Erlaubnis zum Lügen…oder?

„Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht!“ oder „Lügen haben kurze Beine!“ Aus diesen beiden Sprichwörtern lässt sich schon erkennen, dass Lügen eine eindeutig negative Bedeutung haben. Wer lügt, versucht seine Mitmenschen zu täuschen und handelt moralisch verwerflich, nämlich gegen die gesellschaftliche Regel ehrlich zu sein.

Ok, aber was ist jetzt, wenn ich lüge, um einen Menschen nicht zu verletzen? Oder wenn ich flunkere, um mich selbst zu schützen? Kann eine Lüge nicht auch positive Konsequenzen haben oder zumindest als neutral betrachtet werden? Kommt es nicht viel eher auf die Absichten und den Kontext an?

Genau mit dieser Frage beschäftigt sich das Buch „Die Kunst des Lügens“ von Simone Dietz. Die Philosophieprofessorin rollt darin das Lügen von allen Seiten auf, geschichtlich sowie moralisch. Abgesehen davon, dass ich mich beim Lesen in einem mucksmäuschenstillen Raum begeben muss, um nicht jeden Satz drei Mal lesen zu müssen, hat das doch sehr komplex geschriebene Buch, interessante Ansätze.

Ich bin noch nicht fertig mit Lesen (und das wird auch noch eine Weile dauern, weil ich bei Sätzen, die über drei Zeilen gehen, hin und wieder den Anfang bereits wieder vergessen habe 😉 ), dennoch möchte ich mit euch teilen, was bei mir bisher so hängen geblieben ist. Auf die Plätze, fertig, los: Weiterlesen „Erlaubnis zum Lügen…oder?“

In Ketten gelegt

Während unseres Lebens sammeln wir viele Ketten an. Und nein, ich meine nicht Schmuck. Ich meine Ketten, die uns fesseln, uns einsperren und uns nicht frei sein lassen.

Manche Menschen kommen schon gefesselt auf die Welt. Zum Beispiel kommen manche Kinder bereits mit einer schweren Krankheit auf die Welt, die sie einschränkt und ihrer Freiheiten beraubt. Manche Kinder werden von ihren Eltern gefesselt und können sich nur mühsam oder auch gar nicht befreien. Im Laufe unseres Lebens nimmt die Anzahl der Ketten stets zu.

Es gibt zwei Arten von Ketten. Die eine Art von Kette ist um unseren Körper geschlungen und scheint uns zu erdrücken. Ich trage diese Kette zum Beispiel, wenn ich in sozialen Umgebungen bin. Ich fühle mich eingeschränkt als wäre nicht genügend Raum für mich da. Ich mache mich klein, möchte unsichtbar sein und lasse mich einsperren. Weiterlesen „In Ketten gelegt“

I love me…hoffentlich irgendwann mal – Motivation am Montag #19

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by pixabay

Eines meiner größten Ziele ist es endlich sagen zu können: „Ich liebe mich!“ Wie weit ich davon entfernt bin? Sagen wir mal, dass ich den Spiegel meist meide und meine Dialoge im Kopf zeigen, dass es da auch noch Nachholbedarf in Sachen Selbstliebe gibt. Aber irgendwann werde ich es können. Irgendwann werde ich mir selbst ehrlich in die Augen schauen können und meinem Spiegelbild sagen: ICH LIEBE DICH!

Ich wünsche euch eine schöne Woche mit ganz viel Selbstliebe! ❤

Mein Hund als sicherer Anker – Liebes Tagebuch #2

Heute gibt es mal wieder einen Tagebucheintrag für euch, der ungefähr vor einem Jahr entstanden ist:

Donnerstag, 06.10.2016

Als ich heute mit meinem Hund unterwegs war, habe ich gemerkt, dass ich mich mit einem Hund an meiner Seite total verändere. Ich fühle mich sicherer, habe weniger Scheu und traue mich auch einfacher auf die Straße zu gehen, wo viele Leute unterwegs sind.

Nicht, dass es mir Panik macht Menschen auf der Straße zu sehen. In der Stadt bin ich umzingelt von Menschen. Aber es macht mich schon nervös. Ich habe das Gefühl, dass ich als Landmädchen die Leute mehr wahrnehme und sie genauer unter die Lupe nehme. Vielleicht verschwindet das, wenn man lang genug in der Stadt unterwegs ist. (Anmerkung von Julia aus der Zukunft: Dass das Ganze auch mit Sensibilität zu tun haben könnte, wusste ich damals noch nicht.)

Auf jeden Fall ist ein Hund für mich wie ein sicherer Begleiter. Ist er ja eigentlich von mir abhängig, gibt er mir das Gefühl nicht alleine zu sein und mich ohne Worte und Bewertungen unterstützt. Es ist wie als Kind, als die Eltern mir Sicherheit gegeben haben. Mit meiner Mama in der Nähe fühlte ich mich immer sicher. Sie wusste immer, was zu tun war und ich konnte einfach nur sein. Ein Hund ist die abgeschwächte Form davon.

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„Du hältst dich für was Besseres!“ – Dialog im Kopf #14

Mein Innerer Kritiker scheint einfach keine Ruhe zu geben:

  1. „Du bewegst dich steif und unsicher!“
  2. „Du solltest dich mehr mit anderen Leuten treffen!“
  3. „Du solltest mehr für dich kochen!“
  4. „Du solltest fair, vegan und bio kaufen!“
  5. „Gib kein Geld für unnötige Dinge aus!“
  6. „Schätze, was du hast! In Afrika verhungern Kinder!“
  7. „Du bist nichts wert!“
  8. „Du liest zu wenig!“
  9. „Du bist nicht intelligent genug!“
  10. „Du hältst dich für was Besseres!“
  11. „Du hast deinem Körper schon so viel geschadet, jetzt ist schon alles egal!“

Was mein „lieber“ Kritiker mir sonst noch so alles an den Kopf wirft könnt ihr hier lesen.

Auch wenn ich mich hier über diese fiesen Sätze aufrege, bin ich fest davon überzeugt, dass man mit seinem Inneren Kritiker nur dann Frieden schließen kann, wenn man aufhört ihn zu bekämpfen und versucht zu akzeptieren. Er ist schließlich ein Anteil von einem selbst und auch wenn es helfen kann diese Stimme mal separat zu seinem Ich zu betrachten, sollte man niemals vergessen, dass sie ein Teil meiner Person ist. Wenn ich also versuche gegen den Anteil von mir zu kämpfen, versuche ich mich sozusagen selbst zu besiegen…

Motivation am Montag – #18…Handlettering

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Fräulein Katze wünscht euch einen guten Wochenstart! 😉

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Weltverbesserer vs. meine Einstellung zu mir

Ich versuche der perfekte Mensch zu sein. Das beginnt bei meiner Ernährung und hört bei meinem Konsumverhalten auf. Ich töte keine Spinnen, nicht mal Mücken kann ich erschlagen. Kurz um: Ich versuche meiner Umwelt möglichst wenig mit meiner Existenz zur Last zu fallen.

Das klingt jetzt so als würde ich mich selbst extrem klein machen. Und da kann ich nur sagen: Bingo! Genau das ist es. Ich denke ich würde alles tun, damit es anderen besser geht, mich selbst vergesse ich dabei leider häufig.

Wobei vergessen eigentlich nicht das richtige Wort ist. Ich bin eher ein Meister darin meine Bedürfnisse und Wünsche zu ignorieren. Warum sollte ich mich denn auch um mich kümmern, wenn ich mich selber gar nicht mag? So ein hässlicher, fetter, ängstlicher und unsicherer Mensch hat es doch nicht verdient ein schönes Leben zu führen.

So extrem habe ich zumindest lange Zeit gedacht. Mittlerweile würde ich sagen, dass ich auf der Extremheitsskala ein wenig nach unten gerutscht bin. Ich mag mein Äußeres noch immer nicht, meistens jedenfalls. Doch meine Persönlichkeit kann ja gar nicht so scheiße sein, wenn es immer wieder Leute um mich herum gibt, die (gerne?) Zeit mit mir verbringen.

Außerdem weiß ich zumindest theoretisch, dass ich es nicht verdient habe mich so schlecht zu behandeln wie ich niemanden sonst behandeln würde. Ich weiß auch, dass Eigenliebe ein Teil des Zufriedenheitspuzzles des Lebens ist.

Aber in der Praxis klappt das oft nicht so gut. Ich sehe oft einfach keinen Sinn dahinter mir jetzt Zeit für mich zu nehmen und auf mich zu achten. Besonders weil die Ergebnisse auf sich warten lassen. Ja, ja, das nicht enden wollende Thema Ungeduld lässt grüßen! Weiterlesen „Weltverbesserer vs. meine Einstellung zu mir“