Hypnose gegen Essstörung

Ich habe in meinem Leben schon eine ganze Reihe an Therapien ausprobiert: Verhaltenstherapien, Gruppentherapien, alle möglichen Kreativtherapien,… Eine Therapie, die mir jedoch besonders in Erinnerung geblieben ist, ist meine Hypnosetherapie oder Hypnotherapie.

Die Idee dazu kam mir als ich, während meines stationären Aufenthalts wegen der Magersucht, ein Video gesehen habe, indem eine junge Frau ihre Magersucht mit Hilfe von Hypnose überwunden hat. Ich war sofort interessiert, denn irgendwie hatte ich die Schnauze voll von „konventionellen“ Therapien.

So habe ich mich nach meinem stationären Aufenthalt in das Behandlungszimmer eines solchen Therapeuten gewagt – mit falschen Erwartungen und dem Glauben das Wundermittel gegen meine Essstörung gefunden zu haben.


Wie die Therapie genau abgelaufen ist und was ich daraus mitgenommen habe, erzähle ich euch im Video: Weiterlesen „Hypnose gegen Essstörung“

Gemeinsam gegen die Essstörung

Vor einiger Zeit habe ich schon einmal auf die tolle Kampagne It gets brighter aufmerksam gemacht. Dabei geht es darum, dass sich Betroffene, aber auch Experten, in Videoform zum Thema psychische Erkrankungen äußern und für andere Betroffene mutmachende Worte finden.

Nun habe ich mich mit den beiden Bloggerinnen Mia von Mias Anker und Michaela von Happy Kalorie zusammengeschlossen und wir haben im Rahmen der Präventionsarbeit gegen Essstörungen, die Michaela schon länger betreibt, gemeinsam ein Video auf die Beine gestellt.

Michaela hatte die wunderbare Idee für das Video und hat auch die Bearbeitung übernommen. Es soll Mut machen, sich dem Kampf gegen eine Essstörung zu stellen. Ich finde es ist einfach großartig geworden! Deshalb möchte ich es euch auf keinen Fall vorenthalten:

 

 

Es ist einfach so wunderbar mit Menschen, die das gleiche Ziel verfolgen, solche Projekte auf die Beine zu stellen! Mia, Michaela und ich haben uns zusammengeschlossen, um gegen die Essstörung zu kämpfen, präventiv und informativ vorzugehen, um das Bewusstsein für eine so gefährliche Krankheit zu steigern.

Wir haben noch so viele Ideen im Kopf und würden uns extrem freuen, wenn unser kleines Team noch größer werden würde! Gemeinsam kann man noch so viel mehr erreichen! Wenn ihr euch als Blogger oder auch Nicht-Blogger angesprochen fühlt, dann schreibt mir doch gerne per Mail: julialebenswelt@gmail.com. Und ach ja, keine Angst, ihr könnt dabei auch vollkommen anonym bleiben! Ich kann euch sagen, dass Mia und Michaela einfach großartig sind und ich schon lange keine Zusammenarbeit erlebt habe, die so reibungslos läuft! Danke dafür an euch zwei!

Hier noch einmal die beiden Links zu den Blogs der beiden. Schaut gerne bei diesen großartigen Menschen vorbei und lasst ein bisschen Liebe da:

Happy Kalorie

Mias Anker


 

► Mein YouTube Kanal: JULIA LEBENSWELT

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Stigmatisierung psychischer Erkrankungen stoppen

Heute möchte ich euch mal ein tolles Projekt vorstellen, das gegen die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen vorgehen möchte: #Mutmachleute.

Auf der Webseite teilen Betroffene, Angehörige und Betroffene ihre Erfahrungen und ihr Wissen zu verschiedensten psychischen Erkrankungen. Jeder, der Interesse hat kann sich per E-Mail melden und einen Beitrag verfassen bzw. die Interviewfragen beantworten.

Da ich solche Projekte richtig toll finde (siehe auch das Projekt It gets brighter), habe ich mir das natürlich nicht zwei Mal sagen lassen und direkt einen Beitrag verfasst:

Essstörung & Depression: Verstehen statt Verurteilen.

Falls ihr auch teilnehmen wollt hier noch einmal der Link zur Webseite: http://mutmachleute.de

Übrigens für alle Blogger: Man kann auch seinen Blog verlinken lassen.

Es würde mich sehr freuen, wenn ihr mitmacht! 🙂


 

► Mein neues Video: Mythen über die PSYCHIATRIE?!

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Essstörung – was mir hilft

Zuletzt habe ich in meinem Beitrag Depression – was mir hilft über meine Strategien geschrieben, wie ich mich an depressiven Tagen so über Wasser halte. Setzen wir diese Reihe doch heute fort. Und zwar mit den Dingen, die mir helfen mit meiner Essstörung umzugehen. Here we go!

  1. Aussortieren

Und hier meine ich nicht die unnötigen zwanzig Bücher, die ungelesen auf dem Dachboden meiner Eltern verstauben, sondern Menschen. Menschen im realen Leben und besonders auch Menschen auf Social Media.

Ich habe mal auf Social Media angefangen, weil es mir wesentlich leichter fällt, Menschen die ich nicht persönlich kenne aus meinem Leben zu verbannen. Es ist also alles rausgeflogen, was mich in irgendeiner Weise getriggert oder mir ein schlechtes Gefühl gegeben hat.

Am Aussortieren schädlicher Menschen in meinem Offline-Leben arbeite ich noch…

  1. Ablenkung

In den schlimmsten Phasen meiner Essstörung war ich in Kliniken. Klinikaufenthalte bedeuten auch immer die Konfrontation mit „Leideskollegen“. Dass dieser Austausch mit anderen Betroffenen auch viele positive Seiten hat, möchte ich hier gar nicht bezweifelt. Für mich war es aber ab einem gewissen Punkt mal wieder Zeit unter die „Normalen“ zu kommen. In meinem Kopf war schon ständig das Thema Essen, Gewicht und Co. präsent, dass ich das nicht noch zusätzlich von anderen brauche.

  1. Tiere

Tiere, insbesondere Hunde, helfen mir bei allem: Ängste, Depression, Essstörung,… Mittlerweile glaube ich ja, dass das für mich eine Self-fulfilling Prophecy ist, aber hey – ist das nicht vollkommen egal, wenn es mir hilft?

  1. Erfahrungen anderer

Weiterlesen „Essstörung – was mir hilft“

Studieren mit Essstörung

Vor Kurzem habe ich in meinem Beitrag Studieren mit Depression darüber berichtet wie ich während meines Psychologiestudiums mit depressiven Phasen umgegangen bin.

Heute soll´s noch einmal um mein Studium gehen. Dieses Mal unter dem Aspekt der Essstörung.

Das Essen

Als ich vor drei Jahren alleine in eine Wohnung gezogen bin, um zu studieren, hatte ich gerade stark mit Binge Eating zu kämpfen. So etwas wie regelmäßiges Essen gab es für mich nicht. Und da man als Student auch nicht gerade ein regelmäßiges Leben hat, glich mein Essverhalten einem puren Chaos.

Oft habe ich nur einmal am Abend richtig gegessen und ihr könnt euch vorstellen, dass die Mengen dann – ich sag´s mal so – dezent übertrieben waren. Ja, auch wenn ich den ganzen Tag über nicht viel gegessen hatte. Abgesehen davon, dass es für meinen Körper absolut nicht förderlich war eine einzige Mahlzeit pro Tag in mich reinzuschaufeln.

In der Uni passe ich mich auch heute noch sehr stark an. Das heißt ich esse, was die anderen essen und so viel wie die anderen. Das geht natürlich nur gut in der Mittagspause. Denn zu Mittag, das weiß auch eine Essgestörte, ist es normal zu essen. Da meine Kommilitonen nichts von meiner Erkrankung wussten, war es für mich um einiges einfacher vor ihnen zu essen. Mensa war also kein Problem.

Mir zwischen den Vorlesungen einen Snack zwischen die Zähne zu schieben ist da schon wesentlich schwieriger. Am Ende hab ich es dann einfach gelassen. Mittagessen check, alles andere wird weggelassen oder heimlich gegessen. Weiterlesen „Studieren mit Essstörung“

Vegan & Essstörung – Meine Erfahrung

Die liebe Cordula vom Blog Wir essen Pflanzen, hat ihre erste Blogparade ins Leben gerufen: Veggies – Eure Erfahrungsberichte. Wie der Titel schon erahnen lässt, geht es dabei um die persönliche Erfahrung mit dem Thema Vegetarismus bzw. Veganismus.

Ich habe mich bisher mit dem Thema was und wie ich esse auf diesem Blog ziemlich zurückgehalten. Lediglich im Beitrag Mein aktuelles Essverhalten ist schon etwas durchgeklungen, was ich so in mein kleines Mündchen stecke.

Der Grund für meine Zurückhaltung ist großteils Unsicherheit. Als Essgestörte steht natürlich für viele Menschen (besonders Nicht-Betroffene) das Essverhalten einer solchen Person im Vordergrund und führt schnell zu einer Menge Bewertung. Trotzdem habe ich mich dazu entschlossen dieses Buchkapitel heute für euch mal ein bisschen zu öffnen, denn die pflanzliche Ernährung spielt hier für mich eine wesentliche Rolle. So, und jetzt genug der Einleitung!


Ich liebe Tiere! Über alles! Schon immer! Häufig mehr als Menschen. Bis zu meinem Teenageralter habe ich mehrmals pro Woche Fleisch gegessen. Das ist eine Kombi, die, denke ich, bei vielen Menschen nicht selten ist. Die Liebe zu Tieren im Zusammenhang mit einem saftigen Steak zu Mittag, war für mich ganz normal. Ok, ich übertreibe. Viel Fleisch habe ich tatsächlich nie gegessen, aber der Satz schreibt sich so schön. 😉

Mit ungefähr 16 habe ich den Wunsch verspürt auf Fleisch zu verzichten. Inspiriert durch meine bereits langjährig vegetarischen Großcousinen, wollte ich nichts mehr auf meinem Teller, das einst niedliche Kulleraugen hatte. Das Problem: Mein Selbstbewusstsein. Weiterlesen „Vegan & Essstörung – Meine Erfahrung“

5 Vorteile einer Essstörung

Der Podcast PsychCast hat letztens eine Folge mit dem schönen Titel „Kann denn Krankheit ein Gewinn sein? Über Krankheitsgewinn.“ herausgebracht und hat mich dazu veranlasst mal (wieder) darüber nachzudenken, was für Vorteile ich denn aus meiner Essstörung ziehe bzw. gezogen habe. Für Außenstehende wirkt es vielleicht etwas befremdlich Positives an einer Essstörung zu sehen, aber da gibt es für mich (leider) eine ganze Menge:

1. Man bekommt Aufmerksamkeit.

Uh, jetzt schreien gleich alle: „Ich wusste, dass sie das nur macht um Aufmerksamkeit zu kriegen!“ Ja und Nein. Wir möchten mit unserem Verhalten bewusst oder unbewusst aufmerksam machen. Aber nicht auf den Fakt, dass wir z.B. schon wieder abgenommen haben, sondern dass es uns einfach dreckig geht, wir nicht wissen wie wir im Leben zurecht kommen sollen und jemanden brauchen, der uns eine helfende Hand reicht. Wie gesagt ist dieser Prozess oft unbewusst und hat nichts mit Aufmerksamkeitsgeilheit zu tun.

2. Das Leben ist nicht kontrollierbar.

In ganz vielen Bereichen nicht. Was aber kontrollierbar ist, ist was ich in meinen Mund stecke. Zumindest spielt uns das die Essstörung vor. Dass das irgendwann außer Kontrolle geraten wird versucht uns die Essstörung nicht wahrhaben zu lassen.

3. Ich bin jemand, der Gefühle hasst. Weiterlesen „5 Vorteile einer Essstörung“