Ich weiß nicht, was mir schmeckt?

Ich esse oft unregelmäßig. Ich esse oft schnell. Ich esse oft viel. So weit, so bekannt. Dazu kommt aber noch ein Problem. Vor allem, wenn ich dann mal versuche „normal“ zu essen. Die Überschrift verrät es schon: Ich weiß nicht, was mir eigentlich schmeckt!

Würde man mich nach meinem liebsten Lebensmittel fragen, würden bei mir mal nur Fragezeichen aufleuchten, bis ich dann verwirrt antworte: „Ich mag eine ganze Menge Dinge ganz gern!“ Glaube ich zumindest…

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Essstörungen: P wie Prävention (Gastbeitrag von Happy Kalorie)

Nach meinem 100. Beitrag geht´s gleich sehr spannend auf meinem Blog weiter! 😉

Denn heute gibt es den allerersten Gastbeitrag und der kommt von der lieben Michaela vom Blog Happy Kalorie! Sie betreibt wichtige Präventionsarbeit im Bereich Essstörung und da ich ihre Arbeit sowie ihren Blog großartig finde, freue ich mich sehr, dass sie einen Beitrag für meinen Blog geschrieben hat! Danke Michaela!

Lasst ihr auf jeden Fall ganz viel Liebe da! ❤


Essstörungen: P wie Prävention

Bevor ich zu meinem eigentlichen Anliegen komme, bedanke ich mich zu allererst ganz herzlich bei Julia vom lebenswelt.blog für die Möglichkeit, dass ich einen Gastbeitrag auf ihren Blog schreiben darf. Das macht mich deswegen happy, weil mir Julia ermöglicht, wieder etwas von der Aufmerksamkeit für mein präventives Projekt zu erhalten, die ich zwingend benötige. Eh´meine Lobhymnen peinlich werden, beende ich diese lieber. Danke Julia …

Nun zu mir: Ich mache mich im Namen von Happy Kalorie, für die Aufklärung und Prävention im Bereich Essstörungen stark. Der Kerngedanke von Happy Kalorie ist, mit direkten und klaren Worten über die Gefährlichkeit der stoffungebundenen Sucht aufzuklären, um den Blick für dieses gesamtgesellschaftliche Problematik zu sensibilisieren.

Der Kerngedanke ist das eine, die ignorierenden Sichtweisen das andere. Happy Kalorie kämpft aktuell nicht gegen Essstörungen, sondern vielmehr dafür, überhaupt wahrgenommen zu werden.

Aussagen wie: “An unserer Schule gibt es keine Essstörungen, deshalb brauchen wir eine Aufklärung nicht!” Oder: “In unserem Umfeld leidet keiner an einer Essstörung, also kann ich mir die Zeit sparen.” Oder: “Essstörungen sind nur ein albernes Verhaltensmuster, daran ändern auch Sie nichts.”, erschweren unsere präventive Arbeit.
Dazu kommt der katastrophale Schwerpunkt, dass ich mein Engagement nicht kostenfrei anbieten kann. “Ach, sie verlangen Geld? Na dann nehmen wir großen Abstand von Ihrem Angebot. Wir dürfen nur qualitativ hochwertige und vor allem kostenfreie Angebote in Anspruch nehmen. Auf nimmer Wiederhören!” Weiterlesen „Essstörungen: P wie Prävention (Gastbeitrag von Happy Kalorie)“

„Schnell, versteck dich!“ – Dialog im Kopf #10

Dieses Szenario kann ich mir im Sommer tagtäglich anhören:

KOPF: Schau mal draußen scheint die Sonne! Willst du nicht rausgehen, so wie jeder normale Mensch?

ICH: Nein, danke!

KOPF: So kurz angebunden heute, wie? Soll ich dir sagen wieso?

ICH: Du tust es doch sowieso!

KOPF: Korrekt! Du hasst deinen Körper und magst dich nicht in kurzen Klamotten zeigen! Verständlich, das würde ich bei dem Körper auch nicht wollen!

ICH: … Weiterlesen „„Schnell, versteck dich!“ – Dialog im Kopf #10″

Nach Hause kommen und erst mal essen

Seit ich in der Schule bin, sah mein Tagesablauf so aus: nach Hause kommen und dann essen, egal, ob Mittagessen, Abendessen oder (großen) Snack.

Im Gymnasium hatte ich oft den ganzen Tag nichts gegessen (und das war VOR meiner Magersucht). Als ich dann am Abend nach Hause kam, habe ich mich sofort daran gemacht etwas zu essen. Oft hatte meine Mutter etwas liebevoll zubereitet oder ich habe mich mit Müsli vollgestopft. Wobei es KEIN Binge Eating war! Ich hab dieses Verhalten nicht versteckt und auch großteils akzeptiert.

Dieses Verhalten wiederholte sich und die Spur in meinem Hirn wurde immer stärker. Dies  in der Psychologie als Konditionierung bekannte Phänomen ist nicht selten. Es macht einen großen Teil unseres Lernens aus. Weiterlesen „Nach Hause kommen und erst mal essen“

Meine Mutter und die Essstörung

Eine Person, die fast genauso stark an meinen psychischen Problemen mitleidet ist meine Mama. Bevor ich jedoch genauer darauf eingehe, zuerst einmal: DANKE LIEBE MAMA!!!!!!

Ich bin ein Mamakind. Schon immer habe ich einen engen Draht zu meiner Mutter. Sie war im Vergleich zu meinem Vater, der viel arbeitete, immer für mich da und hat mir stets Schutz gegeben. Ich habe von ihr Weltanschauung, Werte und Verhaltensweisen übernommen.

Blieb in meiner ersten Magersucht für mich relativ unklar wie es ihr ging, konnte ich bei meinem zweiten Absturz hautnah miterleben wie sie gelitten hat. Nur hat mich das aufgrund meiner Emotionslosigkeit damals wenig berührt.

mama-2077517_1920.jpg Weiterlesen „Meine Mutter und die Essstörung“

Danke lieber Körper!

Mein Körper ist unglaublich toll! Trotzdem hasse ich ihn. Dieser Hass bröckelt langsam, denn ich versuche jeden Tag mich selber ein klein wenig mehr zu lieben. Ich weiß nicht, warum mein Körper so gut zu mir ist, obwohl ich ihn jeden Tag schände. Deshalb: Danke lieber Körper!

Danke, dass du jeden Tag für mich da bist!

Danke, dass du mit mir durch die dunkelsten Zeiten gegangen bist!

Danke für jeden Herzschlag!

Danke für jeden Atemzug!

Danke für deine Bereitschaft manchmal über deine Grenzen hinauszugehen!

Danke für das Aufzeigen meiner Grenzen, sollte ich diese überschreiten!

Danke, dass du so unglaublich zäh bist!

Danke, dass du stärker bist als ich!

Danke für jedes deiner Wunder!

Danke für mehr als eine 2. Chance!

Meine zahlreiche Therapieerfahrung – Teil 2

Falls ihr Teil 1 verpasst habt, kommt ihr hier zum Beitrag!

18 Jahre – Psychosomatische Klinik. Ich beginne Therapie zu verstehen.

In der psychosomatischen Klinik, in der ich 9 Wochen verbrachte, hatte ich 2x pro Woche Einzeltherapie. Mit meinem Vorsatz hier voll mitzumachen und nicht zu lügen, spürte ich plötzlich ein schleichendes Gefühl das flüsterte: Therapie hilft! Das war tatsächlich das erste Mal, wo ich den Nutzen einer Therapie spürte.

18 Jahre – Weiter geht’s mit ambulanter Hypnotherapie.

Auch nach diesem Klinikaufenthalt schloss sich eine ambulante Therapie an. Ist ja nichts Neues. Auch dieses Mal habe ich nach einigen Sitzungen abgebrochen. Ebenfalls nichts Neues. Meine Therapeutin war nun jedoch eine Hypnotherapeutin. Schon immer sehr fasziniert von Hypnose, war es mein Wunsch es mit dieser Art von Therapie zu probieren. Hart gesagt wurde ich enttäuscht. Etwas weniger hart gesagt habe ich mir das einfach anders vorgestellt. Ich glaube, dass ich damals auf eine Art Wunderheilung durch die Hypnose hoffte. Einmal hypnotisiert und zack – weg ist die Essstörung. Die Realität sah leider anders aus… Weiterlesen „Meine zahlreiche Therapieerfahrung – Teil 2“