Small Talk? – Nein, danke!

Ich rede nicht gerne mit fremden Menschen. Ganz grundsätzlich. Es setzt mich unter Druck und ich handle dann ohne nachzudenken. Oder anders gesagt: Mein Mund macht, was er will. Er haut einfach irgendwelche Wörter raus und mein Gehirn schüttelt sich im Nachhinein verzweifelt: „Was hab ich da bloß wieder gesagt!“

Das ist vielleicht ein bisschen übertrieben und empfinde ich nur selbst als so extrem schlimm. Mein Umfeld würde nie auf die Idee kommen, dass ich Gespräche mit Menschen hasse bzw. mich vorher und nachher in einem Gedankenkarusell befinde. Wie immer eigentlich: Schöne Fassade außen, Wirbelsturm innen.

Aber jetzt mal zum eigentlichen Thema: Ich hasse Small Talk! (Oha, heute bin ich ja voller Hass) Ich glaube, dass viele Menschen keine Freunde dieser Gesprächsart sind. Zum einen, weil man oft nicht weiß, was man sagen soll, zum anderen, weil immer wieder dieselben Themen kommen.

Lasst mich das anhand eines Beispiels erläutern: Studentenpartys. Ok, ich geh eigentlich nicht auf Partys, aber es beschreibt nun mal am besten eine Veranstaltung, wo ein Haufen verwirrter Studenten im ersten Semester zusammenkommen und versuchen Kontakte zu knüpfen. Also bleiben wir mal bei dem Bild.

Treffen sich Student A und Student B:

Student A: „Hey! Was studierst du denn?“

Student B: „Promenadologie.“

Student A: „Aha, cool. Und worum geht´s da?“ Weiterlesen „Small Talk? – Nein, danke!“

Meine 5 Minuten auf Tinder

Ihr kennt doch bestimmt alle Tinder, oder?  –  Ja, genau. Das ist die Dating-App, wo man mit einem Wisch zum One-Night-Stand kommt.

Ok, da ist mal wieder das Vorurteilspferd mit mir durchgegangen. Also ganz kurz für alle Menschen, die so isoliert wie ich leben und das Prinzip der App fremd ist, etwas neutraler, wie das Ganze funktioniert: Nach Herunterladen der App sucht man sich ein Profilbild mit seiner Schokoladenseite oder mehrere. Für die ganz Intellektuellen unter uns, kann man auch noch ein paar Worte über sich schreiben, bevor „losgetindert“ wird.

Man bekommt dann immer Bildvorschläge von (in meinem Fall) Jungs, die sich zum Beispiel in einem Umkreis von 30 km von dir entfernt aufhalten. Und anhand dieser Bilder entscheidet man dann, ob man sich den Typen als potentiellen Partner vorstellen kann (Wisch nach links) oder nicht (Wisch nach rechts). Haben beide bei dem jeweils anderen nach links gewischt, ergibt das ein „Match“ und die Möglichkeit miteinander zu schreiben wird freigeschaltet.

Und ich hab mich tatsächlich kürzlich von einer Freundin überreden lassen, diese App zu installieren. Sie kam mit Argumenten wie: „Irgendwann muss man mal über seinen Schatten springen!“ oder „Das pusht das Selbstbewusstsein!“. Und wo sie recht hat, hat sie recht. Weiterlesen „Meine 5 Minuten auf Tinder“

Menschen aussortieren – Motivation am Montag #23

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Handlettering by Julia Lebenswelt

Ich finde dieser Spruch zeigt ganz gut, was ich mit „Freunde aussortieren“ meine.

In meinem Leben gibt es zum Beispiel einige Menschen, an die ich unnötig viel Energie verschwende. Sei es, weil die Person ständig von mir verlangt bloß ein bisschen anders zu sei oder weil sie tatsächlich nicht so smart ist aka hat Gedankengänge, die ich nicht nachvollziehen kann oder hat gefühlt gar keine Gedankengänge. 😉

Und das ist auch vollkommen ok! Ich darf auch nicht verlangen, dass sich diese Person für mich ändert. Was ich aber machen kann, ist diese Person, die weder emotional, noch kognitiv, noch sonst irgendwie bereichernd für mich ist, ihren eigenen Weg gehen zu lassen, auch wenn es ohne mich ist.

Bei mir schleichen sich dann aber andere Ängste ein: Bin ich dann nicht irgendwann ganz allein? Aber hier spinnt sich mein Kopf schon wieder seine eigenen Märchen zusammen und in der Realität weiß ich, dass das nie passieren wird. Und sollte ich mal alleine sein, dann suche ich nach den passenden Räumen! Und davon gibt es mehr, als man im ersten Moment denkt!

Ich wünsche euch eine schöne Novemberwoche mit Menschen, die euer Leben bereichern! ❤

Was wollt ihr lesen? Frage an euch!

An dieser Stelle muss ich mal wieder DANKE sagen an jeden einzelnen meiner Leser. Ich freue mich immer so sehr, wenn ihr meine Beiträge lest und jedes Kommentar ist für mich immer eine besondere Ehre, weil in unserer stressigen Welt ist es nicht selbstverständlich sich mal unter einen Blogbeitrag einer unbekannten Person die Zeit zu nehmen, etwas Schönes zu schreiben. Ich mag es immer sehr mich mit euch auszutauschen und zu diskutieren, weil auch mir das häufig Denkanstöße gibt.

Zu Beginn habe ich den Blog für mich geschrieben. Mittlerweile schreibe ich ihn zu einem großen Teil auch für euch. Die Leute, die schon länger dabei sind, haben vielleicht bemerkt, dass nur mehr drei Beiträge pro Woche kommen, anstatt den anfänglichen fünf. Das hat den Grund, dass es mir wichtiger geworden ist, qualitativ hochwertigere Texte zu schreiben. Qualität über Quantität sozusagen. 😉

Da ich grundsätzlich über so gut wie alle Themen schreibe, die mich beschäftigen, entsprechen die Beiträge auch meinen Interessen. Aber ein Blog ist ja kein Tagebuch, zumindest für mich nicht.

ALSO: Schreibt mir doch gerne in die Kommentare worüber ihr mehr lesen wollt? Soll ich mehr persönliche Texte schreiben, mehr zum Thema Psychologie oder interessieren euch auch meine Gedankensalat-Texte? Schreibt mir gerne konkrete Themen. Und das nicht nur unter diesen Beitrag, sondern immer, wenn ihr euch denkt, dazu möchte ich Julias Gedanken wissen (wahrscheinlich denkt sich das so eh niemand). Und keine Angst, ich kann zu so gut wie jedem Thema was schreiben. Über die inhaltliche Qualität lässt sich dann vielleicht streiten. 😉

In diesem Sinne: Immer her mit euren Themenvorschlägen und wir lesen uns in den Kommentaren! 🙂

Ps.: Wer übrigens seine Fragen oder Themenvorschläge hier nicht öffentlich machen will, kann mir gerne eine Mail an julialebenswelt@gmail.com schicken.

Ich freu mich auf euch! ❤

War das eine Panikattacke?

Vor einigen Tagen, hatte ich ein für mich sehr eigenartiges Erlebnis. Dass ich Panik schiebe, wenn ich mit fremden Leuten reden muss oder von anderen zu lange angeschaut werde, damit habe ich mich inzwischen abgefunden. Aber, dass ein Friseurbesuch bei mir eine solche Reaktion auslöst, damit hätte ich nicht gerechnet. Aber von vorne:

In einer Woche fängt die Uni wieder an und ich habe mir gedacht, dass ich dieses Jahr mal dem Mainstream folge und mir meine Haare schneide, um zum Semesterstart zu zeigen: „Hey, ich hatte ganz tolle Ferien und bin jetzt ganz erholt und mein frischer Haarschnitt repräsentiert das!“

Naja, auf jeden Fall war ein Haarschnitt bei mir auch nötig. Ich habe mir meine Haare ungefähr seit drei Jahren nicht geschnitten, weil ich meine ausgefallenen Haare nach meiner Magersucht erstmal wieder nachwachsen lassen wollte, bevor mir jemand mit einer Schere zu nahe kommt. Ja, in der Hinsicht bin ich typisch Mädchen: Jeder Zentimeter meiner Haare ist wertvoll und wehe dem, der sie kürzen will.

Also Friseurtermin vereinbart und das Ganze wäre schnell erledigt gewesen. Dabei hab ich die Rechnung aber ohne meine Psyche gemacht. Denn am Morgen des besagten Tages war mir plötzlich schlecht, schwindelig und mein Puls war so hoch, dass meine Hände zu zittern angefangen haben.    Weiterlesen „War das eine Panikattacke?“

Die Liebe und das Leben – Motivation am Montag #20…Handlettering

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Handlettering by Julia Lebenswelt

Je älter ich werde, desto bewusster wird mir, dass Liebe das Wichtigste im Leben ist! Oh Gott! Das klingt zum einen megakitschig und zum andern als wäre ich um die 80 Jahre alt :).

Aber mal Spaß beiseite: Ist es nicht so? Ich meine, wenn der Mensch ohne Liebe und Beziehung zu anderen existiert, geht er daran genauso zugrunde wie wenn er kein Wasser oder Nahrung hätte.

DESHALB: Lasst uns alle mehr Liebe in die Welt hinaustragen! Das klingt jetzt etwas pauschal, aber was ich damit meine, ist dass wir unsere Liebe und Zuneigung zu anderen einfach öfter zeigen sollten. Ein Lächeln oder ein paar freundliche Worte reichen da schon aus.

Und weißt du was? Damit kannst du jetzt anfangen. Ja, genau JETZT. Schreib einer dir wichtigen Person doch was Schönes und du wirst sehen, dass es du dir damit auch selber was Gutes tust!

In diesem Sinne: Fühlt euch gedrückt und habt eine wundervolle Woche! ❤

Die Vergangenheit holt einen immer wieder ein

Eine Schulfreundin hat sich nach zwei Jahren Funkstille wieder bei mir gemeldet. Mit einer einfachen Nachricht über Facebook bringt sie mich vollkommen aus dem Konzept. „Hallo wie geht es dir?“

Ein einfacher Satz, eine Floskel, die man jeden Tag hört. Und auf die man auch ebenso einfach antworten kann. Doch was zwischen uns passiert ist, ist leider in meinem Leben kein Einzelfall… Weiterlesen „Die Vergangenheit holt einen immer wieder ein“