, was ihr von dem Thema haltet? Seht ihr auch Benachteiligungen beider Geschlechter oder habt ihr sie sogar schon erlebt? Ich freue mich auf eure Gedanken! ❤

So wirst du zum Sozialphobiker! (#achtungironie)

  1. Die Meinung anderer Menschen ist das wichtigste überhaupt! Verhalte dich möglichst immer so, wie es die Leute von dir erwarten!
  2. Sobald du das Haus verlässt spanne deinen kompletten Körper an, so als müsstest du gleich um dein Leben kämpfen!
  3. Wenn es dir irgendwie möglich ist besorge dir den Unsichtbarkeitsmantel von Harry Potter! Denn dein höchstes Ziel ist es in der Masse zu verschwinden.
  4. Verlasse das ganze Wochenende nur die Wohnung, wenn so mieses Wetter draußen ist, dass du bestimmt niemanden begegnest (frühmorgens oder spätabends ist auch immer ein guter Tipp)
  5. Trage am besten nur schwarze und graue Kleidung! Das macht dich unsichtbarer (siehe Punkt 3).
  6. Richte deine Augen so oft es geht auf den Boden, um Augenkontakt zu vermeiden!
  7. Leg dir immer ein paar gute Ausreden zurecht, warum du am Samstag nicht mit zur Party kommen kannst!
  8. Tue alles um keinen Vortrag halten zu müssen! (Nicht erlaubt: Tod vortäuschen!)
  9. Behalte deine Meinung für dich und gebe immer den anderen Recht oder nicke zumindest zustimmend!
  10. Wenn du etwas sagst, leg dir die Worte in deinem Kopf vorher so genau zurecht, dass du dich auch morgen noch daran erinnerst! So verhindert du peinliche Versprecher!
  11. Gehe nicht ran, wenn du angerufen wirst, sondern antworte fünf Minuten später mit einer Nachricht, was denn los war!
  12. Ergreife nie das Wort, wenn du in einer Gruppe von drei oder mehr Leuten bist! Wir wollen doch nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, oder?
  13. Freue dich jedes Mal mega, wenn eine Verabredung abgesagt wird! Yeah, heute muss ich nicht mehr unter Menschen! YES!
  14. Beziehe jede Kleinigkeit auf dich! Die zwei Mädels hinter dir im Bus, kichern ständig. Natürlich lachen sie über dich!
  15. Am Abend, wenn du dann allein bist, vermisst du trotz allem das Gefühl von Menschen geliebt und geschätzt zu werden! Gleichzeitig denkst du aber auch schon wieder daran wie du den morgigen Tag möglichst unsichtbar überstehst!

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