Diese T-Shirts promoten Essstörungen und Depression!

Ich bin vor Kurzem auf einen ich sage mal Wirtschaftszweig gestoßen, der mir etwas Sorgen bereitet. Es gibt nämlich Menschen, die es anscheinend super finden, wenn sie Sprüche über psychische Erkrankungen auf ihre T-Shirts drucken und damit Geld machen. Depressionen gelten schließlich mittlerweile als Volkskrankheit und mit der zunehmenden Präsenz psychischer Erkrankungen in den Medien ist das ein lukratives Geschäft (Ironie Ende).

Dieser sogenannte „Mental Health/Illness Merch“ trägt jedoch nicht nur positive Worte in die Welt, die Betroffenen Mut machen, sondern auch, meiner Meinung nach Messages, die Depression und Co. glorifizieren oder die Ernsthaftigkeit nehmen.


Da ich mir nicht traue hier jetzt die Bilder zu posten (Urheberrecht und so), habe ich ein YouTube Video gemacht, wo das mit den Rechten nicht so genau genommen wird. 😉


Kanntet ihr solche T-Shirts schon? Und noch viel wichtiger: Was haltet ihr davon? Sagt mir unbedingt eure Meinung! Das würde mich sehr freuen! 💜


► Mein YouTube Kanal: JULIA LEBENSWELT

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Soziale Phobie – was mir hilft

Zuletzt habe ich in meinen Beiträgen Depression – was mir hilft und Essstörung – was mir hilft über meine Strategien geschrieben, wie ich versuche mit diesen beiden Erkrankungen umzugehen. Setzen wir diese Reihe doch heute fort. Und zwar mit den Dingen, die mir helfen mit meiner Sozialen Angst umzugehen. Here we go!

  1. Anonymität

Ok, das ist mehr ein situativer Umstand als eine Coping-Strategie, aber trotzdem hilft es mir in der Masse unterzugehen. Ich wünsche mir immer so wenig wie möglich aufzufallen, am besten gleich unsichtbar zu sein. Und das kann man nun mal in einer Umgebung, wo mich niemand kennt am besten. Andererseits kann mich auch hier die Masse an Menschen heillos überfordern (siehe: Die Angst vor Menschen schlägt zu). Und alleine zu sein, wenn sich alle anderen kennen, ist auch nicht gerade angenehm. Aber ihr versteht schon was ich meine, oder?

  1. Erfahrung anderer

Das deckt sich mit meinem Depressionsbeitrag. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Das trifft bei mir auf jeden Fall zu. Besonders, wenn Menschen, von denen man überhaupt nicht denkt, dass sie mit so etwas wie einer Angststörung zu kämpfen haben, sich öffnen und darüber erzählen. Hier ist zum Beispiel das Buch vom ehemaligen Jupiter-Jones Sänger Tobias Müller „Ich bin mal eben wieder tot“ eine absolute Empfehlung.

  1. Atmen

Ich vergesse oft zu atmen. Oder besser gesagt, ich atme nur sehr flach. Ein paar tiefe Atemzüge helfen mir zumindest immer mich für einen gewissen Grad wieder ins Hier und Jetzt zu katapultieren. Außerdem ist es für die einfache Entspannungsmethode. Diesen „Skill“ kannst du nicht zu Hause vergessen. 😉

  1. Machen und aushalten

Manchmal kann ich mich noch so sehr versuchen mit Atmen, Meditation und Delfingesang meine Angst nach unten zu kriegen, es klappt einfach nicht. Dann heißt es für mich: Augen zu und durch! Der Gedanke, dass mich meine Angst bisher noch nie umgebracht hat, hilft mir meine Gedankenkreise kurz zu ignorieren und „einfach“ mal zu machen. Das ist in gewisser Weise eine Form der „radikalen Akzeptanz“.

  1. Flucht aus der Realität

Weiterlesen „Soziale Phobie – was mir hilft“

Ich habe keine Freunde – zumindest glaube ich das

Ich selbst sage von mir immer wieder, dass ich keine Freunde habe. Ok, ich sage das zu fast niemandem so direkt, denn a) die Person ist dann eventuell beleidigt, weil ich sie nicht als Freund oder Freundin bezeichne oder b) die Person versucht mich davon zu überzeugen, dass ich doch so viele Freunde hätte.

Aber was sind Freunde eigentlich?

Laut Duden ist Freundschaft ein „auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander“. Schön und gut, aber was ist Zuneigung? Was beinhaltet das? Ich sehe schon, so komme ich nicht weiter.

Also, zurück zum Individuum, denn Freundschaft ist etwas sehr Individuelles und kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden.

Das ist meine Definition von Freundschaft:

Für mich ist eine Freundschaft etwas zwischen zwei Menschen, dass Dinge umfasst wie gegenseitiges Vertrauen, Ehrlichkeit, Lachen, gemeinsame Aktivitäten und Wertschätzung. Ich wünsche mir von einem Freund oder einer Freundin, dass er oder sie da ist, wenn die Situation schwierig ist. Ich möchte in deren Umgebung so sein können wie ich wirklich bin ohne, dass ich ständig angespannt bin. Ich brauche das Gefühl, dass ich mich auf ein Treffen mit dieser Person freue und nicht vorher Panik schiebe und versuche mich aus einer gemeinsamen Aktivität rauszureden. Eine Freundschaft braucht tiefe Gespräche, genauso wie Humor, Insider und gemeinsame Erinnerungen. Ein Freundschaftsbeweis ist von meiner Seite aus auch, dass ich mit dieser Person mehrere Tage am Stück verbringen kann, also eigentlich mit ihr leben könnte, ohne durchzudrehen. Ein Freund oder eine Freundin freut sich für mich, ohne Eifersucht und Neid. Für diese Person würde ich alles stehen und liegen lassen und es würde mir nicht schwer fallen eigene Bedürfnisse hinten anzustellen, um meinem Freund oder meiner Freundin zu helfen. Und nicht zuletzt sieht man sich jede Woche mehrmals, weil ich und auch die andere Person es braucht, weil man sich gegenseitig braucht.

Das ist eine ganze Menge. Und ich glaube hier wird mein Problem schon relativ deutlich: Ich habe zu hohe Ansprüche an eine Freundschaft. Genauso wie ich von mir zu oft verlange perfekt zu sein, so muss auch eine Freundschaft für mich perfekt sein. Ich will eine so tiefe Beziehung zu einer Person, wie man sie nur bekommt, wenn man seinem Gegenüber eine Chance gibt. Denn, ich blocke immer ab, bevor es zu einer „echten Freundschaft“ kommen kann. Zum Teil aus Selbstschutz, zum Teil, weil ich die Person nicht für geeignet halte. Diese Prozesse passieren unbewusst und ich verurteile mich im Nachhinein dafür so kritisch zu sein. Weiterlesen „Ich habe keine Freunde – zumindest glaube ich das“

Spiele ich mit den Gefühlen anderer Menschen?

Was Beziehungen angeht, hab ich ja so meine Schwierigkeiten. Die sind bei freundschaftlichen Beziehungen noch recht überschaubar und gut zu handlen. Kommt es jedoch zu Liebesbeziehungen, nun ja, bekomme ich die Krise. Dass hat viele Gründe und das würde den Rahmen des Beitrags absolut sprengen. Wenn ihr wollt kann ich aber gerne noch genauer darauf eingehen. Sagt mir einfach Bescheid. 🙂

Wenn man sich im Internet bewegt und vor allem, wenn man selbst Dinge raus in die virtuelle Welt schickt, kommt oft etwas zurück. Gott sei Dank, sonst wäre das sehr frustrierend! Aber neben diesen vielen lieben Menschen, die sich einfach nur austauschen wollen und mich mit lobenden Worten und interessanten Anregungen bereichern, gibt es auch Menschen, die Instagram und Co. als Datingplattform nutzen. Das ist nicht falsch, nur nicht das, was ich unbedingt möchte.

Wenn mich Jungs anschreiben, kann ich, wie bei jedem anderen auch, die Nachricht nicht einfach ignorieren. Da hätte ich ein zu schlechtes Gewissen. In dieser Welt wird man schon so oft abgelehnt, da muss ich nicht auch noch jemand sein, der das macht. Noch dazu, wenn ich hinter keiner Nachricht zunächst etwas „Böses“ vermute. Ich glaube immer zuerst das beste von einem Menschen. Naiv? Vermutlich.

Aus diesem kleinen „Hi, na wie geht´s?“ wird dann aber ehe ich es mich versehe ein Austausch, der über Wochen geht. Wir tauschen uns aus, was wir so machen und meistens erzähle ich mehr von mir als er von sich (Keine Sorge ich weiß schon wo im Austausch mit Fremden meine Grenzen liegen. Die erfahren nichts, was sie nicht sollten.). Dabei merke ich erst zu spät, dass ich die ganze Sache schon viel früher hätte abbrechen müssen. Oder? Weiterlesen „Spiele ich mit den Gefühlen anderer Menschen?“

Das Leben überfordert mich

Zunächst: Vielen Dank, für eure Teilnahme an meiner Umfrage Soll ich meine YouTube-Videos auf meinem Blog einbinden? und für eure Kommentare dazu. 💜

Es macht mich immer wieder richtig glücklich zu sehen, dass ihr euch die Zeit nehmt mir bei meinen „Problemen“ zu helfen und dass wir mittlerweile so viele sind, dass ein reger Austausch möglich ist! Das motiviert mich weiterzumachen.

Im Endeffekt, waren die Meinungen ziemlich unterschiedlich (aber alle sehr positiv – danke), sodass ich mich jetzt entschieden habe es so zu machen: Wenn der Beitrag zum Video passt, wird das Video direkt eingebunden (wie bei diesem Beitrag), ansonsten nur ein Link. Und ich werde das neueste Video immer in der Seitenleiste einbinden (danke nochmal an thoughts on life für diese Idee).

Und nun zum Beitrag…


Die letzte Woche hat mich das Leben absolut überfordert. Ich hab davon ja schon in Die Angst vor Menschen schlägt zu, berichtet. Es gibt aber noch mehr Dinge, die mir momentan etwas Sorgen bereiten:

  1. Bachelorarbeit

Ich bin nun im 6. Semester meines Psychologie-Bachelors. Das bedeutet: In den nächsten 10 Wochen schreibe ich meine Bachelorarbeit. Und auch, wenn ich weiß, dass ich es zeitlich gut schaffen sollte, versetzt mich das Ganze unter Stress.

  1. Es ist warm

Von meinem Hass gegen den Sommer, hab ich auch schon letztes Jahr berichtet. Kurz und knapp: Ich mag den Frühling/Sommer nicht, weil es mir zu heiß ist, ich schwitze, mehr Menschen draußen sind und ich meinen Körper nicht in dicken Jacken verstecken kann. Das klingt jetzt hier vielleicht sehr banal, aber es schränkt mich tatsächlich sehr ein. Zum Beispiel war ich schon seit über 6 Jahren nicht schwimmen, weil ich mich in Badekleidung absolut nicht zeigen kann ohne Panik zu bekommen.

  1. Meine Depression

Weiterlesen „Das Leben überfordert mich“

Die Angst vor Menschen schlägt zu

Diese Woche hat mein Studium wieder angefangen. Die Semesterferien habe ich zu Hause bei Familie und Hund verbracht – auf dem Land. Jetzt rufen sicher einige: „Oh, wie schön!“ Sich zwischen Wald und Wiesen zu erholen scheint für viele das Nonplusultra zu sein.

Gut, ich gebe zu die Gegend ist schön – schön ruhig und vor allem: menschenleer. Das lässt die Soziale Phobie in mir zunächst einmal jubeln. Nicht vom Gewusel der Stadt umgeben zu sein, ist für mich deutlich stressfreier.

Ich gewöhne mich schnell an dieses Ich-sehe-nur-fünf-Menschen-pro-Tag-Leben und bin zwar etwas einsam, aber meine Familie macht das wieder wett.

Was an diesem Leben in der Einöde jedoch das Problem ist, wurde mir letzte Woche bei der Ankunft am Bahnhof meiner Studienstadt bewusst. Von einem Schlag auf den anderen von 0 auf 1000 Personen um mich herum, hat mein Angstlevel unerwartet stark steigen lassen. Weiterlesen „Die Angst vor Menschen schlägt zu“

Betroffenen eine Stimme geben…Bitte helft mit!

Vor kurzem wurde ich in meinem Psychologiestudium auf die Kampagne „It gets brighter“ aufmerksam gemacht und war sofort begeistert!

Die Idee von „It gets brighter“ lautet folgendermaßen:

UNSER ZIEL

It Gets Brighter sammelt kurze Video-Botschaften, in denen Betroffene oder Angehörige über ihre eigene Erfahrung mit einer psychischen Erkrankung sprechen und anderen Hoffnung schenken. Lasst uns offen darüber sprechen, was in unseren Köpfen vorgeht anstatt es zu verdrängen.

Unser Ziel ist es, Betroffenen die Botschaft zu senden, dass es auch in schweren Situationen immer einen Lichtblick geben wird – It Gets Brighter.

Hilf uns, das Schweigen zu brechen und junge Menschen zu motivieren, fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und ihre seelische Gesundheit zu stärken.

Mit diesem Ziel stellen wir Eure Video-Botschaften öffentlich zur Verfügung.

(http://www.itgetsbrighter.de)

Das heißt absolut jeder, der als Betroffener, Angehöriger oder jeglichen anderen Kontext Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen hat, kann ein Video hochladen und sagen, was ihm oder ihr am Herzen liegt. Das Hochladen ist einfach und auf der Webseite gut erklärt. Das Ganze muss auch gar nicht professionell sein. Eine Handykamera reicht vollkommen. Wer möchte kann das Video auch anonym gestalten z.B. mit einem Text oder einer Stimmaufnahme. Alles ist erlaubt! Hauptsache es macht Hoffnung!

Da hab ich mich natürlich nicht zwei Mal bitten lassen und gleich mal ein Video hochgeladen: Weiterlesen „Betroffenen eine Stimme geben…Bitte helft mit!“