Stress ist nicht gleich Stress…(+5 Tipps gegen Stress)

Für die meisten Menschen ist Stress ein Dauerzustand! So auch für mich! Stress in der Uni, Stress unter Leuten, selbst Stress, wenn ich allein bin gehört zu meinem Alltag.

Physiologisch reagiert unser Körper bei Stress immer ähnlich: Herzrate, Blutdruck und Atmung werden hochgefahren. Wir beginnen zu schwitzen, fühlen uns gehetzt und überfordert.

Doch jeder von uns empfindet Stress anders. In der Psychologie spricht man vom hedonischen Tonus. Am leistungsfähigsten sind wir, wenn sich unser hedonischer Tonus, sprich unser Grad der Anspannung, im Mittelbereich befindet.

Dieser Mittelwert ist sehr individuell. Zum Beispiel haben Extrovertierte oftmals einen höheren Durchschnittswert. Das heißt sie sind erst bei höherer Belastung gestresst als Introvertierte. Daher sind Introvertierte oft von der Flut an Reizen, die täglich auf uns trifft überfordert und ziehen sich zurück. Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Mich stresst bereits eine belebte Straße, ein voller Hörsaal oder ein Tag im Einkaufszentrum. Weiterlesen „Stress ist nicht gleich Stress…(+5 Tipps gegen Stress)“

Meine zahlreiche Therapieerfahrung – Teil 1

Ich habe in meinem Leben schon eine Menge Therapien gemacht. Vor allem, wenn man bedenkt, dass ich erst 21 bin. Hier eine Kurzzusammenfassung davon – mit einer guten Portion Ironie:

11 Jahre – Psychiatrie

Meine erste „Therapie“ musste ich während meines stationären Aufenthalts in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie über mich ergehen lassen. Eigentlich sollte die Therapeutin meine Magersucht behandeln, stattdessen haben wir in jeder Stunde 45 Minuten der Zeit Karten gespielt. Kann man ja mit einem Kind machen! Ihr könnt euch vorstellen wie erfolgreich das war…

12 Jahre – 1. ambulante Therapie (wenn auch nur kurz)

Nach meinem Klinikaufenthalt musste ich natürlich eine ambulante Therapie machen. Nach zwei oder drei Sitzungen war ich jedoch der Meinung „austherapiert“ zu sein und verweigerte ein weiteres Hingehen. Mein mangelndes Durchhaltevermögen hab ich schon mal erwähnt oder? Das einzige, was mir von der Therapie in Erinnerung geblieben ist, war die bunte Wand hinter der Therapeutin.

17 Jahre – Magersucht und Abitur. Eine Therapie zum Überleben! Weiterlesen „Meine zahlreiche Therapieerfahrung – Teil 1“

10x Innerer Kritiker – Dialog im Kopf #8

Heute mal wieder 10 Sätze, die mein Innerer Kritiker mir am liebsten täglich an den Kopf wirft. Hier geht’s zu den ersten 10 Beleidigungen.

  1. „Du darfst dich nicht verändern! Was denken dann die Leute bloß von dir!“
  2. „Menschen verbringen nur aus Mitleid Zeit mit dir!“
  3. „Du willst Psychologin werden? Bekomm mal deine eigenen Probleme in den Griff!“
  4. „Das darfst/sollst du nicht essen!“
  5. „Dein Mund braucht was zum Kauen! Jetzt!“
  6. „Dein Kleidungsstil ist erbärmlich!“
  7. „Lern mal eine ordentliche Kommunikation zu führen!“
  8. „Werd mal erwachsen und übernimm Verantwortung!“
  9. „Du bist für immer allein!“
  10. „Heute ist der Tag eh schon schlecht gelaufen. Also was soll´s. Lass heute deinen Mustern freien Lauf. Du kannst ja morgen neu starten!“

 

 

Die Illusion von Perfektion!

„Wenn ich perfekt wäre, dann könnte ich mein Leben endlich leben!“ Dieser Satz ist Motivation am Montag - #14.jpgseit frühester Kindheit in meinem Kopf festgebrannt. Wie ein Virus hat er sich festgekrallt und lacht nur bei meinem Versuch ihn zu entfernen.

In der Schule war ich ehrgeizig. Das ist eigentlich eine starke Untertreibung. Schule war mein Leben! Erst wenn ich mit sehr guten Noten nach Hause kam, war ich zumindest in diesem Bereich mit mir zufrieden. Weiterlesen „Die Illusion von Perfektion!“

Wie viel kann mein Bauch vertragen?

Mein Magen ist sehr tapfer. Er kennt es tagelang wie eine leere Hülle in meinem Körper dahinzuvegetieren. Er kennt es aber auch bis zum Anschlag voll zu sein und vor lauter Überforderung nur mehr einen Ausweg zu sehen: Die Flucht zurück! Bedeutet: sich übergeben (unfreiwillig wohlgemerkt).

2015 gab es keinen Tag (das ist nicht übertrieben), an dem ich mein Essverhalten unter Kontrolle hatte. Ich konnte essen wie ein Fass ohne Boden. Nichts war vor mir sicher. Heimlich habe ich volle Schränke und Schubladen im Rekordtempo vernichtet. Weiterlesen „Wie viel kann mein Bauch vertragen?“

Alles geht vorbei…

Wenn ich traurig bin, scheint mir als würde diese Trauer nie enden.

Wenn ich in Selbsthass verfalle, scheint mir als würde dieser Hasse nie enden.

Wenn ich glücklich bin, wünsche ich mir, dass dieses Glück nie endet.

 Leider ist das Leben kein Wunschkonzert! Manchmal glaube ich, dass meine Gefühle schneller wechseln als so mancher seine Unterwäsche! Ich hasse dieses Wechselbad an Emotionen! Vor allem die unangenehmen lassen mich immer wieder zu selbstzerstörerischen Mitteln greifen. Aber auch angenehme Emotionen wie Stolz sind für mich schwer zu ertragen. Weiterlesen „Alles geht vorbei…“