„Du lässt andere im Stich!“ – Dialog im Kopf #13

Heute mal wieder ein paar peotische Auszüge von meinem Inneren Kritiker:

  1. „Du lässt andere im Stich!“
  2. „Du bist eine zwischenmenschliche Katastrophe!“
  3. „Du wirst immer von deinen Eltern abhängig sein!“
  4. „Versteck dich! Niemand darf dich sehen!“
  5. „Verhalte dich unauffällig!“
  6. „Du bist an sozialer Inkompetenz nicht mehr zu übertreffen!“
  7. „Wie sollen andere dich lieben, wenn du es selbst nicht kannst!“
  8. „Andere halten dich für arrogant!“
  9. „Du bist nicht sympathisch!“
  10. „Du hast einen bescheuerten Dialekt!“
  11. „Du musst mehr reisen und mehr von der Welt sehen!“

Hier kommt ihr zum Dialog im Kopf #12 – Angst vor Jungs.

 

Theoretisch bin ich ein Theoretiker

Es gibt Macher und Denker. Oder man könnte auch sagen Praktiker und Theoretiker. Und es gibt ein Spektrum zwischen diesen beiden Extremen, auf dem sich jeder Mensch einordnen lässt. Das sieht dann ungefähr so aus:

Praktiker         3          2          1          0          1          2          3          Theoretiker    

Diese Einordnung ist natürlich veränderbar. Zum Beispiel war ich als Kind eher der Macher-Typ. Ich denke aber, dass jedes Kind eher auf der praktischen Seite einzuordnen ist. Stellt euch mal vor ein Kleinkind würde schon über den Sinn des Lebens philosophieren!

Als ich jedoch älter wurde und in die Schule gekommen bin, habe ich meine praktische Seite Stück für Stück verloren, bis sie so gut wie gar nicht mehr vorhanden war. Ich lernte Theorien, Formel und wie man zum Beispiel Musik „aufschreibt“ anstatt sie zu machen. Irgendwann war ich so in diesem Denk-Modus gefangen, dass selbst mein Kopf nicht mal mehr kreative Ideen erzeugt hat, geschweige denn, dass ich diese umgesetzt hätte. Man konnte also sagen, dass ich mich auf der Skala ungefähr hier einzuordnen hatte: Weiterlesen „Theoretisch bin ich ein Theoretiker“

Die Macht der Diskussion

Ich diskutiere gerne. Es macht mir Spaß mich über kontroverse tiefgründige Themen zu unterhalten und unterschiedliche Sichtweisen zu erhalten.

Dabei gibt es jedoch ein Problem: Meine Mutter ist die einzige Person, wo ich mich wirklich traue meine Meinung zu sagen. Das bedeutet nicht, dass wir uns streiten. Jeder gibt seine Meinung ab und es entsteht ein respektvolles Hin und Her mit einem Endergebnis, dass gar kein Ergebnis sein muss. Es ist vielmehr ein Austausch.

In der Schule war ich immer eine der schüchternsten. Ich hatte teilweise echt Mühe meine schriftlichen hervorragenden Leistungen zu halten, da meine Mitarbeit so gering war, dass man meine Wortmeldungen pro Woche vermutlich an einer Hand abzählen konnte. Weiterlesen „Die Macht der Diskussion“

Die Vergangenheit holt einen immer wieder ein

Eine Schulfreundin hat sich nach zwei Jahren Funkstille wieder bei mir gemeldet. Mit einer einfachen Nachricht über Facebook bringt sie mich vollkommen aus dem Konzept. „Hallo wie geht es dir?“

Ein einfacher Satz, eine Floskel, die man jeden Tag hört. Und auf die man auch ebenso einfach antworten kann. Doch was zwischen uns passiert ist, ist leider in meinem Leben kein Einzelfall… Weiterlesen „Die Vergangenheit holt einen immer wieder ein“

Ich bin nicht gut zu mir…

Ich gebe gerne. Ich freue mich, wenn es anderen gut geht. Ich freue mich, wenn ich dazu beitragen kann, dass es anderen gut geht. Ich bin eine gute Freundin für andere. Problematisch? Vielleicht.

Andere sind mir oft wichtiger als ich selbst. Ich würde fast alles tun, damit es meiner Familie gut geht. Wenn ich andere leiden sehen, möchte ich dieses Leid so schnell wie möglich beenden. Dabei gibt es nur eine einzige Person mit der man sein ganzes Leben teilt.

Ich ignoriere meine Bedürfnisse, zerstöre mich selbst. Ich rede mit mir wie mit keinem anderen Menschen. Und das leider nicht im Positiven Sinn.

Ich starte immer wieder Versuche, um mich besser zu behandeln. Wie aber fast alles bei mir verläuft sich dieses Vorhaben nach nur wenigen Tagen im Sand. Ein Problem ist wahrscheinlich, dass ich mich selber nicht mag. Denn ich helfe doch auch bevorzugt anderen Menschen, die ich mag.

Sei dein bester Freund! Diesen Tipp habe ich schon in vielen Selbsthilfebüchern oder im Internet gelesen und finde den Ansatz sehr schön. Auf sich selber so zu achten wie ich es bei anderen mir wichtigen Menschen tue, scheint mir sinnvoll. Wie so oft klaffen Theorie und Praxis oft weit auseinander.

Ich bemühe mich immer wieder gut zu mir zu sein, aber momentan behandle ich mich eher wie einen entfernten Bekannten als wie einen guten Freund…

Die Geschwister Wut und Trauer!

Ich weiß sehr gut wie es sich anfühlt traurig zu sein. In meinen schlimmsten Phasen meiner Essstörung war es nicht selten, dass ich täglich in Tränen ausgebrochen bin. Gut, das war vielleicht nicht immer das klassische Traurig-sein, sondern oft viel mehr meine unendliche Verzweiflung. Aber diese Verzweiflung hat mich traurig gemacht und somit kann ich schon behaupten in dieser Zeit extrem traurig gewesen zu sein.

Somit war auch für mich ein sehr wichtiges Ziel in der Therapie immer meine Traurigkeit zu reduzieren. Doch meine Therapeuten hatten immer wieder eine andere Idee: nämlich, dass ich lernen sollte meine Wut und meinen Ärger wahrzunehmen. Weiterlesen „Die Geschwister Wut und Trauer!“

Ich habe gemobbt…

Ich stelle mich gerne als Opfer dar. Ich bin ein Opfer der Gesellschaft und dieser ungerechten Welt. Doch ich bin nicht dieses Unschuldslamm. Nimmt man auch mein verlogenes und unsensibles Verhalten unter Einfluss von Magersucht und Co. als „Krankheitssymptom“ heraus, bleibt noch immer einiges an Untaten übrig. Von einer möchte ich euch heute erzählen…

Ich habe gemobbt. Das war in der Hauptschule, bevor ich aufs Gymnasium gewechselt habe. Diese Zeit war klassengemeinschaftlich gesehen sowieso eine reine Katastrophe. Es war ein ständiges „Heute bist du meine Freundin und morgen dann wieder nicht!“ Wie jeder in der Pubertät wollte ich dazugehören, dazugehören zu den coolen Kids. Und dabei habe ich oft gar nicht richtig nachgedacht.

Ich glaube es gibt in jeder Klasse, die Leute die man böse als „Außenseiter“ bezeichnen kann. War ich ein Außenseiter? Es kommt drauf an. Ich würde sagen das hat immer geschwankt. Weiterlesen „Ich habe gemobbt…“