Alles nur ein Spiel…

Habt ihr euch schon einmal vorgestellt, dass nicht ihr euer Leben steuert, sondern das jemand oder etwas anderes tut? Nicht im religiösen Sinne, sondern viel mehr wie eine Art virtuelles Spiel? Bevor ihr euch jetzt denkt, in welche Sphären die jetzt abdriftet, lasst mich kurz erklären:

Allein, wenn ihr euch vorstellt wie realistisch manche PC-Spiele dargestellt sind, liegt der Gedanke nicht so fern, dass auch wir in einer „geschaffenen“ Welt leben. Eine Art Welt, die von irgendjemandem erstellt wurde und der nun die Kontrolle über uns Menschen hat. Das bedeutet nicht, dass ich von dieser Theorie überzeugt bin, aber ich finde es einen interessanten  Gedankengang.

Umgelegt auf mich würde das bedeuten, dass ich eigentlich nicht mehr als ein Charakter in einem sehr komplizierten Spiel bin, nämlich dem Leben. So weit, so gut. Aber was will ich jetzt damit sagen?

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Theoretisch bin ich ein Theoretiker

Es gibt Macher und Denker. Oder man könnte auch sagen Praktiker und Theoretiker. Und es gibt ein Spektrum zwischen diesen beiden Extremen, auf dem sich jeder Mensch einordnen lässt. Das sieht dann ungefähr so aus:

Praktiker         3          2          1          0          1          2          3          Theoretiker    

Diese Einordnung ist natürlich veränderbar. Zum Beispiel war ich als Kind eher der Macher-Typ. Ich denke aber, dass jedes Kind eher auf der praktischen Seite einzuordnen ist. Stellt euch mal vor ein Kleinkind würde schon über den Sinn des Lebens philosophieren!

Als ich jedoch älter wurde und in die Schule gekommen bin, habe ich meine praktische Seite Stück für Stück verloren, bis sie so gut wie gar nicht mehr vorhanden war. Ich lernte Theorien, Formel und wie man zum Beispiel Musik „aufschreibt“ anstatt sie zu machen. Irgendwann war ich so in diesem Denk-Modus gefangen, dass selbst mein Kopf nicht mal mehr kreative Ideen erzeugt hat, geschweige denn, dass ich diese umgesetzt hätte. Man konnte also sagen, dass ich mich auf der Skala ungefähr hier einzuordnen hatte: Weiterlesen „Theoretisch bin ich ein Theoretiker“

„So eine nervige Person!“

Heute mal wieder ein psychologisches Thema inklusive kleinem Appell!

Oft sagen wir Menschen über andere Personen: „Die/Den mag ich nicht!“, „Der ist so unfreundlich!“, „Sie ist eine so schwierige Person!“ oder noch viel schlimmere Sachen.

Werden wir von unseren Emotionen überwältigt ist das auch ganz normal und weiterhin nicht schlimm, solange wir solchen Themen nicht langfristige Bedeutung beimessen.

Wenn wir sagen „Diese Person ist xy!“, dann ist das Kritik, egal ob im positiven oder negativen Sinn. Wir schreiben der Person eine Eigenschaft zu, die sich in unserem Kopf verankert und ab sofort fest mit dieser Person verknüpft ist. Weiterlesen „„So eine nervige Person!““

Durch gute Taten zum Glück! – Positive Psychologie

Glückliche Menschen sind hilfsbereiter und freundlicher im Umgang mit ihren Mitmenschen. Diese Erkenntnis dürfte niemanden großartig überraschen. Jedoch hat nun die amerikanische Wissenschaftlerin Sonja Lyubomirsky herausgefunden, dass es auch umgekehrt geht. Das heißt: Gutes tun, macht uns glücklich!

Jetzt sagst du vielleicht: „Aber ich bin doch gut zu meinen Mitmenschen, meistens jedenfalls! Trotzdem bin ich nicht glücklich! Die Studie ist sicher fake!“ Ob die Studie gefälscht ist oder nicht, kann ich nicht sagen, aber ich kann euch zeigen, wie die Forscher ihre Ergebnisse interpretiert haben.

Ich stehe solchen Studien selber sehr kritisch gegenüber. Wie heißt es so schön: „Vertraue keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast!“. Und jeder, der einmal im wissenschaftlichen Kontext zu tun hatte weiß, dass da mehr dran ist als einem lieb ist. Trotzdem möchte ich euch die Ergebnisse vorstellen, weil ich denke, dass gerade der Versuch sein Glück zu maximieren niemandem schaden kann. Wenn es funktioniert, sehr gut; wenn nicht, hat es auch keine schlimmen Folgen.

Also wie können uns gute Taten nun glücklich machen? Weiterlesen „Durch gute Taten zum Glück! – Positive Psychologie“

Benachteiligung von Männern?!

Vor kurzem bin ich über das Thema Gleichberechtigung gestolpert. Ich habe mich bisher mit diesem viel diskutierten, teils kontroversen Thema wenig beschäftigt. Ich würde mich selber zum Beispiel auch nicht als Feminist bezeichnen. Aus dem einfachen Grund, dass ich zu wenig Ahnung habe, was ich genau darunter zu verstehen habe. Es gibt mittlerweile so viele Richtungen des Feminismus, dass es einfach zu banal wäre sich Feminist zu nennen, ohne sich genauer damit auseinander zu setzen.

Heute soll es aber nicht um Feminismus gehen, sondern um die Benachteiligung von Männern. Ein Thema, worüber sehr wenig gesprochen wird und dass vielleicht auch auf einige feindliche Reaktionen stößt.

Gleich vorweg: Ich bin für die Gleichberechtigung aller Lebewesen, dazu zählen Menschen, aber auch Tiere. Ich finde es genauso schlimm mitanzusehen, wenn ein Tier misshandelt wird. Und ich sehe auf allen Seiten Aspekte, wo Gleichberechtigung verletzt wird. Das ist vermutlich auch nicht zu ändern. Wichtig ist es meiner Meinung nach, dass ein Bewusstsein dafür entsteht, dass es nicht immer nur die Frau ist, die ungerecht behandelt wird.

Doch, wenn es jetzt um die Benachteiligung von Männern geht, verlangen einige bestimmt Beispiele:

  1. Männer werden fast genauso häufig Opfer häuslicher Gewalt, was aber ein Tabu-Thema ist, weshalb es kaum Anlaufstellen für Männer gibt, die sich um deren Anliegen kümmern. Und auch die gesellschaftliche Reaktion auf einem Mann, der von seiner Freundin geschlagen wird, stößt nicht auf so viel Mitgefühl wie bei einer betroffenen Frau. (Ähnliches gilt übrigens für sexuelle Übergriffe.)
  2. Bei Straftaten und vor Gericht werden Frauen oft milder beurteilt. Ich kenne einige Beispiele aus den Medien, wo eine Mörderin in den Medien trotz ihrer Tat mit einer gewissen Sympathie und Menschlichkeit dargestellt wird. Währenddessen erscheint mir die Darstellung eines Mörders wesentlich brutaler.
  3. Bei Katastrophen gilt oft noch immer der Spruch: „Frauen und Kinder zuerst!“ Bedeutet das, dass Männer weniger Wert sind und erst mal abwarten müssen, bis alle anderen in Sicherheit gebracht worden sind?
  4. Vielen sind sicher sogenannte „Ladies-Nights“ in Clubs und Bars bekannt. Während Frauen hier meist gar keinen Eintritt bezahlen müssen, gibt es solche Special-days für Männer kaum.
  5. Von Männern wird erwartet, dass sie in den Krieg ziehen, sollte es jemals zu einer solchen Situation kommen, während Frauen an den meist doch sicheren Wohnorten bleiben dürfen.

Ich weiß, dass eine Lösung solcher Ungleichheiten schwer ist, egal auf welcher Seite. Trotzdem war es mir wichtig das Thema mal anzusprechen und vielleicht den ein oder anderen mal zum Nachdenken anzuregen, dass es nicht immer nur die Frauen sind, die Ungerechtigkeit erfahren!


Sagt mir doch gerne, was ihr von dem Thema haltet? Seht ihr auch Benachteiligungen beider Geschlechter oder habt ihr sie sogar schon erlebt? Ich freue mich auf eure Gedanken! ❤

Beschau psychisch Kranker zur Unterhaltung!? Eure Meinung?

Zugegeben ein sehr überspitzter Titel, aber so empfinde ich tatsächlich manchmal das Szenario, welches ich euch gleich beschreiben werde.

Ich hab ja schon in Mitleid mit einem Mörder darauf hingewiesen, dass ich nicht mit allen Veranstaltungen meines Psychologiestudiums ganz einverstanden bin. Wurden dort Verbrecher „vorgeführt“ gibt es noch eine solche Vorlesung, wo sich ähnliches abspielt.

Und zwar findet diese Vorlesung in einer Psychiatrie statt. An sich ja noch nicht so schlimm, denn das ist eine Uni-Psychiatrie, wo neben der Patientenbehandlung auch Forschung und Lehre einen großen Stellenwert haben. Grundsätzlich geht es in dieser Vorlesung darum uns unterschiedliche psychische Störungsbilder näher zu bringen.

Und das läuft dann wie folgt ab: Die Dozentin erzählt anhand ihrer Folien Hintergrund, Entstehung und Behandlung von sagen wir mal Schizophrenie. Dann fragt sie ins Plenum, ob wir einen Patienten mit Schizophrenie sehen möchten. Ich denke ihr könnt euch vorstellen, dass Bacherlor-Studenten ohne Praxiserfahrung scharf darauf sind ein „Lehrobjekt“ mal live zu sehen. Zum einen ist der Unialltag eh sehr theoretisch, zum anderen ist es doch der absolute Hammer eine echte „gestörte“ Person zu sehen! (#achtungironie)

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Ich bin traurig! Ich bin bestimmt depressiv!

Zuallererst: Vielen lieben Dank für eure tollen Kommentare zu meinem gestrigen Beitrag „Mitgefühl mit einem Mörder“! Ich war ganz überwältigt von der zahlreichen Rückmeldung! Ihr seid toll! ❤

Auf zu einem neuen Thema: 😉


Vor kurzem bin ich auf YouTube auf den Kanal des wunderbaren Elliott Tender gestoßen. Er berichtet unter anderen über Depression, psychische Erkrankungen und Queerfeminismus. Schaut mal bei ihm vorbei! Es lohnt sich! (Werbung Ende) 😉

Auf jeden Fall hat er in einen seiner Videos erwähnt, dass viele Menschen, also die nicht Betroffenen, Depression mit Traurigkeit gleichsetzen. Ich bin mir sicher, dass ihr folgendes so oder so ähnlich auch schon mal gehört habt: „Mir ist heute den ganzen Tag zu heulen zu Mute! Ich bin bestimmt depressiv!“

Dass eines der Hauptsymptome das sogenannte „Gefühl der Gefühlslosigkeit“ ist, haben diese Menschen wohl noch nicht mitbekommen. Gefühlslos bedeutet keine Gefühle und keine Gefühle bedeutet auch keine Traurigkeit zu fühlen.

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