Lieber Perfektionismus, ich brauche dich nicht!

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Handlettering by Julia Lebenswelt

Ich dachte eigentlich, dass ich meinen krankhaften Perfektionismus, der mich in Schulzeiten fast kaputt gemacht hat, in den letzten Jahren etwas beiseite gelegt habe. Und was zum Beispiel Uni-Kram betrifft stimmt das sogar.

Bei Dingen, die mir wichtig sind, kommt der Perfektionismus jedoch wieder aus einer vergessenen Gehirnecke hervor und möchte gefüttert werden. Dieser hohe Anspruch an mich selbst, lässt mich dann oft an Dingen scheitern, die mir viel bedeuten.

Getreu dem Motto: Wenn ich es nicht pefekt machen kann, brauch ich es gar nicht machen!

Instagram ist zum Beispiel für mich so eine Geschichte. Wer meinen letzten Beitrag zum Selfcare Project gelesen hat, möchte ich die von mir lieb gewonnene Social-Media-Plattform wieder etwas aufleben lassen. Mein letzter Beitrag ist mittlerweile fast ein Jahr her. Ups! ;D

Aber, wenn ich bei IG wieder Bilder hochlade, möchte ich das mit hochqualitativen Fotos und Beiträgen mit Message und das Ganze am besten regelmäßig – neben Blog, YouTube und einem „echten“ Leben. Das ist mir zu stressig und deshalb wird da ab sofort nur was hochgeladen, wenn ich Lust drauf habe! Basta!

Denn: Anfangen und „einfach“ machen sind noch immer unter den besten Ratschlägen, die ich bisher erhalten habe!

Passt auf euch auf! 💜


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Ich habe keine Freunde – zumindest glaube ich das

Ich selbst sage von mir immer wieder, dass ich keine Freunde habe. Ok, ich sage das zu fast niemandem so direkt, denn a) die Person ist dann eventuell beleidigt, weil ich sie nicht als Freund oder Freundin bezeichne oder b) die Person versucht mich davon zu überzeugen, dass ich doch so viele Freunde hätte.

Aber was sind Freunde eigentlich?

Laut Duden ist Freundschaft ein „auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander“. Schön und gut, aber was ist Zuneigung? Was beinhaltet das? Ich sehe schon, so komme ich nicht weiter.

Also, zurück zum Individuum, denn Freundschaft ist etwas sehr Individuelles und kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden.

Das ist meine Definition von Freundschaft:

Für mich ist eine Freundschaft etwas zwischen zwei Menschen, dass Dinge umfasst wie gegenseitiges Vertrauen, Ehrlichkeit, Lachen, gemeinsame Aktivitäten und Wertschätzung. Ich wünsche mir von einem Freund oder einer Freundin, dass er oder sie da ist, wenn die Situation schwierig ist. Ich möchte in deren Umgebung so sein können wie ich wirklich bin ohne, dass ich ständig angespannt bin. Ich brauche das Gefühl, dass ich mich auf ein Treffen mit dieser Person freue und nicht vorher Panik schiebe und versuche mich aus einer gemeinsamen Aktivität rauszureden. Eine Freundschaft braucht tiefe Gespräche, genauso wie Humor, Insider und gemeinsame Erinnerungen. Ein Freundschaftsbeweis ist von meiner Seite aus auch, dass ich mit dieser Person mehrere Tage am Stück verbringen kann, also eigentlich mit ihr leben könnte, ohne durchzudrehen. Ein Freund oder eine Freundin freut sich für mich, ohne Eifersucht und Neid. Für diese Person würde ich alles stehen und liegen lassen und es würde mir nicht schwer fallen eigene Bedürfnisse hinten anzustellen, um meinem Freund oder meiner Freundin zu helfen. Und nicht zuletzt sieht man sich jede Woche mehrmals, weil ich und auch die andere Person es braucht, weil man sich gegenseitig braucht.

Das ist eine ganze Menge. Und ich glaube hier wird mein Problem schon relativ deutlich: Ich habe zu hohe Ansprüche an eine Freundschaft. Genauso wie ich von mir zu oft verlange perfekt zu sein, so muss auch eine Freundschaft für mich perfekt sein. Ich will eine so tiefe Beziehung zu einer Person, wie man sie nur bekommt, wenn man seinem Gegenüber eine Chance gibt. Denn, ich blocke immer ab, bevor es zu einer „echten Freundschaft“ kommen kann. Zum Teil aus Selbstschutz, zum Teil, weil ich die Person nicht für geeignet halte. Diese Prozesse passieren unbewusst und ich verurteile mich im Nachhinein dafür so kritisch zu sein. Weiterlesen „Ich habe keine Freunde – zumindest glaube ich das“

So sehen meine „Fressanfälle“ aus

Ich bin jemand, der immer sehr genau aufpasst keine Mengenzahlen, Gewichtsangaben und Co. zu verwenden, da ich weiß wie triggernd das sein kann. Heute möchte ich euch dennoch ein Video zeigen, wo ich einen Essanfall simuliert(!) habe, um euch mal einen Einblick zu geben wie es ungefähr aussehen könnte, wenn ich mal wieder dem Essen verfallen bin. Falls dich so etwas triggern sollte sieh dir das Video bitte nicht an!

Die eigentliche Absicht des Videos ist es ein Bewusstsein für Binge Eating zu schaffen, weil ich ja selbst erst in meinem Beitrag Ich habe Binge Eating – jeden Tag erzählt habe mit wie viel Scharm diese Erkrankung verbunden ist.

Und das sollte nicht so sein – nein, es darf nicht so sein! Deshalb freue ich mich sehr, wenn ihr das Video teilt! Lasst uns gemeinsam das Stigma rund um Binge Eating brechen!

Passt auf euch auf! 💜


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Projekte, die mich zu Tränen rühren! – Sowas will ich auch machen

Ich habe sehr viele Ideen, wohin ich mit meinem „Internet-Zeug“ will. So viele Projekte schwirren in meinem Kopf und ich brenne darauf sie umzusetzen – eigentlich.

Denn es gibt da so einige Schwierigkeiten:

1. Ich bin zu schüchtern, um Leute zu fragen, ob sie mit mir ein Projekt starten möchten, weil ich denke, ich sei nicht gut genug.

2. Es gibt so viele, die online „Erfolg“ haben möchten. Warum sollte ich da diejenige sein, die es schafft? Was auch immer „es“ ist.

3. Ich habe zu wenig Reichweite und kenne zu wenig Leute, mit denen ich Projekte umsetzen könnte. Damit meine ich z.B. dass mir der Kontakt zu jemandem fehlt, der Musik produziert oder Kameratechniken beherrscht.


Der Bevor ES-Award oder das gemeinsame Video-Projekt für mutmachleute mit Mia und Michaela sind schon solche Projekte und ich bin so dankbar dafür, dass wir das umsetzen konnten. ❤

Aber wie ich halt immer so bin, möchte ich immer mehr. Viel mehr als auch zeitlich für mich möglich ist. Ich mache das alles hier neben meinem Studium und darf dabei auch nicht meine psychischen Erkrankungen vergessen, die mich einbremsen.

Eine Idee, die mich vor kurzem gepackt hat ist das Thema psychische Erkrankung/Gesundheit durch Musik auszudrücken. Ich kann zwar einigermaßen singen und bin gerade wieder dabei mich im Gitarre spielen zu versuchen, aber ich glaube da muss ich mich trotzdem noch ein bisschen gedulden 😉


Deshalb hier zum Abschluss ein Musikprojekt von Jeremy Zucker, wo es um Depressionen geht. Ich finde das sooo toll:

Passt auf euch auf! 💜


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Womit habe ich einen solchen Körper verdient?

“I hate you, I love you, I hate, that I DON´T love you”

Dieser abgewandelte Text von Gnash beschreibt sehr gut die momentane Beziehung zu meinem Körper.

Seit meinem 11. Lebensjahr hasse ich meinen Körper, egal ob ich gerade in meiner Essstörung war oder in der Phase „dazwischen“. Er war immer zu dick, zu hässlich, was natürlich nur ich so gesehen habe. Ich verstecke meinen Körper bis heute in langer weiter Kleidung – möglichst dunkel, um nicht aufzufallen.

Seit meiner Geburt ist mein Körper nur selten krank. Ich hatte in einem Schuljahr im Schnitt drei Fehltage. Ich erinnere mich sogar an ein Jahr, wo ich absolut immer in der Schule war. Bis heute bekomme ich einmal im Jahr eine Erkältung. Wann ich das letzte Mal wegen einer körperlichen Erkrankung beim Arzt war weiß ich gar nicht. Das hat bestimmt auch mit meiner Angst vor Ärzten zu tun, aber es war tatsächlich nie so schlimm, dass mein Körper nicht selbst damit fertig geworden wäre. Selbst als ich wegen meiner Magersucht weniger als ein Vorschulkind gewogen habe, hat mich mein Körper nicht im Stich gelassen. In diesem Moment hätte eine Infektion vermutlich den Tod für mich bedeutet.

Seit ungefähr zwei Jahren ist mir bewusst, was mein Körper tagtäglich für mich leistet. Angesichts der Tatsache, dass ich ihm täglich durch mein Essverhalten oder durch mein Verkriechen in dunklen Räumen schade, weiß ich nicht warum. Ich weiß nicht, wieso mein Körper mich nicht aufgibt, sondern immer funktioniert.

Ich weiß, dass es meinem Körper nicht gut geht, aber er macht trotzdem weiter – ich leider auch.

Weiterlesen „Womit habe ich einen solchen Körper verdient?“

Hochfunktionale Depression – die „gute“ Depression?

Ich kümmere mich um mein Leben, habe gestern meine Bachelor-Arbeit abgegeben (Juhuuuuh), habe einen Nebenjob, meine Wohnung ist sauber und ich bin gepflegt. Man könnte meinen ich habe mein Leben unter Kontrolle.

Doch, das was die Leute sehen ist nur ein Teil. An Wochenenden oder an Abenden, grob gesagt immer, wenn ich alleine bin, bricht meine Welt zusammen. Und auch, wenn ich Dinge erledige, dann oft unter größter Mühe und mit viel Überwindung.

Ich würde mich selbst nicht als schwer depressiv bezeichnen und auch nicht sagen, dass ich das jemals war. Ich war (oder bin noch?) leicht depressiv und würde mich als sogenannte „hochfunktionale Depressive“ beschreiben.

Das Phänomen der hochfunktionalen Depression ist im deutschsprachigen Raum noch nicht so verbreitet wie z.B. in den USA, wo die „High functioning Depression“ schon wesentlich bekannter ist. Diese Art von Depression ist kein eigenes Störungsbild, sondern lässt sich eher der Dystymie oder den atypischen Depressionen zuschreiben (genaueres im Video).

Nichtsdestotrotz ist das die Art der Depression, die am besten auf mich zutrifft. Ich bin jemand, der nach außen hin funktioniert, aber dennoch mit Antrieb, Schlaf- und Essrhythmus starke Probleme hat. Und bitte nicht falsch verstehen: Ich will mir hier nicht selbst irgendwas diagnostizieren! Zu verstehen, dass keine Depression einer anderen gleicht, hilft mir lediglich meine Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen besser zu verstehen. Und wenn ich mich selbst besser verstehe, fällt es mir auch leichter mir Hilfe dafür zu holen.


Da es auf YouTube noch kein einziges deutschsprachiges Video zur hochfunktionalen Depression gibt, habe ich mir gedacht, mache ich mal den Anfang 😉


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Endlich auf Hunger und Sättigung achten

Vor eineinhalb Wochen habe ich mein Selfcare-Project gestartet, indem ich mir jede zweite Woche drei kleine Projekte vornehme, die mein Leben verbessern und mich dazu bringen mich um mich selbst zu kümmern.

Wie ging es mir mit meinen letzten Projekten:

😃 super –  😐 na ja –  😞 schwierig

1. Schlafroutine aufbauen: 😐 Das hat ganz gut funktioniert. Obwohl das Schlafen tagsüber noch immer zu viel ist

2. Regelmäßig essen: 😐 Das klappt hin und wieder. Das kommt sehr auf meine Tagesstruktur an

3. Ausreichend trinken: 😃 Das war bei der Hitze der letzten Woche überhaupt kein Problem und ich hab auch wesentlich mehr als die 2 Liter getrunken und hab sehr darauf geachtet

Natürlich versuche ich weiterhin diese drei Punkte umzusetzen.

Die 3 neuen Projekte:

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Was nehmt ihr euch im Moment so vor?


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