In Ketten gelegt

Während unseres Lebens sammeln wir viele Ketten an. Und nein, ich meine nicht Schmuck. Ich meine Ketten, die uns fesseln, uns einsperren und uns nicht frei sein lassen.

Manche Menschen kommen schon gefesselt auf die Welt. Zum Beispiel kommen manche Kinder bereits mit einer schweren Krankheit auf die Welt, die sie einschränkt und ihrer Freiheiten beraubt. Manche Kinder werden von ihren Eltern gefesselt und können sich nur mühsam oder auch gar nicht befreien. Im Laufe unseres Lebens nimmt die Anzahl der Ketten stets zu.

Es gibt zwei Arten von Ketten. Die eine Art von Kette ist um unseren Körper geschlungen und scheint uns zu erdrücken. Ich trage diese Kette zum Beispiel, wenn ich in sozialen Umgebungen bin. Ich fühle mich eingeschränkt als wäre nicht genügend Raum für mich da. Ich mache mich klein, möchte unsichtbar sein und lasse mich einsperren. Weiterlesen „In Ketten gelegt“

Wertfrei zum Glück? – Achtsamkeit

In der Achtsamkeit gilt das Prinzip alles wertfrei zu betrachten. Für uns Menschen eine Mammutaufgabe, denn wir sind die Könige im Bewerten. Würden wir Wertungen aus unserem Wortschatz streichen, bliebe bei so manchem nicht mehr viel übrig.

„Ich bin…!“, „Ich finde, dass…!“, „Wie … (man setze ein beliebiges, am besten abwertendes, Adjektiv ein) ich nur bin!“ Ja, unser Leben ist eine einzige Bewertung. Aber ist das denn wirklich so schlecht?

Würden wir nicht bewerten kämen wir im Leben gar nicht zurecht. Entscheidungen werden getroffen, indem wir Plus- und Minuspunkte abwägen. Mit welchen Menschen wir unsere Zeit verbringen, hängt davon ab wie gut wir uns mit ihnen verstehen. Indem wir unsere Handlungen hinterfragen, können wir in Zukunft ähnliche Fehler vermeiden. Weiterlesen „Wertfrei zum Glück? – Achtsamkeit“

Durch gute Taten zum Glück! – Positive Psychologie

Glückliche Menschen sind hilfsbereiter und freundlicher im Umgang mit ihren Mitmenschen. Diese Erkenntnis dürfte niemanden großartig überraschen. Jedoch hat nun die amerikanische Wissenschaftlerin Sonja Lyubomirsky herausgefunden, dass es auch umgekehrt geht. Das heißt: Gutes tun, macht uns glücklich!

Jetzt sagst du vielleicht: „Aber ich bin doch gut zu meinen Mitmenschen, meistens jedenfalls! Trotzdem bin ich nicht glücklich! Die Studie ist sicher fake!“ Ob die Studie gefälscht ist oder nicht, kann ich nicht sagen, aber ich kann euch zeigen, wie die Forscher ihre Ergebnisse interpretiert haben.

Ich stehe solchen Studien selber sehr kritisch gegenüber. Wie heißt es so schön: „Vertraue keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast!“. Und jeder, der einmal im wissenschaftlichen Kontext zu tun hatte weiß, dass da mehr dran ist als einem lieb ist. Trotzdem möchte ich euch die Ergebnisse vorstellen, weil ich denke, dass gerade der Versuch sein Glück zu maximieren niemandem schaden kann. Wenn es funktioniert, sehr gut; wenn nicht, hat es auch keine schlimmen Folgen.

Also wie können uns gute Taten nun glücklich machen? Weiterlesen „Durch gute Taten zum Glück! – Positive Psychologie“

Durch Zielsetzung zum Glück (Glücksübung)

Ziele sind für unser Leben wichtig. Sie geben uns eine Perspektive, Sinn und schaffen Klarheit. In Studien wurde herausgefunden, dass es glücklich macht Ziele zu haben. Dabei ist jedoch die Art des Ziels entscheidend. Am besten geht ihr diese 5 Schritte durch und beantwortet sie ehrlich, um euer Ziel zu finden:

Schritt 1: Notiere alle deine Ziele! (Es gibt keine Grenzen!)

Schritt 2: Stelle dir die Frage: Sind das wirklich meine Ziele oder die Ziele von jemand anderem?

Schritt 3: Verfolge ich diese Ziele aufgrund von äußerem Druck oder Erwartungen anderer?

Schritt 4: Widersprechen sich die Ziele oder ergänzen sie sich?

Schritt 5: Sind diese Ziele realisierbar?

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Positive Psychologie – ein neuer Ansatz zum Glück

„Es geht nicht mehr nur darum, Schäden zu begrenzen – und von minus acht auf minus zwei der Befindlichkeitsskala zu kommen -, sondern wie wir uns von plus zwei auf plus fünf verbessern können.“

(Martin P. Seligman: Zeitschrift Psychologie heute, Juni 2000)

Ich studiere ja Psychologie und dieses Semester darf ich an einem Seminar teilnehmen, dass sich vorwiegend mit „Positiver Psychologie“ beschäftigt. Da ich diesen Ansatz sehr schön finde, möchte ich euch dieses Konzept etwas näher bringen:

Was ist Positive Psychologie?

Grob gesagt ist die Positive Psychologie das Gegenkonzept zur Psychopathologie. In der Psychopathologie beschäftigt man sich damit wie psychische Erkrankungen entstehen und behandelt werden sowie man ihnen vorbeugen kann. Das heiß, man möchte einen kranken Zustand verbessern, möglichst heilen. Das heißt der Fokus liegt dabei darauf wie wir Krankheitssymptome reduzieren.

In der Positiven Psychologie, mit Martin Seligman als Hauptvertreter, beschäftigt man sich jedoch damit Lebensqualität zu steigern. Am Beispiel Glück erklärt geht es nicht darum Unglück zu bekämpfen, sondern sein subjektives Glück zu steigern. Der Fokus liegt auf der Maximierung von Glück, Optimismus und allgemeinen Wohlbefinden.

Wozu Positive Psychologie? Weiterlesen „Positive Psychologie – ein neuer Ansatz zum Glück“