Die Vergangenheit holt einen immer wieder ein

Eine Schulfreundin hat sich nach zwei Jahren Funkstille wieder bei mir gemeldet. Mit einer einfachen Nachricht über Facebook bringt sie mich vollkommen aus dem Konzept. „Hallo wie geht es dir?“

Ein einfacher Satz, eine Floskel, die man jeden Tag hört. Und auf die man auch ebenso einfach antworten kann. Doch was zwischen uns passiert ist, ist leider in meinem Leben kein Einzelfall… Weiterlesen „Die Vergangenheit holt einen immer wieder ein“

Ich bin nicht gut zu mir…

Ich gebe gerne. Ich freue mich, wenn es anderen gut geht. Ich freue mich, wenn ich dazu beitragen kann, dass es anderen gut geht. Ich bin eine gute Freundin für andere. Problematisch? Vielleicht.

Andere sind mir oft wichtiger als ich selbst. Ich würde fast alles tun, damit es meiner Familie gut geht. Wenn ich andere leiden sehen, möchte ich dieses Leid so schnell wie möglich beenden. Dabei gibt es nur eine einzige Person mit der man sein ganzes Leben teilt.

Ich ignoriere meine Bedürfnisse, zerstöre mich selbst. Ich rede mit mir wie mit keinem anderen Menschen. Und das leider nicht im Positiven Sinn.

Ich starte immer wieder Versuche, um mich besser zu behandeln. Wie aber fast alles bei mir verläuft sich dieses Vorhaben nach nur wenigen Tagen im Sand. Ein Problem ist wahrscheinlich, dass ich mich selber nicht mag. Denn ich helfe doch auch bevorzugt anderen Menschen, die ich mag.

Sei dein bester Freund! Diesen Tipp habe ich schon in vielen Selbsthilfebüchern oder im Internet gelesen und finde den Ansatz sehr schön. Auf sich selber so zu achten wie ich es bei anderen mir wichtigen Menschen tue, scheint mir sinnvoll. Wie so oft klaffen Theorie und Praxis oft weit auseinander.

Ich bemühe mich immer wieder gut zu mir zu sein, aber momentan behandle ich mich eher wie einen entfernten Bekannten als wie einen guten Freund…

Die Geschwister Wut und Trauer!

Ich weiß sehr gut wie es sich anfühlt traurig zu sein. In meinen schlimmsten Phasen meiner Essstörung war es nicht selten, dass ich täglich in Tränen ausgebrochen bin. Gut, das war vielleicht nicht immer das klassische Traurig-sein, sondern oft viel mehr meine unendliche Verzweiflung. Aber diese Verzweiflung hat mich traurig gemacht und somit kann ich schon behaupten in dieser Zeit extrem traurig gewesen zu sein.

Somit war auch für mich ein sehr wichtiges Ziel in der Therapie immer meine Traurigkeit zu reduzieren. Doch meine Therapeuten hatten immer wieder eine andere Idee: nämlich, dass ich lernen sollte meine Wut und meinen Ärger wahrzunehmen. Weiterlesen „Die Geschwister Wut und Trauer!“

Was ist das Tolle am Kind sein?

Meine Therapeutin hat mir den Auftrag gegeben über meine Kindheit bzw. über das Kind sein zu schreiben. Im Speziellen darüber, warum es viel toller ist ein Kind als ein Erwachsener zu sein. Ich klage nämlich oft darüber wie schrecklich Erwachsen sein ist. Also, here we go:

Wer erinnert sich nicht gern daran zurück wie es war keine Verpflichtungen zu haben, wo das wichtigste war, welches Spielzeug man hatte und wo man sich noch sozial unangepasst zeigen durfte? Ich habe mal in einer Eisschlange (ich meine eine Schlange von Menschen vor einem Eissalon) 😉 gewartet und ein kleiner Junge stand vor mir. Als er sein Eis bestellen wollte, war Erdbeere ausverkauft und er hatte keine Ahnung mehr, was er stattdessen nehmen sollte. Alle fanden seine Unsicherheit sooo süß! Auch ich bin oft so unsicher. Aber was würde man von einer 21-jährigen denken, die keine Alternative zu Erdbeereis einfällt? Sicher nicht: Oh wie putzig!

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by pixabay

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Stress ist nicht gleich Stress…(+5 Tipps gegen Stress)

Für die meisten Menschen ist Stress ein Dauerzustand! So auch für mich! Stress in der Uni, Stress unter Leuten, selbst Stress, wenn ich allein bin gehört zu meinem Alltag.

Physiologisch reagiert unser Körper bei Stress immer ähnlich: Herzrate, Blutdruck und Atmung werden hochgefahren. Wir beginnen zu schwitzen, fühlen uns gehetzt und überfordert.

Doch jeder von uns empfindet Stress anders. In der Psychologie spricht man vom hedonischen Tonus. Am leistungsfähigsten sind wir, wenn sich unser hedonischer Tonus, sprich unser Grad der Anspannung, im Mittelbereich befindet.

Dieser Mittelwert ist sehr individuell. Zum Beispiel haben Extrovertierte oftmals einen höheren Durchschnittswert. Das heißt sie sind erst bei höherer Belastung gestresst als Introvertierte. Daher sind Introvertierte oft von der Flut an Reizen, die täglich auf uns trifft überfordert und ziehen sich zurück. Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Mich stresst bereits eine belebte Straße, ein voller Hörsaal oder ein Tag im Einkaufszentrum. Weiterlesen „Stress ist nicht gleich Stress…(+5 Tipps gegen Stress)“

Weinen – Stärke oder Schwäche?

Ich habe schon fast ein Jahr nicht mehr geweint. Vor drei Jahren habe ich jeden Tag geweint. Ja, ich bin ein Mensch der zu Extremen neigt. Balance zu finden ist meine Lebensaufgabe ;).tree-738816_1920.jpg

Als ich viel geweint habe, wünschte ich mir nicht mehr zu weinen. Jetzt, wo ich selten weine, denke ich, ich sei emotionslos und kalt.

Weinen gilt als Schwäche. Zumindest in unserer Gesellschaft. „Ein Indianer kennt keinen Schmerz!“ oder „Männer weinen nicht!“ sind nur einige Ergebnisse dieses kranken Denkens. Wer Tränen vergisst, macht sich verwundbar, zeigt sich mit seinen Fehlern und ist offen für Angriffe. Weiterlesen „Weinen – Stärke oder Schwäche?“