Erreichen wir auch die, die es nicht betrifft? Wie viel bringt Entstigmatisierungs-Arbeit?

Ich bin viel auf allen möglichen Social Media-Plattformen unterwegs und beobachte, dass immer mehr Menschen dort über psychische Erkrankungen sprechen, ihre Erfahrungen teilen oder auf professionellem Weg als Psychotherapeuten Aufklärungsarbeit betreiben. Sie alle haben den Wunsch Stigmatisierung rund um psychische Erkrankung zu bekämpfen! Sehr lobenswert, bin ich doch selbst auf diesem Pfad unterwegs. Aber:

Wie viel bringt das wirklich?

Wenn man sich unter solchen Posts die Kommentare durchliest wird deutlich, dass die Mehrheit dort selbst von psychischen Erkrankungen betroffen ist. Die meisten betreiben sogar selbst einen Account oder Blog, der sich um ähnliche Themen dreht. Das heißt, wenn ich z. B. über Vorurteile von Depression schreibe, erreiche ich damit Menschen, die mit solchen Vorurteilen tagtäglich zu kämpfen haben, nicht die, die solche Vorurteile Betroffenen an den Kopf werfen. Es ist eine eigene Community, die sich im Bereich „psychische Erkrankungen“ gebildet hat und diese Community ist meist recht klein.

Ist die Reichweite das Problem?

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Hinweise zum BEVOR ES-Award

Da zu unserem BEVOR ES-Award einige Frage zur Teilnahme aufkamen, hier ein paar Hinweise, zusammengefasst von der lieben Michaela von Happy Kalorie:

BEVOR ES-Award

Happy Kalorie Blog

Am 30.05.2018 ging der BEVOR ES-Award von Julia, Mia und Happy Kalorie an den Start. Vielen herzlichen Dank an alle Blogger*innen, die bereits daran teilnahmen und unsere Fragen authentisch beantworteten. Herz Doch warum wollen wir auch dich – völlig unabhängig einer Essstörung – erreichen?

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Gemeinsam gegen die Essstörung

Vor einiger Zeit habe ich schon einmal auf die tolle Kampagne It gets brighter aufmerksam gemacht. Dabei geht es darum, dass sich Betroffene, aber auch Experten, in Videoform zum Thema psychische Erkrankungen äußern und für andere Betroffene mutmachende Worte finden.

Nun habe ich mich mit den beiden Bloggerinnen Mia von Mias Anker und Michaela von Happy Kalorie zusammengeschlossen und wir haben im Rahmen der Präventionsarbeit gegen Essstörungen, die Michaela schon länger betreibt, gemeinsam ein Video auf die Beine gestellt.

Michaela hatte die wunderbare Idee für das Video und hat auch die Bearbeitung übernommen. Es soll Mut machen, sich dem Kampf gegen eine Essstörung zu stellen. Ich finde es ist einfach großartig geworden! Deshalb möchte ich es euch auf keinen Fall vorenthalten:

 

 

Es ist einfach so wunderbar mit Menschen, die das gleiche Ziel verfolgen, solche Projekte auf die Beine zu stellen! Mia, Michaela und ich haben uns zusammengeschlossen, um gegen die Essstörung zu kämpfen, präventiv und informativ vorzugehen, um das Bewusstsein für eine so gefährliche Krankheit zu steigern.

Wir haben noch so viele Ideen im Kopf und würden uns extrem freuen, wenn unser kleines Team noch größer werden würde! Gemeinsam kann man noch so viel mehr erreichen! Wenn ihr euch als Blogger oder auch Nicht-Blogger angesprochen fühlt, dann schreibt mir doch gerne per Mail: julialebenswelt@gmail.com. Und ach ja, keine Angst, ihr könnt dabei auch vollkommen anonym bleiben! Ich kann euch sagen, dass Mia und Michaela einfach großartig sind und ich schon lange keine Zusammenarbeit erlebt habe, die so reibungslos läuft! Danke dafür an euch zwei!

Hier noch einmal die beiden Links zu den Blogs der beiden. Schaut gerne bei diesen großartigen Menschen vorbei und lasst ein bisschen Liebe da:

Happy Kalorie

Mias Anker


 

► Mein YouTube Kanal: JULIA LEBENSWELT

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Stigmatisierung psychischer Erkrankungen stoppen

Heute möchte ich euch mal ein tolles Projekt vorstellen, das gegen die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen vorgehen möchte: #Mutmachleute.

Auf der Webseite teilen Betroffene, Angehörige und Betroffene ihre Erfahrungen und ihr Wissen zu verschiedensten psychischen Erkrankungen. Jeder, der Interesse hat kann sich per E-Mail melden und einen Beitrag verfassen bzw. die Interviewfragen beantworten.

Da ich solche Projekte richtig toll finde (siehe auch das Projekt It gets brighter), habe ich mir das natürlich nicht zwei Mal sagen lassen und direkt einen Beitrag verfasst:

Essstörung & Depression: Verstehen statt Verurteilen.

Falls ihr auch teilnehmen wollt hier noch einmal der Link zur Webseite: http://mutmachleute.de

Übrigens für alle Blogger: Man kann auch seinen Blog verlinken lassen.

Es würde mich sehr freuen, wenn ihr mitmacht! 🙂


 

► Mein neues Video: Mythen über die PSYCHIATRIE?!

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Betroffenen eine Stimme geben…Bitte helft mit!

Vor kurzem wurde ich in meinem Psychologiestudium auf die Kampagne „It gets brighter“ aufmerksam gemacht und war sofort begeistert!

Die Idee von „It gets brighter“ lautet folgendermaßen:

UNSER ZIEL

It Gets Brighter sammelt kurze Video-Botschaften, in denen Betroffene oder Angehörige über ihre eigene Erfahrung mit einer psychischen Erkrankung sprechen und anderen Hoffnung schenken. Lasst uns offen darüber sprechen, was in unseren Köpfen vorgeht anstatt es zu verdrängen.

Unser Ziel ist es, Betroffenen die Botschaft zu senden, dass es auch in schweren Situationen immer einen Lichtblick geben wird – It Gets Brighter.

Hilf uns, das Schweigen zu brechen und junge Menschen zu motivieren, fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und ihre seelische Gesundheit zu stärken.

Mit diesem Ziel stellen wir Eure Video-Botschaften öffentlich zur Verfügung.

(http://www.itgetsbrighter.de)

Das heißt absolut jeder, der als Betroffener, Angehöriger oder jeglichen anderen Kontext Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen hat, kann ein Video hochladen und sagen, was ihm oder ihr am Herzen liegt. Das Hochladen ist einfach und auf der Webseite gut erklärt. Das Ganze muss auch gar nicht professionell sein. Eine Handykamera reicht vollkommen. Wer möchte kann das Video auch anonym gestalten z.B. mit einem Text oder einer Stimmaufnahme. Alles ist erlaubt! Hauptsache es macht Hoffnung!

Da hab ich mich natürlich nicht zwei Mal bitten lassen und gleich mal ein Video hochgeladen: Weiterlesen „Betroffenen eine Stimme geben…Bitte helft mit!“