Warum ich nicht mehr nach Glück streben möchte

„10 Schritte zum dauerhaften Glück“, „Der Weg zu Glück, Liebe und Erfolg“, „Das Geheimnis vom Glück“ – dies ist ein kurzer Auszug von dem, was man bekommt, wenn man in die YouTube-Suchleiste „Wie werde ich glücklich?“ eingibt. Und ich muss jetzt mal zum Thema Glück meinen Senf abgeben. Also, here we go!

Ich finde das Streben nach Glück ist in unserer Gesellschaft massiv überbewertet. Und nein, das sage ich nicht nur, weil ich vielleicht neidisch bin auf Menschen, die glücklich sind. Ich finde, dass Glück zu einer riesigen Industrie geworden ist und dass sie uns eigentlich nach etwas streben lässt, das wir in dieser Form – zumindest so wie ich es mir dadurch vorstelle – nicht bekommen können.

Stellt euch doch mal die Frage: Wann war ich das letzte Mal so richtig glücklich? Weiterlesen „Warum ich nicht mehr nach Glück streben möchte“

Krankheitsgewinn, die Opferrolle und ich

Ich bin jemand, der Phasen hat, wo ich sehr bewusst Vorteile aus meinen Erkrankungen ziehe. Sei es, dass ich heute nicht so viel schaffe, weil meine depressive Symptomatik mir wie ein Klotz am Bein hängt oder, dass ich bei der Hitze nicht rausgehen kann (wohl eher will), da ich mich in meinem Körper und wenig Bekleidung so unwohl fühle.

Bis zu einem gewissen Grad schränken mich meine psychischen Probleme natürlich ein und machen mich in bestimmten Phasen weniger belastbar, aber ich bin mir sehr wohl bewusst, dass ich die „Opferrolle“ auch immer wieder sehr gezielt nutze. Weiterlesen „Krankheitsgewinn, die Opferrolle und ich“

„Bitte NICHT lesen!“ Sind Trigger-Warnungen überhaupt sinnvoll?

Auf den unterschiedlichsten Plattformen lese ich immer wieder Beiträge, die ungefähr so beginnen: „Hier besteht Triggergefahr! Wenn ihr nicht stabil genug seid, dann schaut/lest das hier jetzt bitte nicht!“ Das ist schon die Langform. Manchmal steht auch einfach nur TW, die Abkürzung für Trigger-Warnung.

Vielleicht sollte ich, bevor wir diskutieren wie sinnvoll solche Warnungen sind, erstmal kurz erklären, was Trigger überhaupt sind. Das Wort Trigger bedeutet eigentlich nicht mehr als dass ein bestimmter äußerlicher Reiz in einem eine bestimmte Reaktion erzeugt. Das passiert bei allen Menschen und ist nicht automatisch etwas Krankhaftes oder Negatives. Weiterlesen „„Bitte NICHT lesen!“ Sind Trigger-Warnungen überhaupt sinnvoll?“

5 Podcast-Empfehlungen für die Psyche – Mein 1. Podcast!

Ich liebe Podcasts! Ich bin vor einem guten Jahr auf dieses Medium gestoßen, das wie ein Hörbuch funktioniert, aber eher wie eine Radiosendung aufgebaut ist. Mittlerweile gibt es zu jedem erdenklichen Thema Podcasts und auch im deutschsprachigen Raum erfreuen sie sich immer mehr Beliebtheit. Ich habe hier 5 Podcasts für euch gesammelt, die sich mehr oder weniger um die Psyche, psychische Gesundheit und Psychologie drehen (und vielleicht bin ich ja auch in einem davon zu hören). 😉 Weiterlesen „5 Podcast-Empfehlungen für die Psyche – Mein 1. Podcast!“

Was wollt ihr lesen? Frage an euch!

An dieser Stelle muss ich mal wieder DANKE sagen an jeden einzelnen meiner Leser. Ich freue mich immer so sehr, wenn ihr meine Beiträge lest und jedes Kommentar ist für mich immer eine besondere Ehre, weil in unserer stressigen Welt ist es nicht selbstverständlich sich mal unter einen Blogbeitrag einer unbekannten Person die Zeit zu nehmen, etwas Schönes zu schreiben. Ich mag es immer sehr mich mit euch auszutauschen und zu diskutieren, weil auch mir das häufig Denkanstöße gibt.

Zu Beginn habe ich den Blog für mich geschrieben. Mittlerweile schreibe ich ihn zu einem großen Teil auch für euch. Die Leute, die schon länger dabei sind, haben vielleicht bemerkt, dass nur mehr drei Beiträge pro Woche kommen, anstatt den anfänglichen fünf. Das hat den Grund, dass es mir wichtiger geworden ist, qualitativ hochwertigere Texte zu schreiben. Qualität über Quantität sozusagen. 😉

Da ich grundsätzlich über so gut wie alle Themen schreibe, die mich beschäftigen, entsprechen die Beiträge auch meinen Interessen. Aber ein Blog ist ja kein Tagebuch, zumindest für mich nicht.

ALSO: Schreibt mir doch gerne in die Kommentare worüber ihr mehr lesen wollt? Soll ich mehr persönliche Texte schreiben, mehr zum Thema Psychologie oder interessieren euch auch meine Gedankensalat-Texte? Schreibt mir gerne konkrete Themen. Und das nicht nur unter diesen Beitrag, sondern immer, wenn ihr euch denkt, dazu möchte ich Julias Gedanken wissen (wahrscheinlich denkt sich das so eh niemand). Und keine Angst, ich kann zu so gut wie jedem Thema was schreiben. Über die inhaltliche Qualität lässt sich dann vielleicht streiten. 😉

In diesem Sinne: Immer her mit euren Themenvorschlägen und wir lesen uns in den Kommentaren! 🙂

Ps.: Wer übrigens seine Fragen oder Themenvorschläge hier nicht öffentlich machen will, kann mir gerne eine Mail an julialebenswelt@gmail.com schicken.

Ich freu mich auf euch! ❤

Wertfrei zum Glück? – Achtsamkeit

In der Achtsamkeit gilt das Prinzip alles wertfrei zu betrachten. Für uns Menschen eine Mammutaufgabe, denn wir sind die Könige im Bewerten. Würden wir Wertungen aus unserem Wortschatz streichen, bliebe bei so manchem nicht mehr viel übrig.

„Ich bin…!“, „Ich finde, dass…!“, „Wie … (man setze ein beliebiges, am besten abwertendes, Adjektiv ein) ich nur bin!“ Ja, unser Leben ist eine einzige Bewertung. Aber ist das denn wirklich so schlecht?

Würden wir nicht bewerten kämen wir im Leben gar nicht zurecht. Entscheidungen werden getroffen, indem wir Plus- und Minuspunkte abwägen. Mit welchen Menschen wir unsere Zeit verbringen, hängt davon ab wie gut wir uns mit ihnen verstehen. Indem wir unsere Handlungen hinterfragen, können wir in Zukunft ähnliche Fehler vermeiden. Weiterlesen „Wertfrei zum Glück? – Achtsamkeit“

Durch gute Taten zum Glück! – Positive Psychologie

Glückliche Menschen sind hilfsbereiter und freundlicher im Umgang mit ihren Mitmenschen. Diese Erkenntnis dürfte niemanden großartig überraschen. Jedoch hat nun die amerikanische Wissenschaftlerin Sonja Lyubomirsky herausgefunden, dass es auch umgekehrt geht. Das heißt: Gutes tun, macht uns glücklich!

Jetzt sagst du vielleicht: „Aber ich bin doch gut zu meinen Mitmenschen, meistens jedenfalls! Trotzdem bin ich nicht glücklich! Die Studie ist sicher fake!“ Ob die Studie gefälscht ist oder nicht, kann ich nicht sagen, aber ich kann euch zeigen, wie die Forscher ihre Ergebnisse interpretiert haben.

Ich stehe solchen Studien selber sehr kritisch gegenüber. Wie heißt es so schön: „Vertraue keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast!“. Und jeder, der einmal im wissenschaftlichen Kontext zu tun hatte weiß, dass da mehr dran ist als einem lieb ist. Trotzdem möchte ich euch die Ergebnisse vorstellen, weil ich denke, dass gerade der Versuch sein Glück zu maximieren niemandem schaden kann. Wenn es funktioniert, sehr gut; wenn nicht, hat es auch keine schlimmen Folgen.

Also wie können uns gute Taten nun glücklich machen? Weiterlesen „Durch gute Taten zum Glück! – Positive Psychologie“

Durch Zielsetzung zum Glück (Glücksübung)

Ziele sind für unser Leben wichtig. Sie geben uns eine Perspektive, Sinn und schaffen Klarheit. In Studien wurde herausgefunden, dass es glücklich macht Ziele zu haben. Dabei ist jedoch die Art des Ziels entscheidend. Am besten geht ihr diese 5 Schritte durch und beantwortet sie ehrlich, um euer Ziel zu finden:

Schritt 1: Notiere alle deine Ziele! (Es gibt keine Grenzen!)

Schritt 2: Stelle dir die Frage: Sind das wirklich meine Ziele oder die Ziele von jemand anderem?

Schritt 3: Verfolge ich diese Ziele aufgrund von äußerem Druck oder Erwartungen anderer?

Schritt 4: Widersprechen sich die Ziele oder ergänzen sie sich?

Schritt 5: Sind diese Ziele realisierbar?

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by pixabay

Positive Psychologie – ein neuer Ansatz zum Glück

„Es geht nicht mehr nur darum, Schäden zu begrenzen – und von minus acht auf minus zwei der Befindlichkeitsskala zu kommen -, sondern wie wir uns von plus zwei auf plus fünf verbessern können.“

(Martin P. Seligman: Zeitschrift Psychologie heute, Juni 2000)

Ich studiere ja Psychologie und dieses Semester darf ich an einem Seminar teilnehmen, dass sich vorwiegend mit „Positiver Psychologie“ beschäftigt. Da ich diesen Ansatz sehr schön finde, möchte ich euch dieses Konzept etwas näher bringen:

Was ist Positive Psychologie?

Grob gesagt ist die Positive Psychologie das Gegenkonzept zur Psychopathologie. In der Psychopathologie beschäftigt man sich damit wie psychische Erkrankungen entstehen und behandelt werden sowie man ihnen vorbeugen kann. Das heiß, man möchte einen kranken Zustand verbessern, möglichst heilen. Das heißt der Fokus liegt dabei darauf wie wir Krankheitssymptome reduzieren.

In der Positiven Psychologie, mit Martin Seligman als Hauptvertreter, beschäftigt man sich jedoch damit Lebensqualität zu steigern. Am Beispiel Glück erklärt geht es nicht darum Unglück zu bekämpfen, sondern sein subjektives Glück zu steigern. Der Fokus liegt auf der Maximierung von Glück, Optimismus und allgemeinen Wohlbefinden.

Wozu Positive Psychologie? Weiterlesen „Positive Psychologie – ein neuer Ansatz zum Glück“