Es hängt doch nur vom Glück ab, oder?

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Handlettering by Julia Lebenswelt

Kennt ihr diese erfolgreichen Menschen – von Self-Made-Millionären bis hin zu „Influencern“, die sich teilweise für erfolgreicher halten als sie eigentlich sind – die ihre Tipps und Strategien weitergeben wie sie dorthin gekommen sind, wo sie jetzt sind? Oft halten sie Reden oder veröffentlichen Bücher. Zusammengefasst lautet deren Zauberformel: Härter arbeiten als alle anderen, durchhalten und immer 200% geben!

Aber stimmt das?

Ich vermisse bei deren Erfolgskonzepten immer das Wörtchen Glück oder Zufall. Nehmen wir das Musik-Business als perfektes Beispiel: Jeden Tag werden abertausende von Songs weltweit veröffentlicht – von großartigen bis hin zu weniger großartigen Künstlern. Davon schafft es eine Handvoll ins Radio – früher die einzige Möglichkeit von der breiten Masse gehört zu werden. Mittlerweile bietet das Internet auch kleineren Künstlern die Möglichkeit schnell und problemlos ihre Songs mit der Welt zu teilen. Es gibt Sänger oder Sängerinnen, die „nur“ im Internet populär sind und damit gutes Geld verdienen. Trotzdem bleibt auch hier die Frage: Wie sind sie da hingekommen?

Es läuft alles über Beziehungen

In der Musik-Branche (und auch in vielen anderen Bereichen) geht es nur darum wer mit wem was macht. Als No-Name Künstler brauchst du das Glück an die richtigen Produzenten, PR-Agenturen und Co. zu geraten und schwupps kommt ein Erfolgsschub daher. Wie lange der andauert ist ein anderes Thema.

Ich will hier niemandem unterstellen, dass er oder sie für den Erfolg nicht hart gearbeitet hat. Ich will lediglich sagen, dass es viele Menschen gibt, die ebenso hart arbeiten, jedoch nie den großen Erfolg sehen.

Erfolgreich oder nicht: Alle Menschen sind gleichwertig!

Und schlimm wird es meiner Meinung nach dann, wenn sich die Erfolgreichen fühlen als würden sie über den „Kleinen“ stehen – über denen, die es (noch) nicht geschafft haben. Sie halten sich oft für etwas Besseres. Schließlich haben sie mehr für ihren Erfolg getan als alle anderen.


Wie seht ihr das? Meint ihr Glück und Zufall spielt eine große Rolle bei Erfolg?


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Ich will alles und zwar – JETZT!

Ich bin ein Mensch mit tausend Ideen im Kopf! Vor allem, wenn es um Themen geht, die mir am Herzen liegen, kann ich oft nicht anders, als mir mögliche und unmögliche Projekte auszudenken (siehe: Projekte, die mich zu Tränen rühren)! Und ich weiß, dass jetzt einige vielleicht sagen: Alles ist möglich, wenn du es nur willst! Aber ich glaube für diese Aussage bin ich zu sehr Realist (sagt die, die ihren Kopf immer in den Wolken hat).

Wie dem aus sei, ich habe vor ungefähr eineinhalb Jahren angefangen meine Geschichte und meine Gedanken hier auf diesem Blog zu teilen. Das hat sich ausgedehnt auf YouTube und andere Social Media Plattformen. Aber das ist alles nicht gut genug! Ich will mehr! Und Gott, damit meine ich nicht mehr Follower und Likes! Ich will mit meiner Geschichte andere ermutigen und helfen, ich will mich austauschen und Gleichgesinnte treffen, ich will kreativ sein und mit tollen Menschen Projekte starten,…

Von dieser Menge an Wünschen werde ich immer wieder so überrollt, dass ich letztendlich gar nichts mache. Heute ist so ein Tag! Es ist mittlerweile 13:46 und obwohl ich schon um 6 Uhr aufgestanden bin, habe ich heute noch nichts hinbekommen!

Und ich weiß da spricht der Kritiker aus mir! Denn an schwierigen Tagen reicht es einfach zu existieren und zu atmen. Für jemanden, der aber in der Schule absolute (schon zwanghafte) Höchstleistungen erbrachte, sind solche Tage unerträglich! Lasse ich mich gehen? Wie konnte ich nur so faul werden? Wo ist meine Zielstrebigkeit, mein Perfektionismus? – Ja, manchmal vermisse ich meinen Perfektionismus.

Ich weiß, dass auch meine psychischen Erkrankungen daran „Schuld sind“. Weiterlesen „Ich will alles und zwar – JETZT!“

Kann ich meinen Worten vertrauen?

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by Julia Lebenswelt

Ich hinterfrage oft wie ich denn sein möchte, was meine Werte sind und wie ich in dieser Welt wirken möchte!

Vielleicht mache ich das zu häufig, aber ich habe den Anspruch an mich selbst mich so zu verhalten, dass es meinen moralischen Ansprüchen genügt.

Ich vertraue mir da selbst ein bisschen zu wenig, denn ich weiß, dass ich auch ohne dieses ständige Hinterfragen richtig handeln kann!

Kennt ihr dieses Gefühl?

Passt auf euch auf! 💜


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Neid und Ich

Ich habe bereits in meinem Beitrag Neid – der Treibstoff für Veränderung ein wenig beschrieben, was die Emotion Neid mit mir so macht. Nachdem Kary vom Blog Über das Leben & Lieben über Neid geschrieben hat (übrigens ein sehr empfehlenswerter Blog), war dies für mich der Anstoß meinen bereits lange geschriebenen Zeilen über Neid auszugraben:

Kurz vorneweg: Ich bin nie auf Materielles neidisch – ganz egal was. Solange meine Grundbedürfnisse erfüllt sind, kann mich niemand mit einem Bündel Geld dazu bringen etwas zu tun, was ich nicht möchte. So denke ich zumindest aus meiner momentanen Position.

Wenn ich neidisch bin, dann auf solche Dinge wie Erfolg, Anerkennung oder Beziehungen. Wobei es bei mir im Endeffekt immer darum geht, dass ich von anderen geschätzt und geliebt werden möchte.

Wie zeigt sich mein Neid nun? Ich würde es im Bezug zur passiven Aggressivität als eine Art passiven Neid beschreiben. Von außen beobachtet würde mich absolut niemand als neidisch bezeichnen. Ich verhalte mich eher Undercover als neidisch.

Ein Beispiel: Ich hänge viel im Internet herum – wer hätte das gedacht ;). Dabei falle ich immer wieder auf den Trick rein, dass andere doch ein so wunderbares Leben haben. Und ja, ich weiß, dass mir hier nicht die Realität gezeigt wird, aber sag das mal meinen Emotionen.

Wenn ich sehe, dass z.B. ein YouTuber extrem viele Abonnenten hat, dann drücke ich nicht auf den Abonnieren-Button, auch wenn mir die Videos gefallen. Das heißt ich will mit meinem Verhalten der Person schaden. Das gehört durchaus zur schlechten Art des Neides. Ich mache mir deshalb auch Vorwürfe.

Andererseits ist es nicht menschlich?

Wenn andere Menschen etwas erreichen, was auch mir sehr wichtig ist, dann löst das in mir Neid aus. Kurz erwische ich mich, wie ich mir wünsche diese Person hätte dieses Erfolgserlebnis jetzt nicht. Schnell wische ich den Gedanken weg und blicke mich verstohlen um – aus Angst jemand könnte meine bösen Gedanken gehört haben.

Ich weiß, ich sollte diese Gefühle als Motivation nutzen. Ich sollte danach streben das von mir neidisch beäugelte selbst zu erreichen. Aber ist nicht auch eine gewisse Portion des bösen Neides ok?


Wie steht ihr dazu? Wann werdet ihr neidisch und wie geht ihr damit um?


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„Next to normal“ – die Darstellung psychischer Störungen als Musical

Letzte Woche war ich mit meiner Mutter in einem für mich ganz besonderen Musical:

Next to Normal – Fast normal.

Als Betroffene psychischer Erkrankungen und Psychologiestudentin kann ich mein Interesse an mentaler Gesundheit nicht leugnen und war sofort Feuer und Flamme als ich die Beschreibung des Musicals in einer Zeitung las, denn es geht – welch Überraschung – um psychische Probleme. Genauer gesagt um Depression, Bipolare Störung, Wahnvorstellung, Trauma, Selbstmord und Drogenabhängigkeit. Klingt auf den ersten Blick ganz schön heftig.


Kurz zum Inhalt

Es geht um eine Familie, Frau, Mann und Tochter, die versuchen mit einer nach außen hin ziemlich verschwiegenen Situation klarzukommen. Die Frau leidet seit dem plötzlichen Tod ihres 8-Monate alten Sohnes an rezidivierenden depressiven und manischen Episoden kombiniert mit visuellen Wahnvorstellungen, in welchen ihr der verstorbene Sohn begegnet. Ihr Mann versucht seine Frau zu unterstützen und ihr zu helfen den gemeinsamen Verlust, der bereits fast 18 Jahre her ist,  zu verkraften. Zudem hat das Paar eine 17-Jahre alte Tochter, die sehr damit zu kämpfen hat von ihrer Mutter zu wenig Liebe und Aufmerksamkeit zu bekommen, da sie im Schatten des verstorbenen Sohnes steht.  Sie flüchtet sich regelmäßig in Alkohol, Drogen und Partys, um ihre familiäre Situation zu ertragen.

Im Laufe des Musicals sieht man wie die Mutter verschiedene Behandlungsmethoden ausprobiert, um ihren Erkrankungen Herr zu werden. Begonnen wird mit einer medikamentösen Behandlung, hin zur Psychotherapie und nach gescheiterten Behandlungsversuchen, die in einem Selbstmordversuch enden, unterzieht sie sich einer Elektrokonvulsionstherapie. Zudem folgen familiäre Veränderungen, um jeden einzelne Person der Familie auf einen besseren Weg zu bringen.

Hier ein kleiner Einblick in das Musical mit einem kurzen Trailer: Weiterlesen „„Next to normal“ – die Darstellung psychischer Störungen als Musical“

Ich bin böse!

Wenn ich mir einen Film anschaue würde ich auf die Frage, welcher Charakter ich gerne sein würde meist antworten: „Der/Die Böse!“

Ich finde das Böse hat etwas Faszinierendes. Grundsätzlich ist es ja die Gesellschaft, die bestimmt was böse ist. Ein extremes Beispiel: Ein Mensch, der andere Menschen umbringt wird als pure Verkörperung des Bösen angesehen. Doch sind dann Tiere, die ihre Artgenossen töten auch böse? Ein Tier tötet nicht grundlos, ein Mensch auch nicht. Ob dieser Grund moralisch vertretbar ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben! Und bitte versteht mich hier nicht falsch: Mord ist absolut schrecklich! Ich liebe nur solche Gedankenspielchen.

Außerdem entwickle ich gerade bei Büchern, Filmen usw. oft eine Sympathie für die böse Figur, wenn erklärt wird woher sie kommt, was sie durchgemacht hat und ich kann dann oft sehr gut nachvollziehen, warum sie so handelt.

Ich habe auch schon mal in meinem Beitrag Mitgefühl mit einem Mörder meine Gedanken zu Täter und Opfer mitgeteilt. Es ist Komplex. Und jeder, der Menschen aufgrund ihrer Taten als Monster bezeichnet, lässt sich von Emotionen leiten, was vollkommen ok – nein sogar gut – ist. Rational zu urteilen scheint oft richtig zu sein, aber so funktioniert der Mensch nun einmal nicht.

Nicht zuletzt finde ich das Böse faszinierend, weil ich im echten Leben nicht böse sein kann und es, um ehrlich zu sein, auch nicht will. Aber ich finde jeder sollte das Böse in sich anerkennen, denn meist sind Gedanken, die wir verwerflich finden, aus Gründen da, die es zu erforschen gilt. Und dafür ist unsere böse Seite voller Informationen für uns.

Ich hab das Gefühl, dass der Text komplett wirr ist, aber so sieht es in meinem Kopf eben gerade aus und das ist ok.


Jetzt hab ich noch ein kleines Video für euch, wo ich mich mit meiner bösen Seite auf eine humorvolle Art und Weise auseinandersetze! Viel Spaß! 🙂


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Warum mein Blog ein Geheimnis ist

Ich einem meiner letzten Beiträge Das Leben überfordert mich, habe ich kurz angedeutet, dass mein Umfeld so gut wie nichts über mein „Internetzeug“, wie ich es immer so schön nenne, weiß. Und da es euch interessiert (und mich selbst ehrlich gesagt auch), hab ich mal meine Gedanken gesammelt, warum mein Blog und YouTube ein Geheimnis ist:

  1. Meine Motivation

Ich habe bei fast allen Aktivitäten, die ich so angehe ein Motivationsproblem. Das bedeutet konkret, dass ich so gut wie nichts durchziehe und alles abbreche, wofür ich nicht genügend Anerkennung bekomme. Ja, ich gebe es zu, ich bin ein Mensch, der von den Bestätigungen anderer Menschen lebt. Nun wollte ich mich selbst austricksen, indem ich meinen Blog nur für mich mache. Dadurch, dass ich niemandem davon erzähle kann ich auch keine Rückmeldung bekommen, zumindest nicht aus meinem „realen“ Umfeld. Denn eine positive Bestätigung, z.B. von meiner Mutter, würde schnell dazu führen, dass ich die Anerkennung und Wertschätzung bekomme, die ich so dringend brauche und meine Motivation noch weiterzumachen würde sinken. Warum sollte ich weitermachen, wenn ich schon habe, was ich brauche?

  1. Die Themen

Ich bin hier im Internet so ehrlich und verletzlich wie es mir möglich ist und schreibe über alles, was mich so beschäftigt. Da stellt sich dann für mich die Frage: Möchte ich, dass meine tiefsten Gedanken und Gefühle Menschen kennen, mit denen ich in meinem Umfeld nur „oberflächlich“ zu tun habe? Dabei ist, glaub ich, schon wieder mein Kopf das allergrößte Problem: Freunden gegenüberzustehen mit dem Wissen, dass sie so viel über mich gelesen bzw. gesehen haben, macht mich nur beim Gedanken daran nervös.

  1. Erfolg

Weiterlesen „Warum mein Blog ein Geheimnis ist“

Warum meine Angst so hoch ist…

Ich hab euch ja in meinen letzten Beiträgen Die Angst vor Menschen schlägt zu und Das Leben überfordert mich, davon erzählt, dass meine Ängste momentan sehr hoch sind, sehr zum Leid von mir selbst.

Letzte Woche hatte ich einen Termin bei meiner Therapeutin und wir haben das Ganze mal ein bisschen ergründet. Das kam dabei raus:

  • Erhöhtes Anspannungslevel

Durch den Stress, den ich mir im Moment wegen Uni und Bachelor-Arbeit mache, habe ich ständig Gedanken im Kopf, die mich eigentlich nie abschalten lassen. Das heißt, meine Anspannung ist durchgehend relativ hoch oder zumindest höher als in den „entspannteren“ Studiensemestern davor. Wenn dazu dann noch Ängste kommen, die hin und wieder aufploppen wie zum Beispiel die Überforderung durch viele Menschen oder die Angst vor bösen YouTube-Kommentaren geht mein Angstlevel in bisher nicht dagewesene Höhen. Es ist im Prinzip wie eine Formel: Grundanspannung durch Uni + angstauslösendes Ereignis = für mich ungewöhnlich hohe Angst.

  • Runter vom Gas!

Gut, jetzt haben wir den Grund, aber was mache ich jetzt damit? Eine Therapeutin wäre keine Therapeutin hätte sie nicht schon einen Vorschlag parat: Achtsamkeit. Damit gehen wir eigentlich ein Jahr zurück, zum Start dieses Blogs. Denn da hab ich noch den einen oder anderen Beitrag zum Thema Achtsamkeit verfasst. Nicht zuletzt, weil ich da von meinem in dieser Zeit erlebten Praktikum in einer psychosomatischen Klinik starken Einfluss bekam.

Das bedeutet für mich jetzt konkret: immer wieder versuchen für kurze Augenblicke im Moment zu sein, wahrnehmen was ist und in meinem Kopf einen Gang zurück schalten.  Dass meinem „Monkey-Mind“ beizubringen, wird eine Herausforderung, aber schon während der Therapiesitzung hab ich gemerkt wie meine Hände weniger zittrig wurden, als ich mich bemühte mit meinen Gedanken tatsächlich beim Gespräch zu bleiben.

  • Tschüss, Bewertung!

Weiterlesen „Warum meine Angst so hoch ist…“

Wer leidet mehr?

Ich habe das Gefühl, dass man in unserer Gesellschaft Leid immer aufwiegen muss. Wer leidet mehr? Und denk doch mal an die armen Kinder in Afrika! – Ich denke viele von uns haben einen solchen Satz schon einmal gehört.

Da stellt sich für mich die Frage: Ist es mir als „wohlhabende“ Westeuropäerin nicht erlaubt zu leiden?

Wenn ich mich vergleiche geht es mir hinterher noch schlechter. Ich weiß, dass es, rational gesehen, viele Menschen gibt, die ärmer dran sind als ich. Aber geht es ihnen besser, wenn ich aufhöre zu leiden? Wohl kaum. Ich denke mir dann noch zusätzlich: „Eigentlich darf es mir nicht schlecht gehen, weil es anderen schlechter geht als mir. Ich bin ein schlechter Mensch!“ Sehr viel „schlecht“ hier vorhanden und bekanntlich macht schlecht nicht wirklich glücklich. Weiterlesen „Wer leidet mehr?“

Online-Therapie – gut oder schlecht?

In letzter Zeit entstehen immer mehr Ansaätze, die versuchen eine psychotherapeutische Behandlung alleine durch das Internet anzubieten. Wenn ich mit meinen Kommilitonen im Psychologiestudium darüber spreche, kommt oft eine relativ negative Reaktion à la „Das kann niemals so gut sein wie eine echte Therapie!“ Klingt ein bisschen so als wären die angehenden Psychotherapeuten in ihrem Stolz verletzt, vielleicht bald durch Computer und Co. ersetzt zu werden. Ich selbst sehe in dieser Form der Behandlung sehr viel Potential, aber man muss aufpassen.

Der natürlich größte Vorteil einer Online-Therapie ist bestimmt der, dass auf einen Schlag sehr viel mehr Menschen Zugriff auf eine Behandlung ihrer psychischen Probleme hätten. Denke ich allein daran, dass ich einmal in der Stadt ein Jahr lang einen ambulanten Therapieplatz gesucht habe, möchte ich mir gar nicht vorstellen wie schwierig es in nicht so dicht besiedelten Gegenden ist.

Dass die Abrechnung einer Online-Therapie nicht von den Krankenkassen übernommen wird – berichtigt mich, falls ich falsch liege – macht das Ganze natürlich finanziell gesehen für viele schwierig.

Was auch noch gar nicht, zumindest mir nicht, so klar ist, was ich denn genau unter Online-Therapie zu verstehen habe. Wird schon das benutzen einer App als „Therapie“ bezeichnet. Wahrscheinlich nicht, da eine Psychotherapie auch nur durch Psychotherapeuten angeboten werden darf. Im Internet gibt es viele Coaches, da der Begriff nicht geschützt ist – ja, auch du darfst dich ohne jegliche Ausbildung „Coach“ nennen. Sie bieten Gespräche via Skype an. Manchmal zu erschwinglichen Preisen und auch nur für wenige Sitzungen. Aber bei manchen dieser Menschen bezweifle ich, dass sie mit suizidgefährdeten Menschen richtig umgehen können. Weiterlesen „Online-Therapie – gut oder schlecht?“